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Differentiate or die! © Rawpixel

Unikat Wer sich in Zeiten Tausender Marken und kommunikativer Überfrachtung nicht differenziert, bleibt unbeachtet.

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Unikat Wer sich in Zeiten Tausender Marken und kommunikativer Überfrachtung nicht differenziert, bleibt unbeachtet.

Gastkommentar Stefan Pagitz 05.10.2018

Differentiate or die!

Unternehmen brauchen eine Einzigartikeit des ­Markenversprechens, sonst gehen sie unter.

Gastkommentar ••• Von Stefan Pagitz

EINZIGARTIGKEIT. In Zeiten der Digitalisierung gibt es für immer mehr Menschen immer mehr Möglichkeiten. Man kann neue Berufe erlernen, Produkte auf unterschiedliche Arten verkaufen, man kann unendlich viele Medien nutzen, sich mit unglaublich vielen Menschen vernetzen. Man kann von seinem Laptop oder Smartphone über Web-Cam an die entlegensten Orte reisen oder überall auf der Welt online einkaufen.

Gleichzeitig wird durch die globale Verfügbarkeit die Unübersichtlichkeit von praktisch allem ins Unermessliche gesteigert. Wir nehmen die Welt oberflächlicher wahr, Kommunikation spielt sich in immer stärkeren Maße virtuell ab. Die persönliche Kommunikation verflacht, alles wird schemenhafter wahrgenommen, bei Zeitungen werden oftmals nur die Headlines gelesen. Wohin wird das noch führen? Was kommt da auf uns zu?

Frage nach Einzigartigkeit

Es gibt in der Kommunikationsbranche seit geraumer Zeit einen Ausspruch, ein Zitat, das gerade in Zeiten der Vereinfachung und Oberflächlichmacherei von immer größer werdender Bedeutung wird: Differentiate or die!

Dieser Ausspruch ist aus dem Jahr 2000, also aus einer Zeit, als wir noch mit einem Bruchteil an Kommunikation und medialer Überfrachtung konfrontiert waren. Er stammt von Jack Trout (Unternehmer und Eigentümer des strategischen Marketingbüros Trout & Partners) und steckt ein unmissverständliches Apodiktum in diesen Imperativ. Die Frage nach der Einzigartigkeit des Markenversprechens soll gerade in Zeiten der kommunikativen Überfrachtung bei allen Unternehmen eine klare Antwort ergeben. Die voranschreitende Digitalisierung macht diesen Kernsatz der Markenkommunikation noch dringlicher.

Klares Markenversprechen?

Menschen halten sich nicht mehr länger mit Informationen auf, die sie nicht interessieren. Eigenständige, relevante, überraschende Markenbotschaften sind diejenigen, die angeklickt und nicht weggeklickt werden. Das sind Botschaften, die bei den Menschen hängenbleiben. Und Menschen dazu bringen können, sich in entscheidenden Situationen bewusst oder unbewusst für die Marke X oder Y zu entscheiden.

Hat Ihr Unternehmen ein solches klares Markenversprechen? Können Sie es in einem plakativen Satz darbringen? Werden durch Ihre Markendefinition wie von selbst Emotionen hervorgerufen, entstehen Bilder bei den Menschen im Kopf, und werden Gefühle vermittelt, die nur Ihre Marke in Ihrer Kategorie vermitteln kann?
Wenn nein, dann kennen Sie die Stärken Ihrer Marke, ja Ihres Unternehmens nicht.
Dann wird es Zeit, intensiv daran zu arbeiten, sich von ihrem Mitbewerb zu differenzieren. Sonst, siehe oben!

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