„Das größte Projekt unserer Geschichte”
© Philipp Carl Riedl/ServusTV
MARKETING & MEDIA Redaktion 31.05.2024

„Das größte Projekt unserer Geschichte”

Euro 2024: Christian Nehiba von ServusTV erzählt, wie der Sender die 31 Live-Spiele ins Wohnzimmer bringt.

••• Von Georg Sohler

Es ist das erste Mal, dass mit ServusTV ein Privatsender als Rechtehalter eine Fußball-europameisterschaft überträgt. Zwar hat ServusTV bereits mit der Übertragung der WM 2022 in Qatar als Sublizenznehmer des ORF von einem Fußball-Großereignis übertragen, aber 31 Live-Spiele in nur vier Wochen als Rechtehalter live und exklusiv in die österreichischen Wohnzimmer und zu unzähligen Public Viewings zu bringen, das ist Neuland.

„Wir können es kaum erwarten, bis es losgeht”, freut sich Christian Nehiba, Bereichsleiter Sport bei ServusTV, im Gespräch mit medianet: „Die Euro 2024 ist schlicht und ergreifend das größte Projekt in der Geschichte unseres Senders.”
Die Quotenerwartungen für den Zeitraum von 14. Juni bis 14. Juli sind entsprechend hoch. Es gibt Berichterstattung vor Ort, produziert wird in Salzburg. Dass das Nationalteam sehr beliebt ist, spielt dem Sender in die Karten: „Ralf Rangnick und seinen Spielern ist es nicht nur gelungen, sich durch starke Leistungen für diese Endrunde zu qualifizieren, sie haben zusammen auch das Image des Nationalteams extrem erhöht.” Seit rund einem Jahr bereitet sich der Sender vor. Insgesamt arbeiten rund 150 Personen am Projekt, allein redaktionell knapp 50 Personen, davon 16 on Air, also Moderatoren, Kommentatoren, Reporter und Experten: „Ein Event dieser Größenordnung bedeutet eine noch nie dagewesene Präsenz von ServusTV in den Medien und bringt auch neues Publikum zum Sender”, so Nehiba.

Die besten Spiele

Der Sender zeigt das Eröffnungsspiel, die mindestens drei Partien von Österreich gegen Frankreich, Polen und die Niederlande, alle Abendspiele, die Halbfinals und das große Finale in Berlin. Dort gibt es zudem ein eigenes Studio: „Wir berichten täglich aus einem eigenen ServusTV-Studio aus Berlin, was es rund um die Nationalmannschaft Neues gibt.” Das Ziel sei es, dass die Fans das Gefühl haben, so nah wie möglich dran zu sein.

Dazu gehört freilich auch ein entsprechendes Expertenteam. Da gibt es die internationalen, meinungsstarken Kapazunder Jan Aage Fjörtoft und Steffen Freund und auch viel rot-weiß-rot. Die nationalen Experten sind die Ex-Kicker Florian Klein, Sebastian Prödl und Martin Harnik, die bei der Euro 2016 gemeinsam kickten und mit den Teamspielern „auf du und du” sind.

Alte Hasen und neue Köpfe

Neu im ServusTV-Team ist Zlatko Junuzovic, ebenfalls Ex-Teamspieler. Er beendete seine Profikarriere 2022 bei Red Bull Salzburg und ist durch seine Vergangenheit bei Austria Wien oder Werder Bremen eine anerkannte Größe. Er berichtet an der Seite von Julia Kienast täglich aus dem ÖFB-Camp. Und Kienast ist übrigens nicht die einzige Frau im Team; Anna-Maria Wiesinger und Birgit Nössing sind ebenfalls als Reporterinnen on Board, und Alina Marzi ist Mitglied des Moderatorenteams: „Wir haben eine richtig gute Mischung! Am wichtigsten ist und bleibt aber – abgesehen vom Talent und unabhängig vom Geschlecht – die Leidenschaft für den Sport”, so Nehiba. Heutzutage unerlässlich ist natürlich auch die digitale Präsentation. Das Herzstück von ServusTV On ist dabei auch der Sport. Erst vor Kurzem konnte die Plattform mit dem Halbfinal-Rückspiel in der Champions League zwischen Real Madrid und Bayern München mit 602.000 Views den reichweitenstärksten Live-Event verzeichnen: „Somit wissen wir auch, wo die Reise bei der Euro 2024 hingeht.”

Abseits der eigenen Streamingplattform bekommen Fußballfans auf Instagram bei „Servus Fußball” und auf YouTube bei „ServusTV On Sport” mehr geboten. „Die Fußball-Redaktion arbeitet dabei zentral mit unserer Online-Redaktion zusammen”, sagt Nehiba. Das heißt auch: Hochformat statt Querformat, 9:16 statt 16:9. „Natürlich muss sich eine klassische Fernsehredaktion auf die neue Welt einstellen, das fällt den Jüngeren deutlich leichter als uns alten Hasen.” (lacht)
„Gemeinsam mit unserer Online-Redaktion erarbeiten wir Formate und Ideen in beiden untrennbar miteinander verbundenen Ausspielwegen. Gehen wir auf unseren Social Media-Kanälen ins Storytelling, switchen wir auf 9:16, für den schnellen Konsum, dort, wo die Zielgruppe sich den Appetit holt – also vorrangig Instagram und TikTok. Und 16:9 – der Klassiker – bleibt auch im digitalen Umfeld relevant.” Fehlt nur noch ein Erfolg des Nationalteams …

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