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Der ORF schnürt ein Sparpaket © ORF/Thomas Ramstorfer/Schreiner-Kastler

Um die Digitalisierungsoffensive sicherzustellen, wird 2021 beim ORF gespart.

© ORF/Thomas Ramstorfer/Schreiner-Kastler

Um die Digitalisierungsoffensive sicherzustellen, wird 2021 beim ORF gespart.

Redaktion 29.05.2020

Der ORF schnürt ein Sparpaket

Kürzungen bei Sach- und Personalkosten ­sollen coronabedingte Einbußen ausgleichen.

WIEN. Der ORF plant, im kommenden Jahr 2021 Einsparungen von 75 Mio. € umzusetzen. Das sei notwendig, um 2021 ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen, informierte Generaldirektor Alexander Wrabetz am Dienstag den ORF-Stiftungsrat. Laut einem Bericht auf ORF.at soll es alle Bereiche des Unternehmens, insbesondere den Sach- und Personalkostenbereich, betreffen.

Große Herausforderungen

Angesichts der schon in den vergangenen Jahren durchgeführten Einsparungen sei das kommende Sparprogramm „eine der größten Herausforderungen in der Geschichte des ORF”, so Wrabetz in einer E-Mail.

Die Bereiche des ORF seien mit der Ausarbeitung der entsprechenden Maßnahmen beauftragt worden. Die Geschäftsführung werde die einzelnen Maßnahmen in den kommenden Monaten festlegen und dem Stiftungsrat im Rahmen des Finanzplans 2021 zur Beschlussfassung vorlegen, kündigte Wrabetz an. Die nächste Stiftungsratssitzung findet am 25. Juni statt, der Finanzplan wird aber erst in einer Sitzung gegen Ende des Jahres beschlossen.

Verluste durch Corona

Für heuer rechnet der ORF im sogenannten Szenario A mit einem operativen Verlust von 28,6 Mio. €, Szenario B würde einen Verlust von rund 54 Mio. € bedeuten. Kommendes Jahr will das Unternehmen wieder ausgeglichen bilanzieren. Ziel sei laut Wrabetz „die Rückkehr in die schwarzen Zahlen bereits im Jahr 2021”. Der ORF rechne mit einer leichten Verbesserung der Werbesituation, jedoch nicht mir einer raschen Rückkehr auf das Niveau vor der Coronakrise.

Auch geringere Programm­entgelte seien zu erwarten, aufgrund verschobener Großevents, welche 2021 mit rund 40 Mio. €, zusätzlich zu den laufenden vertrags- und inflationsbedingten Kostensteigerungen, zu finanzieren seien. Investitionen zur Inbetriebnahme des Mediencampus 2022 und für die Digitalisierung sollen dennoch getätigt werden. (red)

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