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Infoscreen baute auch 2020 sein Portfolio aus © Christoph H. Breneis

Infoscreen-Geschäftsführer Sascha Berndl im großen Interview.

© Christoph H. Breneis

Infoscreen-Geschäftsführer Sascha Berndl im großen Interview.

Redaktion 12.02.2021

Infoscreen baute auch 2020 sein Portfolio aus

Dem Ziel, in den zehn größten Städten des Landes mit Screens präsent zu sein, rückt man immer näher.

WIEN. So wie für viele Player am Außenwerbesektor war auch für Infoscreen das Jahr 2020 „turbulent”, wie Geschäftsführer Sascha Berndl im medianet-Interview sagt.

Immerhin hat man aktuell den dritten Lockdown zu verdauen und doch: Bei Infoscreen lässt man sich nicht aufhalten, und so war auch das vergangene Jahr von unternehmerischer Expansion geprägt. Neben Investitionen in Salzburg hat man aktuell mit Wels auch die erste Bezirkshauptstadt und immerhin die achtgrößte Stadt Österreichs ins Infoscreen-Netz aufgenommen.

Modernes Fahrgastmedium

Insgesamt acht Mio. Passagiere transportiert die Wels Linien GmbH pro Jahr. „Für diese will das Tochterunternehmen der eww ag mit einem modernen Fahrgastinformations-Medium den Komfort weiter erhöhen. Deshalb wurden in den letzten Wochen insgesamt 21 Infoscreens in die neueste Generation der Mercedes-Benz Citaro-Busse verbaut und installiert.

Diese verkehren auf dem gesamten Wels Linien-Netz. In den nächsten Jahren werden alle neuen Busse mit Infoscreens ausgestattet – somit wird das Netz sukzessive ausgebaut”, so Berndl weiter.
Als im März der Lockdown I auf uns alle zukam, steuerte Infoscreen mit dem Q1/2020 auf das erfolgreichste Quartal seiner Historie zu, bevor dann der behördlich verordnete, abrupte Stopp kam.
Was folgte, war ein Fahrgastverlust von 80%, doch über den Sommer kam es bereits zu einer gewissen „Normalität”, so Berndl, und im Lockdown II waren es „nur” mehr 40% weniger Fahrgäste und damit auch potenzielles Zielpublikum. Auf die Frage, welche Folgen der Lockdown III bringen könnte, meint Berndl: „Gemessen an den ersten beiden Lockdowns, hat der dritte am wenigsten Fahrgäste gekostet – die Frequenz ist nur um rund 27 Prozent gesunken.”

Rasch reagiert auf Corona

Da jetzt aber auch die Schülerinnen und Schüler wieder öffentlich unterwegs sind, würden die Fahrgastzahlen schnell wieder anwachsen, so Berndl.

Auf die Pandemie selbst hat man im Frühjahr 2020 bei Infoscreen sehr rasch reagiert und neue Pakete mit attraktiven Preisen geschnürt, „ohne dabei das Leistungsspektrum für die Kunden zu sehr zu beschränken”, wie Berndl betont.

Stets am Puls der Zeit

Insgesamt bemüht man sich bei Infoscreen, stets am Puls der Zeit zu sein und neue Dinge ins Portfolio aufzunehmen, um für Werbekunden möglichst attraktiv zu bleiben.

Gemeinsam mit der Gewista wird Infoscreen noch heuer, vermutlich im Q3, eine Präsenz-Offensive in diversen Shoppingcentern starten.
Daneben widmet man sich verstärkt auch dem Thema „Digitale Gesichtserkennung” zwecks besserem Targeting. Hier wird es in einer datenschutzrechtskonformen Weise in absehbarer Zeit möglich sein, Alters- und Geschlechts-angepasste Spots an den jeweiligen Standorten ausspielen zu können.
Apropos angepasste Spots: Bei Infoscreen ist es schon seit sehr langer Zeit etwa mit dem „Last Spot” möglich, jenen Sendeplatz für seine Werbung zu buchen, kurz bevor der U-Bahn-Zug in die Station einfährt, womit für den Auftraggeber die höchstmögliche Aufmerksamkeit der Zielgruppe garantiert ist. Auch sind Dinge wie Weather-based- bzw. Location-based-Marketing bei Infoscreen ebenfalls möglich.

70% Content, 30% Werbung

Betrachtet man das Programm, so besteht dieses aus 70% Content und 30% Werbung. „So können wir kontextuelle Werbung ermöglichen, was natürlich ein Vorteil ist zu anderen Werbeformen, die das nicht können”, so Berndl.

Um das Interesse der Fahrgäste am Medium konstant hoch zu halten, ist das Redaktionsteam bereits ab sechs Uhr in der Früh aktiv, selbstverständlich auch am Wochenende. Dabei besteht der Mix aus eigenentwickelten Formaten zum Thema Wissen, Unterhaltung oder auch Humor, und die Grundlage für die ausgespielten News bildet eine Kooperation mit der APA bzw. Reuters.
Doch hat man auch erfolgreich Contentpartner wie die Wiener Städtische an Bord geholt, genauso wie ServusTV, Die Tagespresse für den Satirebereich, Laola für den Sport und als weiteren Contentpartner für den Bereich News die Kronen Zeitung bzw. die bz-Wiener Bezirkszeitung, die lokale Inhalte liefert.

Wichtiges Thema Klima

Und neben all diesen anderen Dingen ist Berndl ein weiterer Bereich besonders wichtig: „Wir als Infoscreen geben auch dem Thema ‚Klima' breiten Raum, weil das ein Bereich ist, der uns alle betrifft, egal ob wir mit dem Bus, der Tram oder der U-Bahn unterwegs sind.” (fej/mab)

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