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Dialogschmiede expandiert ins Ausland © Dialogschmiede

FührungsteamOliver Vogel, seit Oktober 2018 Geschäftsführer Dialogschmiede Wien, Jürgen Polterauer, Gründer und CEO der Dialog­schmiede, und Lars Winterstein, Geschäftsführer Dialogschmiede Berlin.

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FührungsteamOliver Vogel, seit Oktober 2018 Geschäftsführer Dialogschmiede Wien, Jürgen Polterauer, Gründer und CEO der Dialog­schmiede, und Lars Winterstein, Geschäftsführer Dialogschmiede Berlin.

Redaktion 24.05.2019

Dialogschmiede expandiert ins Ausland

Brückenschlag nach Deutschland: Die Dialogagentur hat nun auch eine Niederlassung in Berlin eröffnet.

Die Dialogagentur Dialogschmiede expandiert nach Deutschland. Im Interview erklären Jürgen Polterauer, Gründer und CEO der Dialogschmiede, Oliver Vogel, seit Oktober 2018 Geschäftsführer Dialogschmiede Wien, und Lars Winterstein, Geschäftsführer Dialogschmiede Berlin, u.a., welche Pläne sie für den deutschen Markt und die D-A-CH-Region haben.

 

medianet: Herr Polterauer, die Dialogschmiede hat jüngst eine Niederlassung in Berlin eröffnet. Warum der Brückenschlag nach Deutschland?
Jürgen Polterauer: Die Dialogschmiede ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen und hat sich als Spezialist für digitale Transformation, Data Driven Marketing und Marketingautomation in der Spitzenposition im österreichischen Markt etabliert. Mit rund 40 Mitarbeitern haben wir inzwischen eine Größe erreicht, die an die Grenzen der Tragfähigkeit des hiesigen Marktes stößt. Gleichzeitig betreuen wir schon seit Längerem Kunden auch in Deutschland und sind u.a. für IBM der wichtigste Implementierungspartner in diesem Markt. Da war es für uns jetzt ein logischer Schritt und der richtige Zeitpunkt, nach der Eröffnung einer Niederlassung in der Schweiz in 2017 auch nach Deutschland zu gehen, um uns so weitere Wachstumspotenziale zu erschließen und in der gesamten D-A-CH-Region präsent zu sein.

medianet:
Deutschland ist im Vergleich zu Österreich ein riesiger Markt mit einer sehr ausdifferenzierten Agenturlandschaft. Was ist das Angebot der Dialogschmiede für den deutschen Markt?
Lars Winterstein: Im Wesentlichen ist unser Angebot dasselbe wie im österreichischen Markt und in der Schweiz. Die Dialogschmiede hat sich in den letzten fünf Jahren konsequent den Marktherausforderungen gestellt und sich von einer Dialogmarketingagentur zu einem digitalen Agentur- und Beratungshaus transformiert. Wir bilden von der Strategie über Daten, Prozesse, Technologie und deren Implementierung bis zur Umsetzung und dem Betrieb der Systeme alle Bereiche der digitalen Transformation, des Data Driven Marketing und der Marketingautomation ab. Wir haben ein interdisziplinäres Spezialistenteam und langjährige Erfahrung aus über 500 Projekten in diesen Bereichen – das ist ein immenses Pfund, das wir in die Waagschale werfen können. Unser Vorteil ist unsere führende Expertise in diesen Bereichen und dass wir unseren Kunden das gesamte Leistungsspektrum, quasi end-to-end, aus einer Hand bieten können. Das ist für Unternehmen ein wichtiges Argument, mit uns zusammenzuarbeiten.

medianet: Herr Vogel, Herr Winterstein, Sie beide sind das neue Spitzentandem für die D-A-CH-Region und sollen gemeinsam das Agenturgeschäft der Dialogschmiede in Österreich, Deutschland und der Schweiz steuern und ausbauen. Wer übernimmt dabei welchen Part?
Oliver Vogel: Lars und ich ergänzen uns von unseren Profilen und unseren inhaltlichen Schwerpunkten sehr gut. Ich habe meine Wurzeln im Marken- und Marketing- bzw. Kommunikationsbereich und konzentriere mich auf die Verankerung der entsprechenden strategischen Anforderungen im Digitalisierungsprozess und digitalen Dialog als Basis für die neue Markenkommunikation. Lars fokussiert sich auf Aspekte wie die Transformation von Kunden- und Geschäftsprozessen, Organisationsentwicklung und Marktbearbeitung und Vermarktungsstrategien. Diese Bündelung von Marken- und Organisationsentwicklungs-Know-how und von strategischer und operativer Digitalisierung entlang von zentralen Customer-Touchpoints wie Marketing, Vertrieb und Customer Service steuern und bauen wir gemeinsam weiter aus.

medianet:
Welche Kunden betreut die Dialogschmiede bereits in Deutschland? Was sind die größten Herausforderungen für diese Unternehmen?
Winterstein: In Deutschland betreuen wir derzeit Xing, Intertoys, Karstadt Sports und Ernsting’s Family. Hier liegen zum Teil die Schwerpunkt in der direkten 1-to-1-Kommunikation. Wir suchen aber auch den Dialog mit Unternehmen, für die wir verstärkt im Omnichannel arbeiten können – entsprechend breit ist unser Leistungs- und Serviceportfolio. Über 70 Prozent unserer aktuellen Kunden sind Retainer-Kunden, für die wir also nicht projektbezogen, sondern auf langfristiger Basis arbeiten – ich denke, das sagt einiges über die Wahrnehmung unserer Arbeit und das Verständnis unserer Rolle als Marktbegleiter. Vogel: Grundsätzlich hat die Dialogschmiede Kunden in nahezu allen Branchensegmenten; in Deutschland liegt unser Augenmerk im Moment auf Telekommunikation und Pharma. Allen gemeinsam ist, dass professionelles datenbasiertes Marketing für viele Unternehmen, gerade kleinere und mittlere, eine echte Herausforderung darstellt.

medianet:
Was ist als Nächstes geplant?
Polterauer: Wir wollen mit der Dialogschmiede den deutschen Markt aufrollen und uns dort eine vergleichbare Position zu der hier in Österreich erarbeiten. Außerdem werden wir, so der Plan, noch einen zweiten Standort in Deutschland in 2019 eröffnen. Mit Zukäufen und Übernahmen in den unterschiedlichsten Bereichen in den letzten Jahren haben wir kontinuierlich daran gearbeitet, unser Angebot in den relevanten Bereichen abzurunden. Das haben wir jetzt im Wesentlichen erst einmal erreicht und dieses neue, ganzheitliche Netzwerkangebot werden wir demnächst vorstellen. Mehr will ich aber noch nicht verraten. (gs)

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