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Digitale Zukunft © APA / Florian Wieser

Alexandra Föderl-Schmid, Medienmanager Gerhard Zeiler und Staatsoperndirektor Bogdan Roščić im Talk.

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Alexandra Föderl-Schmid, Medienmanager Gerhard Zeiler und Staatsoperndirektor Bogdan Roščić im Talk.

Redaktion 23.09.2022

Digitale Zukunft

29. Medientage: Von düsteren Aussichten bis zu positiven Prognosen im Expertentalk-Reigen.

••• Von Petra Stückler

WIEN. Die österreichischen Medien, wie ziemlich alle Medien der westlichen, demokratisch geprägten Welt, seien derzeit besonders gefordert: Digitalisierung, Vertrauensverlust, Fake News, Deepfake News, Filterblasen, Twitterbubbles und steigende Produktionskosten durch den Krieg. Ernste Worte gab es bei den Medientagen immer wieder zu hören – sei es von Neal O’Rourke, Geschäftsführer von Sky Österreich, der am Pay TV-Markt ein unsicheres, schwieriges kommendes Jahr verortet. Aber auch Medienmanager Gerhard Zeiler und Staatsoperndirektor Bogdan Roščić sehen große Baustellen und politischen Handlungsbedarf bei den ORF-Gebühren, der „blauen” Seite ORF.at und auch was die Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks generell betrifft. Zu den digitalen Möglichkeiten des ORF gefragt meinte Zeiler: „Wenn man den ORF zerstören will, gibt man ihm keine digitale Zukunft.”

Offen für Kooperationen

Markus Mair, CEO der Styria Media Group und Präsident des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ), zeigte sich offen für Zusammenarbeit im Technologie- und Strukturbereich. Dort gebe es „mannigfaltige Kooperationsmöglichkeiten”, die auch noch nicht ausgeschöpft seien.

Aber sollten Medienmarken und deren Journalistinnen und Journalisten den Medienmarkt weiterhin mit ihrer Unabhängigkeit und Individualität prägen, sah er keinen Raum für „journalistischen Einheitsbrei”, und gab der Nachfrage, wie er die Idee von Alexander Wrabetz fände, die Printmedien auf ORF.at einzubinden, eine klare Absage. „Bürgerinnen und Bürger müssen die Möglichkeit haben, mehrere Meinungen zu lesen”, so Mair.

Große Themekomplexe

Im Laufe der Medientage wurden die großen Bereiche „Politik und Gesellschaft”, „Märkte und Mächte”, „Journalismus und Content” und „Technologie und Transformation” in einem Expertentalk-Marathon abgearbeitet. Fazit? Um es frei nach den Worten des Vorstandsmitglieds der Erste Bank Holding, Hikmet Ersek, zu sagen: „Wir sind nicht klein, wir können viel erreichen. Und Themen, die derzeit auf die Medien- und Werbebranche warten, gibt es genügend. Pandemie, Krieg, Klimawandel, Fachkräftemangel. To be continued bei den 30. Medientagen.

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