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Der Papiermörder ist längst tot Katharina Schiffl

„Print Power“-Präsident Gerald Grünberger & Austropapier-GF Gabriele Herzog

Katharina Schiffl

„Print Power“-Präsident Gerald Grünberger & Austropapier-GF Gabriele Herzog

Redaktion 10.09.2015

Der Papiermörder ist längst tot

VÖZ und Papierindustrie starten Kampagne, um mit negativen, aber weitverbreiteten Mythen rund um das Thema Papier & Papierindustrie aufzuräumen.

••• Von Dinko Fejzuli

WIEN. „Für die Herstellung von ­Papier werden Wälder zerstört“, „Papier ist schlecht für die Umwelt“, „Nur Recyclingpapier ist gut“, oder „Papier und Printmedien vergrößern den Müllberg“ sind nur einige der Mythen rund um das Thema Papier, die in der Bevölkerung herumgeistern und gegen die man nun als Vertreter der heimischen Printmedien bzw. der Papierindustrie gleich doppelt antreten will.
Vielmehr sei es gänzlich andersrum: Abgesehen davon, dass Papier das am häufigsten recycelte Produkt auf der Welt sei, sei Papier auch insgesamt ein höchst nachhaltiges Produkt – von der Produktion bis zur Verarbeitung und zur (wiederholten) Nutzung.
Mythenbeseitigung
Den „Papiermörder“ gäbe es schon längst nicht mehr, so VÖZ-Präsident Gerald Grünberger.
Und genau darauf zielt die gestern von VÖZ und Austropapier vorgestellte Aktion ab. Zum einen mit der Kampagne „Print Power“, deren Präsident VÖZ-GF Grünberger ebenfalls ist und mit der man die Effizienz von Papier hervorheben möchte, und mit der Initiative „Two Sides“, die vor allem die Nachhaltigkeit des Produkts Papier vor den Vorhang holen soll.
Und ohne gegen digitale Medien schießen zu wollen, so VÖZ-Geschäftsführer Grünberger, wolle man sehr wohl darauf hinweisen, dass der Mythos, digitale Kommunikation sei umweltfreundlicher, nicht aufrechtzuerhalten sei.
Noch wichtiger sei es aber, so Grünberger und Austropapier-GF Gabriele Herzog unisono, dass satte 80% der Konsumenten lieber auf Papier lesen als am Bildschirm.
74% geben an, dies auch aus Gründen der Haptik zu tun, und 58% der Befragten heben wichtige Dokumente lieber in Papierform auf, als „nur“ elektronisch zu sichern.
Herzog wies auch darauf hin, dass Holz für die Papierherstellung aus der Waldpflege oder Sägeindustrie komme, also aus nachhaltiger Forstwirtschaft stamme. Auf der anderen Seite fielen weltweit 50 Mio. Tonnen Elektroschrott pro Jahr an, den es zu entsorgen gelte.

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