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Innovationen? Nicht bei uns!
Dinko Fejzuli 27.04.2018

Innovationen? Nicht bei uns!

Statt auch innovativ zu werden, bekämpft die WKO Unternehmen wie Uber, damit alles gleich bleibt.

Kommentar ••• Von Dinko Fejzuli

ABLENKUNGSMANÖVER. Eines vorweg: Uber ist kein Sozialheiliger, vermeidet Steuern, wo es geht, und die Fahrer werden schlecht bezahlt.

Aber: Uber hat auch gezeigt, wie sich eine Branche dank der Digitalisierung neu erfinden kann.
Und dass Uber nicht gleich Sozialdumping bedeuten muss, sieht man in Berlin. Dort fahren alle (Uber, Taxi, MyTaxi, …) mit der Uhr zum gleichen Tarif und die Fahrer zahlen nur sieben Prozent Vermittlungsprovision an Uber statt 15% wie in Österreich.
Was aber passiert in Österreich? Da jubelt die WKO bzw. ihre Innungssparte via Aussendung regelrecht, dass Hunderte ihrer Zwangsmitgliedschaft zahlenden Mitglieder (meist Migranten) ihre Jobs verlieren und man erfolgreich Innovationen für den Endkunden unterdrückt hat.
Wer hat die heimische Taxi-Innung daran gehindert, selbst innovativ zu werden und ein dem Zeitgeist der Kunden angepasstes Produkt auf den Markt zu bringen? Aber statt die von der WKO auferlegten, unsinnigen Standesregularien zu bekämpfen, bekämpft man lieber die Innovation. Ich selbst bin als Student in Salzburg Taxi gefahren und weiß, wovon ich hier spreche.
Das Argument des Sozialdumpings der WKO ist übrigens ein besonders lustiges: Der Kollektiv-Brutto-Lohn der Taxler liegt bei knapp 1.200 Euro – und zwar für 55 Stunden die Woche.

Selbstfahrende Autos werden das erledigen

Das Uber-Verbot ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, was passiert, wenn eine Branche selbst nicht in der Lage ist, sich an das digitale Zeitalter anzupassen, stattdessen aber alles tut, um zu verhindern, dass es jemand anderer macht.

Doch spätestens mit den selbstfahrenden Autos von Google & Co hat sich die Diskussion ohnedies erledigt, denn auch bei diesem Thema liegen die Betroffenen, dieses Mal die Autoindustrie, im Tiefschlaf, und lässt sich von branchenfremden Technologieunternehmen wie Google, Apple & Co, die ursprünglich mit dem Thema Automobil ja überhaupt nichts zu tun hatten, überholen und ihr ureigenstes Geschäftsfeld wegschnappen.

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