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Die größten PR-Sünden © Unlimited Communications

Stephan Scoppetta

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Stephan Scoppetta

Redaktion 05.10.2018

Die größten PR-Sünden

Stephan Scoppetta, Geschäftsführer Unlimited Communications GmbH, spricht über die größten Sünden in der PR-Branche.

WIEN. Als Geschäftsführer mit langjährigem journalistischen Hintergrund bringt Stephan Scoppetta, Geschäftsführer Unlimited Communications GmbH, sowohl eine Innen- wie eine Außensicht im PR-Bereich mit. An dieser Stelle spricht er über die größten PR-Sünden.

1. Das Thema Pressebilder

Häufig fragen Journalisten nach Fotos von der Geschäftsführung oder Projekten. Nachdem die Fotobudgets in den vergangenen Jahren auch bei den großen Medien gesunken sind, wird oft auf die unternehmenseigenen Bilder zurückgegriffen – eine Chance für jedes Unternehmen, die aber noch zu wenig wahrgenommen wird. Gut inszenierte Bilder von Produkten oder Vorständen haben eine deutlich höhere Chance, auch groß abgebildet zu werden. Auf die Auflösung achten!

2. Erreichbar nur bis 17 Uhr?

Ja, es ist nicht immer einfach, freitags um 17 Uhr Presseanfragen zu beantworten. Doch dafür sind Pressestellen, als Aushängeschild des Unternehmens, schließlich da. Wer Journalisten tagelang gekonnt ignoriert, tut der eigenen Firma keinen Gefallen. Denn die Journalisten werden beim nächsten Mal mit dem in Kontakt treten, der sich verlässlich zurückmeldet.

3. Hilfe bei Artikeln

Journalisten mögen es meist nicht, wenn auf ihre Artikel direkter Einfluss genommen wird. Abstimmen, etwa bei Advertorials, ist okay. Auch bei längeren Interviews kann man noch einmal über Formulierungen sprechen. Artikel aber gegenzulesen und ganz umschreiben zu wollen, ist ein No-Go.

4. Die Mitleidsmasche

PR-Verantwortliche stehen oft unter dem Druck, Stories ihrer Klienten platzieren zu müssen. Besser, als in den Redaktionen „betteln” zu gehen, ist es allerdings, spannende und interessante Themen zu finden.

5. Die Informationssperre

Gerade in Krisensituationen neigen viele Unternehmen dazu, keine Informationen nach außen zu geben. Doch das ist Treibstoff für Spekulationen. Die Folge sind fehlerhafte Berichte und Mutmaßungen, die sich ihren Weg in die Medien bahnen. Transparente und mutige Kommunikation im Krisenfall ist oft sinnvoller, als Tarnen und Täuschen.

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