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„Die Türe zu neuen, exklusiven Contentwelten” © Patricia Weisskirchner
© Patricia Weisskirchner

Redaktion 11.03.2022

„Die Türe zu neuen, exklusiven Contentwelten”

Stream und linear: Vivendi lanciert in Österreich mit Canal+ und Canal+ First „das erste echte hybride Fernsehangebot des Landes”, so Philipp Böchheimer.

••• Von Dinko Fejzuli und Josephine Wolfram

WIEN. Am 15. März 2022 tritt Canal+ mit einem neuen Streaming-Angebot in den österreichischen Fernseh-Markt ein. Gleichzeitig feiert Canal+ aus dem französischen Konzern Vivendi an diesem Tag sein Debüt mit dem neuen TV-Sender „Canal+ First”. In Kooperation mit A1 findet der neue Sender im Programm-Bouquet des heimischen Netzbetreibers Platz und zwar auf jenem Kanal, den bisher der A1-Sender A1now innehatte. Anlässlich des Starts sprach medianet mit Philipp Böchheimer, dem Geschäftsführer der Canal+ Austria GmbH.

Dieser meint auch gleich zu Beginn des Gesprächs: „Die Türe zu neuen, exklusiven Content-welten hat sich nun geöffnet, und ganz Österreich hat den Schüssel dazu.” Das neue Angebot bedeute für die österreichischen TV-Konsumenten „eine riesige, auf Europa fokussierte, Angebotsvielfalt von Filmen und Serien aus allen Genres – und damit eine spannende Alternative zu den US-Anbietern”, ergänzt Böchheimer.

Komplettes Angebot

Böchheimer spricht hier vom „ersten echtem hybriden Fernsehangebot” und präzisiert: „Sie können sich entspannen und das Programm unseres linearen Senders einfach genießen, oder über die Canal+ Streaming-App Ihre Lieblingsfilme und Lieblingsserien selbst auswählen, zu Hause am TV oder unterwegs am Mobilgerät.” Canal+ will so dem Seher ein komplettes Angebot bieten.

Im Prinzip möchte Böchheimer damit „das gesamte Nutzerverhalten von Lean Back und Lean Forward abdecken und somit die Bedürfnisse in allen Altersgruppen flexibel erfüllen. „Mit dem linearen Kanal unterscheiden wir uns von anderen Streaming-Anbietern. Wir sind aber auch nicht vergleichbar mit dem Angebot anderer TV-Sender in Österreich, die sich im Bereich On Demand eher auf Mediatheken beschränken.”

Österreich-Content

Auf dem linearen Sender Canal+ First werden parallel zum Streaming-Angebot zahlreiche europäische Serien, Dokumentationen und Filme, wie auch internationale Blockbuster und österreichische Eigenproduktionen zu sehen sein.

Böchheimer weiter über das Österreichische an Canal+ bzw Canal+ First: „Das Besondere an unserem Angebot ist, dass sich hier ein hochspezialisiertes österreichisches Team um die österreichischen TV-Konsumentinnen und Konsumenten kümmert. Wir stimmen laufend unseren Content auf die Bedürfnisse des heimischen Publikums ab und können dabei zusätzlich aus dem weltweiten Pool an exklusiven Inhalten von Canal+ schöpfen.”
Als Beispiel für solche heimischen Eigenproduktionen nennt Böchheimer die zwei Formate „AUX” und „Was geht”. Das eine ist ein Magazin für Music und Culture und das andere ein wöchentliches News-Format, eine Kooperation mit der Kleinen Zeitung.

Wer ist die Zielgruppe?

Auf eine bestimmte Zielgruppe möchte sich Canal+ wiederum nicht einschränken: „Grundsätzlich ist es so, dass wir die Jungen mit dem On Demand-Angebot ansprechen wollen, aber gleichzeitig gibt es am oberen Rand der Altersgruppen sehr viele, die noch auf kein Streaming-Service zugreifen und diese möchten wir auf unser Angebot aufmerksam machen”, so Böchheimer.

Canal+ ist also offen für den gesamten österreichischen Markt, so Böchheimer. Generell seien „Gespräche mit anderen Netzanbietern bereits am Laufen und Kooperationen werden bestimmt relativ rasch folgen”.

Programm & Inhalte

Bezüglich des Programmangebots möchte Canal+ einen besonderen Fokus auf Entertainment setzen und ihn um österreichische und europäische Eigenproduktionen ergänzen. Auch Lifestyle-Content und andere Formate sollen in Zukunft entwickelt und in das Programm eingepflegt werden.

Zusätzlich werde ein breites Spektrum von Serien und Filmen zu sehen sein, wie etwa „Countdown Copenhagen”, „Der Giftanschlag von Salisbury”, „Meine geniale Freundin”, „Shining Vale”, „Fleabag”, „Vernon Subu­tex”, „Trust me” und „Roadkill”.
Im Hinblick auf Produktions-Kooperationen schließt Böchheimer eine Zusammenarbeit mit anderen nicht aus: „Wenn beispielsweise der ORF mit Netflix koproduziert, spricht nichts dagegen, dass auch wir koproduzieren könnten.”
Ein Abonnement für den Streaming-Dienst Canal+ kostet 8,99 € pro Monat. Pro Abo sind drei Streams und fünf Geräte gleichzeitig möglich. In der App von Canal+ wird auch der lineare Sender ebenfalls verfügbar sein. Canal+ möchte mit Canal+ First „ein Komplettangebot schaffen, welches es dem Konsumenten erleichtern soll, seine Bedürfnisse vollständig abzudecken”, so Böchheimer. Das Team hinter Canal+ Österreich setzt sich aus der ehemaligen A1now-Crew zusammen und wurde ergänzt um Expertinnen und Experten aus der Canal+-Gruppe und einigen neuen Mitarbeitern.

„Produzieren in Österreich”

„Unser Team unterscheidet uns ganz klar von anderen globalen Anbietern”, so Böchheimer. „Wir haben Personen, die in Wien sitzen und das Programm koordinieren und in Zukunft aus Österreich produzieren und steuern. Mit einem lokalen Team soll ein interessantes Produkt geschaffen werden.” Das Ziel des Geschäftsführers der Canal+ Austria GmbH ist es, „in den nächsten Jahren einiges auf die Beine zu stellen und schneller und unkomplizierter zu agieren als manch andere Marktteilnehmer”, so Böchheimer abschließend.

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