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Gerade jetzt ist Werbung angesagt © Zugkraft

305 digitale Outdoor-Werbeflächen und mehr als 1.000 Indoorscreens betreibt Zugkraft derzeit österreichweit.

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305 digitale Outdoor-Werbeflächen und mehr als 1.000 Indoorscreens betreibt Zugkraft derzeit österreichweit.

Redaktion 30.04.2020

Gerade jetzt ist Werbung angesagt

Die Außenwerbungsbranche hat es derzeit schwer, die Wiederkehr des öffentlichen Lebens bringt aber Chancen.

••• Von Sascha Harold

WIEN. Eine Branche, die in der aktuellen Corona-Situation besonders unter Druck gerät, ist die Außenwerbungsbranche. Wenn das öffentliche Leben durch Ausgangsbeschränkungen heruntergefahren wird, sinken auch die Werbeausgaben für Plakate und Digital-out-of-home (DOOH)-Flächen. Martin Platzer, Geschäftsführer des österreichischen Vermarkters Zugkraft, schildert die Herausforderungen seiner Branche: „Ich denke, dass die gesamte Außenwerbebranche hohe Verluste erlitten hat. Viele heimische Unternehmen brauchen jetzt dringend Liquidität.”

Lichtblick voraus

Die versprochenen Hilfsleistungen der Bundesregierung sieht er grundsätzlich positiv, erkennt aber auch die Probleme: „Die Bundesregierung hat zwar ein umfassendes Hilfsprogramm gestartet, aber bei der Umsetzung hakt es leider. Die Gespräche mit den Banken scheinen jedenfalls schwierig und die Gelder fließen sehr langsam.”

Mit Blick auf das eigene Geschäft ist die Situation zwar angespannt, die angekündigten Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen ab Mai geben aber Grund zur Hoffnung: „Die Gespräche mit unseren Kunden zeigen, dass die meisten werbenden Unternehmen noch etwas zurückhaltend sind und abwarten, wie sich die Lockerungen auf ihre Umsätze auswirken werden.” Nachdem im März noch viele Buchungen storniert wurden, zeigt sich Platzer mit Blick auf die nächsten Wochen und Monate vorsichtig optimistisch: „Einige denken daran, ‚antizyklisch' zu werben, weil es sich in vergangenen Krisenzeiten gezeigt hat, dass Unternehmen, die auch während einer Krise oder schnell danach geworben haben, besser aus dieser wieder hervorgegangen sind.”
Kommunikation und Werbung zählen häufig zu den ersten „Opfern” einer Krise, sind aber gerade jetzt wichtig. Zugkraft versucht jenen, die überlegen antizyklisch zu investieren, Anreize zu bieten. „Wir haben speziell für die heimischen KMUs eigene ‚Durchstarterpakete' geschnürt, die es Unternehmen erlauben sollen, ihr Geschäft preiswert und schnell wieder anzukurbeln. Wir schenken unseren Kunden 50 Prozent ihrer Werbeausgaben und möchten sie damit beim Durchstarten besonders unterstützen”, erläutert Platzer. Im Mai sollen weitere „Hilfspakete” für die werbenden Kunden folgen.

Regionale Wertschöpfung

Eine zweite Karte, auf die Zugkraft jetzt setzen will, ist die Wichtigkeit regionaler Wertschöpfung. „In Zeiten wie diesen sollen sich österreichische Unternehmen gegenseitig unterstützen. Und Zugkraft ist nicht nur ein 100% österreichisches Unternehmen, Zugkraft vermarktet auch 23 regionale Außenwerbetreibende in ganz Österreich.” Auch wenn der Blick in die Zukunft schwer ist, lässt die derzeitige Entwicklung hoffen, dass es zu einem baldigen Neustart des öffentlichen Lebens kommt und sich damit auch die Werbebranche rasch wieder erholen wird. Für Platzer könnte gerade jetzt die Zeit sein, in Außenwerbung zu investieren: „Nachdem sich die Menschen wahrscheinlich sogar mehr als sonst im Freien aufhalten werden und vor allem der Individualverkehr zunehmen wird, spricht einiges für verstärkte Werbespendings im Außenwerbebereich.”

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