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Energieautonom © Rohndo Ganahl

Modellansicht des Kraftwerksprojekts von Rondo Ganahl, Gemeinde Frastanz, Brauerei Frastanz und E-Werk Frastanz.

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Modellansicht des Kraftwerksprojekts von Rondo Ganahl, Gemeinde Frastanz, Brauerei Frastanz und E-Werk Frastanz.

Redaktion 18.11.2022

Energieautonom

Die Vorbereitungen für den Bau eines Reststoffkraftwerks bei Rondo Ganahl in Frastanz sind gestartet.

••• Von Britta Biron

FRASTANZ. Ende Juni wurde das Projekt „Energieautonomie Frastanz”, dessen Kernelement ein Reststoffkraftwerk auf dem Werksgelände der Rondo Ganahl AG ist, vorgestellt; kürzlich vergab Rondo den Auftrag für das Pre-Engineering. Spätestens Anfang 2023 sollen die technischen Unterlagen und Detailpläne beim Land Vorarlberg eingereicht werden.

Parallel dazu laufen bereits Gespräche mit der Gemeinde Frastanz sowie dem Land Vorarlberg zu notwendigen Flächenumwidmungen in Bezug auf die damit einhergehende Neugestaltung des Firmenparkplatzes.

DIY statt Gas aus Russland

Hubert Marte, Vorstandsvorsitzender der Rondo Ganahl AG, ist von der Bedeutung und Notwendigkeit des Projekts überzeugt: „Es ist hoch an der Zeit, dass wir unsere Energieversorgung auf neue Beine stellen und damit Verantwortung für unsere Mitarbeitenden und Kunden übernehmen. Mit diesem Kraftwerk reagieren wir auf die Unsicherheiten bei der Gasversorgung, machen uns als Unternehmen energietechnisch autark und setzen einen entscheidenden Schritt raus aus fossilem Erdgas.”

Rondo benötigt derzeit jährlich rund 14 Mio. m³ Gas bzw. 150 GWh thermische Energie. Das Kraftwerk ist auf eine Jahresmenge von rund 200 GWh ausgelegt und wird mit gewerblichen Reststoffen betrieben.
Rund ein Drittel der dafür benötigten Reststoffmenge von 35.000 t wird aus Abfällen der Papierproduktion kommen, der Rest von lokalen Entsorgungsbetrieben. Immerhin fallen in Vorarlberg jährlich ca. 100.000 t derartiger Reststoffe an, die derzeit noch im benachbarten Ausland energetisch verarbeitet werden.

Lokale Partner

Neben Rondo selbst sollen auch weitere Betriebe Wärmeenergie aus dem Kraftwerk beziehen können, allen voran die Brauerei Frastanz als direkter Nachbar und Projektpartner. Darüber hinaus könnten bis zu 500 private Haushalte profitieren, wenn das Frastanzer Nahwärmenetz ausgebaut und das Kraftwerk, das bis Ende 2025 fertiggestellt sein soll, eingegliedert wird.

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