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DBT: die Digitale Transformation © APA/APA-Fotoservice/Schedl (2)

Digitaler ­WandelWo die heimischen Unternehmer bei diesem Thema stehen, wurde kürzlich bei der Plattform „Digital Business Trends” (DBT) diskutiert.

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Digitaler ­WandelWo die heimischen Unternehmer bei diesem Thema stehen, wurde kürzlich bei der Plattform „Digital Business Trends” (DBT) diskutiert.

Martina Berger 28.09.2018

DBT: die Digitale Transformation

Bei der Plattform Digital Business Trends wurde über digitale Transformation und Ethik diskutiert.

••• Von Martina Berger

WIEN. Von Algorithmen-Wirtschaft bis zur Klick-Ökonomie: Das Verständnis für Ethik und Fairness bringen heimische Unternehmen mit, dennoch zeichnen sich neue Herausforderungen ab. Welche Ansätze es gibt, haben Experten im Rahmen der Veranstaltungs-Reihe Digital Business Trends in Wien diskutiert.

Während es im Bereich Corporate Governance viel geschehen sei, gebe es bei der Verantwortung als „Unternehmensbürger” noch Nachholbedarf, so Michael Litschka von der Fachhochschule (FH) St. Pölten. Bei der Frage, ob es mehr freiwillige Selbstregulierung oder mehr Fremdregulierung brauche, plädierte Litschka für einen Mittelweg: Er sieht Ko-Regulierung als Mischform, die sich in vielen Fällen anbiete. Er kritisierte zudem, dass hierzulande keine Orte definiert seien, diese Fragen zu diskutieren. „In Amerika gibt es Ethics Officers, die auch bestimmte Befugnisse haben und nicht gleich klein gemacht werden, wenn sie ein Problem aufzeigen”, so Litschka.

Bewusstsein schaffen

„Wer soll das in einer globalisierten Welt vorgeben und kontrollieren?”, hinterfragte Jürgen Hofer vom Manstein Verlag. Schließlich hätten sich die Rahmenbedingungen deutlich verändert. Man sei dem Mediengesetz mit sehr genauen Vorgaben unterworfen, während Facebook, Google und Co. das ignorieren.

Dass eine Ko-Regulation funktionieren würde, kann sich Thomas Michael Zapf von ­Styria IT Solutions und Styria Digital Services unter Verweis auf den Trend zur Zusammenarbeit durchaus vorstellen. Wichtig für ethisches Verhalten im Unternehmen ist laut Zapf, Bewusstsein dafür zu schaffen und dass das Top-Management dies auch vorlebt.
Unterdessen sei der Druck auf IT-Verantwortliche gestiegen, erklärte Michael Sußmann von Dimension Data Austria. Sie müssten sich in die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle einbringen, was aber nicht bedeute, das eigene Business gleich zu „verubern”. Dennoch werde es Situationen geben, in denen die ethischen Grundsätze für den wirtschaftlichen Erfolg hinterfragt würden – etwa wenn sich der Mitbewerber nicht an die ethischen Regeln hält und das Unternehmen deshalb in Gefahr ist.

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