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Impulse und Zukunftsvisionen © Alissar Najjar
© Alissar Najjar

Redaktion 29.04.2022

Impulse und Zukunftsvisionen

Der PRVA bat mit IFES 255 Mitglieder um ihre Einschätzung zu den bisherigen und künftigen Tätigkeiten des Verbandes.

••• Von Petra Stückler

WIEN. Der PRVA will ganz genau wissen, was seine Mitglieder bewegt. Deshalb hat man gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut IFES mittels Online-Interviews erhoben, wie es um die Zufriedenheit mit dem Verband im Allgemeinen und mit den einzelnen Tätigkeitsbereichen bestellt ist. Die Befragung wurde in den ersten Monaten des Jahres 2022 durchgeführt.

Herausgekommen ist eine Standortbestimmung, welche die Wünsche der Mitglieder an ihren Verband deutlich macht, wobei die Mehrheit hinter den Aktivitäten des Verbandes steht, denn rund 58% der befragten Mitglieder sind einverstanden und zufrieden mit der derzeitigen Arbeit des PRVA.

Viele Namen für das Eine

Wenn es um die Selbsteinschätzung der Fachleute geht, gibt es eine auffallende Varianz an Begrifflichkeiten, die die jeweiligen Tätigkeiten benennen. Public Relations, PR, Öffentlichkeits­arbeit, Corporate Communications wurden unter anderen genannt.

Ein nicht ganz überraschendes, aber sehr deutliches Ergebnis ergibt sich aus den Fragen, welchen Stellenwert PR für die Unternehmen hat, und wie diese Arbeit in der Gesellschaft wahrgenommen wird.
72% der Befragten schätzen die Wichtigkeit ihrer Tätigkeit im Unternehmen sehr hoch ein. Allerdings wird der Stellenwert in der Gesellschaft von nur 21% als hoch eingeschätzt. Zusätzlich wird von 59% der Befragten der Stellenwert der Public Relations in der Zukunft als sehr hoch eingestuft.
Hier gibt es Gestaltungspotenzial, das sich auch in den Wünschen der Mitglieder widerspiegelt: Zentrale Anliegen für das künftige Wirken des PRVA sind die Verbesserung des Images und der Sichtbarkeit der Branche in der Öffentlichkeit. Bezugnehmend auf die Divergenz von Selbsteinschätzung und Fremdwahrnehmung, soll der PRVA in Zukunft den Nutzen von Public Relations für die Gesellschaft besser vermitteln. Deutliche 75% der Befragten sehen darin eine zentrale Aufgabe des Verbandes.

Förderung und Image

Fortbildungen, Nachwuchsförderung, Vernetzung der Mitglieder und die Etablierung von Qualitätssicherung und Zertifizierung in der Branche sind weitere Themen, die von den Mitgliedern als sehr wichtig wahrgenommen werden.

Der PRVA will zukunftsfit sein, und deshalb befinde man sich in einem Transformationsprozess, der von einem Drittel der befragten Mitglieder verfolgt wird und von rund 40% als transparent eingestuft wird.

PR als Jahrhundertaufgabe

„Der Auf- und Ausbau von Vertrauen in Menschen und Organisationen durch strategische Kommunikation nach ethisch korrekten Richtlinien ist kein Schönwetter-Projekt, sondern eine Jahrhundertaufgabe. Mit der Transformation des Verbandes und seiner Neuausrichtung trägt der PRVA dieser Entwicklung Rechnung.

Dem Unterhaltungsdiktat unserer schnelllebigen Zeit mit faktenbasierter Information entgegenzuwirken, ist heute mehr denn je Kernaufgabe von professionellen Public Relations”, zeigt sich die Präsidentin des PRVA Karin Wiesinger zuversichtlich und betont: „Die Förderung eines Kommunikationsklimas, das Meinungsblasen öffnet und Brücken zwischen verhärteten Fronten schlägt, ist und bleibt Kernaufgabe von Öffentlichkeitsarbeit. Dies bedarf eines gesamtheitlichen Verständnisses von Public Relations, das der PRVA mit der Transformation weiter ausbauen will.”

Bewährter Name bleibt

Es gibt also genügend zu tun, und daher wollte man abschließend von den Mitgliedern wissen, ob der Name Public Relations Verband Austria (PRVA) beibehalten werden soll. Eine Mehrheit von 58% der Befragten stimmte dafür.

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