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Homeoffice oder Büro? © Eliza Filby

Eliza Filby sprach beim Open House von Accenture über die Herausforderung für hybrides Arbeiten bei unterschiedlichen Generationen.

© Eliza Filby

Eliza Filby sprach beim Open House von Accenture über die Herausforderung für hybrides Arbeiten bei unterschiedlichen Generationen.

Redaktion 17.09.2021

Homeoffice oder Büro?

Die Pandemie gestaltet die Zukunft der Arbeit neu – Fazit: Die Ansprüche der unterschiedlichen Generationen sind sehr divers.

WIEN. „Mind the Gap: Über die Herausforderung der Zusammenarbeit einer Mehrgenerationen-Gesellschaft im hybriden Zeitalter des Arbeitens”: Spannender und aktueller hätte das Thema kaum sein können, das die renommierte britische Speakerin Eliza Filby anlässlich des Open Houses von Accenture in den neu eröffneten Accenture Interactive Studios in Wien diese Woche beleuchtete.

Neue, flexible Arbeitswelt

Hybrides Arbeiten sei die Zukunft, jedoch hätten die verschiedenen Generationen unterschiedliche Vorstellungen davon, wie das neue, flexible Arbeiten aussehen soll, so Filby.

„Durch Covid-19 fühlen sich Babyboomer verwundbar, während die Generation Z vertane Chancen, Lernmöglichkeiten und auch Einschränkungen der psychischen Gesundheit erlebte. Die Generation Z hatte die größten Schwierigkeiten, aus dem Homeoffice zu arbeiten und würde am liebsten wieder ins Büro zurückkehren”, so die Expertin. In ihrem Vortrag beschrieb sie vier völlig unterschiedliche Generationen, jede mit unterschiedlichen Erfahrungen, Werten und Erwartungen an die Zukunft. „Zwei Drittel der Generation Z wollen in einem Büro arbeiten, da ihnen dies ein Gefühl von Zugehörigkeit und Zielsetzung vermittelt und ihre Produktivität und Motivation steigert”, sagte Filby.

Babyboomer für Homeoffice

Im Gegensatz dazu seien Generation X und Babyboomer die größten Befürworter der Telearbeit: „21,4 Prozent der Generation X und der Babyboomer wollen Vollzeit im Homeoffice arbeiten – fast 200 mehr als die Generation Z und 50 Prozent mehr als die Millennials!”. Die Gen Z vermisse vor allem Büro- und Stadtkultur: Besprechungsräume, Veranstaltungen, kostenlosen Kaffee und Essen, Fitnessstudio, gutes WiFi, soziale Interaktion und konzentrierte Arbeitsbereiche.

Und die Millennials? „Fast 45 Prozent der Millennials würden gerne vom Ausland aus arbeiten, wenn sie nicht im Büro sind”, so Filby. Was alle eint: „Alle Generationen haben es genossen, nicht zu pendeln, mehr zu sparen und mehr Zeit mit ihren Lieben zu verbringen”, fasste die Expertin zusammen.

Erfolgsfaktor für Betriebe

„Die Kluft zwischen den Generationen war bereits prä-pandemisch am Arbeitsplatz erkennbar und ist nach der Pandemie noch akuter geworden: Die Altersvielfalt ist aber ebenso wichtig wie die geschlechtsspezifische und ethnische Vielfalt, wenn es darum geht, das Endergebnis eines Unternehmens zu beeinflussen”, so Filby.

„Alle Unternehmen benötigen diese Mischung aus Erfahrung und Einfallsreichtum und können es sich nicht leisten, eine Kultur der Altersdiskriminierung zu schaffen – weder für die Alten noch für die Jungen.” Denn: „Die Unternehmen, die sich schnell auf die neue Ära des hybriden Arbeitens einstellen, werden die besten der neuen Talente bekommen. Sie werden auch die besten der erfahreneren Talente bekommen, die Unternehmen verlassen haben, die dies nicht in Betracht gezogen haben”, so Filby.
Ihr Fazit: Die Zukunft der Arbeit wird neu gestaltet. „Mind the Gap will zu dieser Diskussion beitragen und ruft dazu auf, die Dichotomie Homeoffice vs. Büro hinter uns zu lassen und eine Arbeitskultur anzustreben, die sowohl die ältere als auch die jüngere Generation miteinbezieht.”
Mehr zu den Themenbereichen Bildung, Beruf & Karriere lesen Sie in medianet careernetwork ab Seite 75. (red)

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