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Digitale Fairness als Dialogreihe © Christian Jobst

Digital-TalkMarcus Grausam (A1), Dieter Siegel (Rosenbauer), Michael Zettel (Accenture), Harald Waiglein (BMF), Alexandra Vetrovsky-Brychta (iab austria), Walter Hitziger (Österreichische Post), Harald Gutschi (Unito).

© Christian Jobst

Digital-TalkMarcus Grausam (A1), Dieter Siegel (Rosenbauer), Michael Zettel (Accenture), Harald Waiglein (BMF), Alexandra Vetrovsky-Brychta (iab austria), Walter Hitziger (Österreichische Post), Harald Gutschi (Unito).

Redaktion 13.07.2018

Digitale Fairness als Dialogreihe

Auftakt der neuen Veranstaltungsserie von iab austria und Handelsverband im weXelerate Innovation Hub.

WIEN. Zu Beginn der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft (ab 1. Juli) starten das interactive advertising bureau austria und der Handelsverband den „Digital Fairness Dialog”, um aktiv mit der Politik ins Gespräch zu treten und zukunftsfähige Lösungen für die Digitalwirtschaft zu erarbeiten. Künftig sollen im Rahmen der hochkarätig besetzten Veranstaltung Zukunftsfragen in den Bereichen Online und Digitalisierung thematisiert werden und ein konkreter Umsetzungsplan in enger Zusammenarbeit mit der Politik erarbeitet werden.

Risiko gering halten

„Nur gemeinsam können wir die Risiken für den Standort gering halten. Gemeinsam mit der Bundesregierung möchten wir einen strukturierten Dialog starten, um Österreichs Rolle bei Digitalisierungsthemen zu stärken”, begrüßt iab-austria-Präsident André Eckert (Russmedia ­Digital).

„Digitale Geschäfte erfordern weder eine physische Präsenz in der Region, noch spielen nationale Grenzen eine große Rolle. Umso mehr braucht die digitale Wirtschaft klare gesetzliche Rahmenbedingungen und eine faire steuerliche Erfassung, um den Steuervorteil gegenüber der traditionellen Wirtschaft auszugleichen. Der Vergleich macht sicher. Während klassische Unternehmen im europäischen Schnitt 23 Prozent an Steuern zahlen, liefern ausländische digitale Großkonzerne im EU-Schnitt nur neun Prozent an Steuern ab. Fördern wollen wir hingegen die Entwicklung von Fintech-Unternehmen aus Österreich. Sie brauchen eine positive Stimulanz, um Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten”, stellt Finanzminister Hartwig Löger fest.

Neue Ideen fördern

Im Bereich Fintechs hat das Finanzministerium bereits einen Expertenrat in Zusammenarbeit mit Start-ups, internationalen Playern und etablierten Institutionen wie der Oesterreichischen Nationalbank gegründet. Aus dieser Gruppe heraus wird bis Jahresende ein Rahmenmodell entwickelt, das neue Geschäftsmodelle fördert und eine neue Regulatorik dafür entwickelt. Diese Regulatorik soll sich an die Entwicklung der Geschäftsmodelle anpassen und sich mit der digitalen und technischen Entwicklung verändern.

Ideale Digital-Chancen

Accenture Österreich Country-General Manager Michael Zettel fasst die digitale Entwicklung Österreichs zusammen: „Österreich hat ideale Voraussetzungen, um zu den Digitalisierungsgewinnern zu gehören.” Er ist überzeugt davon, dass diese Technologie alle Branchen verändern wird, und sieht in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing und Internet der Dinge dringenden Handlungsbedarf, damit Österreich von den Entwicklungen nachhaltig profitieren kann. Als Weltmarktführer in der Nische und mit den zahlreichen Hidden Champions hat Österreich einen Wettbewerbsvorteil, wenn diese ihre Kompetenz mit neuen Technologien zusammenführen. „Regional Champions kennen ihre Kunden und Märkte besser als Digitalgiganten”, betont Zettel abschließend und warnt ebenfalls vor sinnwidriger Überregulierung wie durch die EU-Datenschutzgrundverordnung. (red)

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