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Der WebAd: „Eine große Familienfeier” © Martina Berger
© Martina Berger

Redaktion 13.11.2020

Der WebAd: „Eine große Familienfeier”

Auch wenn die Awardshow heuer ausfällt: Cosima Serban und Markus Plank lassen sich den Spaß nicht verderben.

••• Von Laura Schott

Abgesehen davon, dass die Awardshow abgesagt werden musste, ist auch sonst vieles anders beim heurigen iab WebAd. Was das konkret ist und wie der WebAd trotz allem auch dieses Jahr ein Highlight für alle Beteiligten werden soll, erzählen die Hauptverantwortlichen Markus Plank, Präsident des iab, und Cosima Serban, Vizepräsidentin, im Interview.


medianet: Frau Serban, Herr Plank, der WebAd ist für die Vielzahl seiner Kategorien und Gewinner quasi berüchtigt. In aller Kürze: Was zeichnet der WebAd aus?
Markus Plank: Die Grund­intention des WebAd ist, die herausforderndsten und herausragendsten Digitalkampagnen auszuzeichnen. Die sehr lange Awardshow und deren Vermischung mit der Party hat dazu geführt, dass die Wertschätzung der Sieger in den letzten Jahren ein wenig zu kurz gekommen ist. Das wollten wir dieses Jahr ändern, aber leider ist uns etwas dazwischengekommen …

medianet:
Wie hätte die Show unter normalen Umständen denn ausgesehen?
Cosima Serban: Ein bisschen müssen wir das Geheimnis noch für uns behalten bis 2021 … Aber was ich sagen kann, ist, dass wir die Verleihung wieder stärker von der Party getrennt hätten. Der Bereich um die Bühne wäre für den Zeitraum der Show bestuhlt gewesen, der Lärmpegel niedriger. Dadurch hätte man den Gewinnern wieder die gebührende Aufmerksamkeit widmen können.

medianet:
Wie darf man sich die diesjährige Awardshow vorstellen?
Plank: Wir konnten Mazda als großen Sponsor gewinnen und werden zwischen 23. und 25. November mit zwei zur Verfügung gestellten Autos durch Wien fahren, um den Agenturen ihre Preise persönlich zu übergeben. Im Kofferraum werden wir für jeden Gewinner ein Partypaket haben, denn im Anschluss soll die größte digitale Party Österreichs stattfinden. Mehr können wir im Moment nicht verraten, außer, dass sich Cosimas und mein ‚Wahnsinn' in der Aktion widerspiegeln wird (lacht). Am Ende soll es ein Stück weit von dem werden, was der WebAd eigentlich ist: eine große Familienfeier.
Serban: Genau, das Ganze wird sehr schräg! Die Übergabe wird gefilmt und in der Awardnacht schneiden wir aus dem ersten, bereits vorproduzierten Teil und den Überreichungen ein Video zusammen, das die Medien am nächsten Tag erhalten. Mit der Good Life Crew haben wir hier einen super Partner, der unseren kreativen ‚Wahnsinn' unterstützt.

medianet:
Abgesehen von der Corona-bedingten Absage der Awardshow – was ist beim diesjährigen WebAd anders?
Serban: Wir haben dieses Jahr einige neue Kategorien geschaffen und die bestehenden teilweise nachgeschärft. Es war uns ein Anliegen, den Übergang von den klassischen Gattungen ins Digitale besser abzubilden, etwa im Bereich Out-of-Home. Außerdem haben wir uns stärker auf Start-ups fokussiert und lokale Kampagnen komplett von internationalen getrennt. Wichtig war uns auch, Nachwuchstalente noch mehr in den Vordergrund zu rücken.
Plank: Das ist wahrscheinlich eines der maßgeblichsten Dinge, die wir geändert haben – dass die Jungen gänzlich selbst verantwortlich sein müssen für das Projekt, das sie einreichen, und von einem Vorgesetzten empfohlen werden. Dafür werden sie in den zwei Sonderkategorien ausgezeichnet – Ehre, wem Ehre gebührt.

medianet:
Neu ist unter anderem die Kategorie ‚Beste KPI-Kampagne'. Ist das ein Resultat der besonderen Umstände in den letzten Monaten?
Plank: Vielleicht hat die Kategorie durch Corona und seine Folgen eine spezielle Bedeutung bekommen, aber die Kategorien selbst haben wir uns bereits Anfang März überlegt. Man muss sehr stark zwischen den Intentionen der jeweiligen Kampagnen unterscheiden. Ist sie stark absatzgetrieben, also eine Performance-Kampagne, oder handelt es sich um eine Branding- beziehungsweise Awareness-Kampagne? Das ist bei den eingereichten Kampagnen jetzt klar erkennbar.
Serban: Dadurch wollen wir auch kleineren Agenturen, die keine großen Branding-Kampagnen machen, aber dafür sehr stark Richtung Performance gehen, die Möglichkeit geben, zum WebAd einzureichen. Historisch gesehen, kommen wir aus dem Awareness-Bereich, wodurch hauptsächlich die großen Agenturen mit sehr emotionsbasierten Kampagnen eingereicht haben. Die sind natürlich immer noch sehr willkommen, doch gibt es jetzt spezielle Kategorien, in denen sie einreichen können – ebenso wie für die kleineren, spezialisierten Agenturen.

medianet:
Haben dadurch dieses Jahr mehr Agenturen eingereicht als vergangenes Jahr?
Plank: Nein. Letztes Jahr war mit etwa 260 Einreichungen ein absolutes Rekordjahr. Die Situation heuer ist bei vielen Awards ähnlich: Vielen großen Agenturen ist es aufgrund von Sparmaßnahmen verboten, überhaupt zu einem Werbepreis einzureichen. Wir sind trotzdem unglaublich happy, denn es sind immerhin 188 Einreichungen geworden, obwohl wir mit weniger gerechnet hatten. Und wir konnten einige neue Agenturen gewinnen – unser Plan ist also aufgegangen.

medianet: Man merkt, wie viel Spaß der Vorstand trotz allem bei den Vorbereitungen hatte …

Plank: Ist das so? (lacht) Ich muss sagen, dass Cosima und ich den Vorstand schon mit dem ein oder anderen Stolpersteinchen übernommen haben. Jetzt sind wir aber ein großartiges Team und alle Beteiligten sind topmotiviert und haben wirklich viel Spaß an der Arbeit – darüber bin ich sehr froh. Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Geschäftsführung mit Ursula Gastinger und der Assistenz und Administration mit Kristina Csar. Bei dem ­Videodreh und den restlichen Vorbereitungen für den WebAd kam da auch sehr viel Erleichterung aus dem ganzen letzten Jahr heraus.
Serban: Wir hoffen, dass unsere Energie alle anderen mitreißt. Wir hoffen auf positive Reak­tionen und, dass die Leute, die uns sehen, sagen: ‚Wow, voll cool, da will ich auch ein Teil davon sein'.

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