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Die Zukunft des Radios ist hybrid © Foto Weinwurm

Radio Digital Wolfgang Struber ist Radio Arabella- Geschäftsführer und stv. Obmann Digitalradio Österreich.www.digitalradio-oesterreich.com

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Radio Digital Wolfgang Struber ist Radio Arabella- Geschäftsführer und stv. Obmann Digitalradio Österreich.www.digitalradio-oesterreich.com

23.10.2015

Die Zukunft des Radios ist hybrid

Die Hörerinnen und Hörer entscheiden selbst, wie sie Radio hören.

Gastkommentar ••• Von Wolfgang Struber

HÖRERWILLEN. Ein Privatradio-Kollege erklärte jüngst in medianet, dass DAB+mit der Digitalisierung des Radios nichts zu tun hätte. Warum? Weil – fälschlicherweise – mit DAB+ die zwangsweise Umstellung von UKW verbunden und die Zukunft des Radiokonsums offenbar ausschließlich im Internet gesehen wird.

Unsere Überzeugung ist: Die Zukunft des Radios ist hybrid. Unsere Hörer suchen sich ihr Programm dort, wo sie im Moment das Beste für sich finden, sei es digital-terrestrisch oder im Internet. UKW ist allerdings eine Übertragungstechnologie, die keine weitere Entwicklung mehr erlaubt – die Zahl der Programme und die Marktverhältnisse sind einzementiert – ein Grund, warum innovative Technologien sowie die Etablierung des Radioökosystems der Zukunft oft verhindert werden sollen.

Keine Angst vor neuen Technologien

Wir sind überzeugt davon, dass man sich nicht vor neuen Technologien fürchten muss, solange man ein gutes Programm anbieten kann. Die Radiohörer sollen ihr perfektes Angebot finden, egal auf welchem Verbreitungsweg. Kommt das Signal via Mobilfunkmast oder über die Antenne? Dem Hörer ist das letztendlich einerlei. Die Qualität muss stimmen, und diese ist mit DAB+ im Vergleich zum Streaming konstant zuverlässig im Empfang und günstig bei den Kosten.

Es gibt noch viele weitere Vorteile von DAB+, die unsere Hörer überzeugen: Mehr Vielfalt, mehr Interaktivität, mehr Qualität, mehr Sicherheit. Allein jetzt sind 15 Programme im Großraum Wien on air, teils ­Angebote, die ausschließlich auf DAB+ zu hören sind ­– von Klassik über Rock, Schlager, Filmmusik, „jugendfreies” Radio bis zu Wissenschaftsprogrammen.
Wer außerdem den absolut rauschfreien 5.1-Surround-Klang mit DAB+ einmal erlebt hat, will nicht mehr darauf verzichten. DAB+ macht Radio wieder interessant und zukunftsfähig.
Radiobetreiber sollen in Zukunft erfolgsorientiert und konsequent nach dem Credo „Compete in Content, Cooperate in Technology” agieren und in ihre Programme vertrauen. Gemeinsames Ziel aller Broadcaster muss sein, den Hörfunk dual weiterzuentwickeln.

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