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Im Kampf gegen Desinformation © APA/AFP/Emmanuel Dunand

Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, veranstaltet am 19. März in Brüssel eine hochrangige Konferenz zum Thema Medien­kompetenz anlässlich der European Media Literacy Week.

© APA/AFP/Emmanuel Dunand

Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, veranstaltet am 19. März in Brüssel eine hochrangige Konferenz zum Thema Medien­kompetenz anlässlich der European Media Literacy Week.

Redaktion 15.03.2019

Im Kampf gegen Desinformation

Medienkompetenz: Die erste European Media Literacy Week widmet sich der Bekämpfung von Desinformation.

WIEN/BRÜSSEL. Von 18. bis 22. März findet EU-weit die European Media Literacy Week statt. Die neue Initiative der Europäischen Kommission widmet sich der gesellschaftlichen Bedeutung von Medienkompetenz und fördert Initiativen und Projekte rund um das Thema Bekämpfung von Desinformation.

In der dritten Märzwoche finden daher sowohl in Brüssel als auch in den Mitgliedsstaaten zahlreiche Veranstaltungen rund um das Thema Medienkompetenz statt – so auch in Wien.

Plan gegen Desinformation

Unter Desinformation sind falsche beziehungsweise irreführende Informationen zu verstehen, die aktiv in Umlauf gebracht werden, um wirtschaftliche oder politische Agenden zu setzen und damit die Öffentlichkeit zu beeinflussen. Die European Media Literacy Week ist eine Initiative im Rahmen des Aktionsplans der EU-Kommission gegen ebendiese Desinformation, der insbesondere in Anbetracht der EU-Wahlen am 26. Mai die Verbreitung von falschen Informationen und deren Einfluss auf die Wähler verhindern soll.

Der Aktionsplan stützt sich auf vier Schwerpunkte, die dabei helfen sollen, gezielte Desinformation zu bekämpfen: Zunächst sollen die Möglichkeiten der EU-Institutionen, Desinformation zu erkennen und zu analysieren, verbessert werden. Zudem sollen sich Union und Mitgliedsstaaten besser koordinieren, wenn es um die Reaktion auf Desinformation geht, und zusätzlich auch der private Sektor besser auf diesem Gebiet geschult werden. Zuletzt soll der Aktionsplan das allgemeine Bewusstsein für Desinformation und die Resilienz der Bürger in Bezug auf dieses Thema fördern.
Anstrengungen der Europäischen Union, Desinformation gezielt zu bekämpfen, fanden bereits in den Vorjahren statt. In Anbetracht der jüngsten Ereignisse – Stichwort Fake News – hat die Kommission ihr Budget für die Anti-Desinformationsinitiative im Vergleich zum Vorjahr allerdings mehr als verdoppelt – und zwar auf fünf Mio. €. Zusätzlich werden im Laufe des Jahres etwa 50 neue Mitarbeiter eingestellt, die sich dem Thema Desinformation widmen werden.

Eine Woche Medienkompetenz

Neben von der Europäischen Kommission veranstalteten „offiziellen” Veranstaltungen – wie der Eröffnungskonferenz mit der EU-Kommissarin für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Mariya Gabriel – kann jeder Interessierte im Rahmen der European Media Literacy Week Events zum Thema Medienkompetenz und Desinformation organisieren und auf der Website der Europäischen Kommission eintragen.

In Wien etwa veranstaltet der ORF am 18. März eine Public Value Lecture zum Thema „Media Literacy statt Fake News: Die Europawahlen 2019 im Österreichischen Rundfunk”: ORF 2- Channelmanager Oliver Ortner diskutiert mit Klaus Unterberger vom Public-Value-Kompetenzzentrum und Gisela Reiter, Research & Teching Associate der FH Wien der WKW, über medienpolitische Fragen und Herausforderungen der Europawahlen für die Qualitätsmedien. (ls)

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