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Internationale Highlights und viel ORF-Content © ORF / Thomas Ramstorfer
© ORF / Thomas Ramstorfer

Redaktion 23.09.2022

Internationale Highlights und viel ORF-Content

Der ORF präsentiert sein Programm für die kommende TV-Saison, mit so vielen Eigenproduktionen wie nie zuvor.

••• Von Dinko Fejzuli

WIEN. Für die Programmverantwortlichen des ORF hat diese Woche – auch wenn der Anlass mit dem Begräbnis von Königin Elizabeth II. ein trauriger war – zumindest quotentechnisch gut begonnen: Satte 35% Marktanteil holte ORF 2 mit der mehrstündigen Übertragung aus England, „und das, obwohl das Begräbnis auf vielen anderen Sendern ebenfalls live ausgestrahlt wurde”, so ORF eins-Channelmanagerin Stefanie Groiss-Horowitz bei einer Vorabpräsentation der kommenden TV-Inhalte vor Journalisten im ORF-Zentrum Dienstagvormittag dieser Woche.

Höher sei die Tagesreichweite bisher nur am Tag vor dem ersten Lockdown gewesen und am Tag des Terroranschlags in Wien, so Groiss-Horowitz.
Mit Blick auf das Programm seien das alles „Aufwände, die zusätzlich zum normalen Programm gestemmt werden müssen – in Zeiten wie diesen nichts Selbstverständliches”, so die Channelmanagerin und sie führt aus, dass, quasi als Motto des kommenden ORF-Programms, „Wir wollen für das Programm sparen und nicht am Programm sparen” gelte.
Man habe einiges vor. Was genau, erklärte Groiss-Horowitz und ihr ORF 2-Channelkollege Alexander Hofer in einer ausführlichen Präsentation und sie begannen mit einer der Core-Kompetenzen des ORF, der Information, die mit den Landtagswahlen diesen Sonntag in Tirol in Form einer ausführlichen Wahlberichterstattung sozusagen den Beweis antreten ­werde.
Wobei Tirol nur den Auftakt zu einer ganzen Wahlsaison bilde, denn gleichzeitig mit Tirol werde auch in Italien gewählt, die nächsten Präsidentschaftswahlen in Österreich stehen ebenfalls an, und man werde natürlich auch ausführlich über die kommen Midterm-Wahlen in den USA berichten, so Hofer über einen Fixpunkt im ORF-Programm.

Breites Angebot

Abseits der Information werde man in vielen Themen auf ORF 2 den unverkennbaren Fußabdruck des ORF als öffentlich-rechtlichen Sender erkennen

Neben der Wahlberichterstattung werde man sich noch intensiver um das wichtige Thema Gesundheit kümmern, es werde „viele neue ‚Universum'-Produktionen” geben, die Serie „Menschen & Mächte” werde fortgesetzt, und beim Thema Kultur wolle man ebenfalls „die Schlagzahl erhöhen”, so Hofer weiter. So werde es erstmals auch eine Produktion der Wiener Volksoper im Hauptabendprogramm zu sehen geben.
Das Bemühen des Senders um noch mehr Inhalte bei weiterhin belasteten Budgets fasst Hofer folgendermaßen zusammen: „Wir geben uns große Mühe, unter angespannten Budgetverhältnissen noch mehr Programm mit weniger Geld abzuliefern und ORF 2 als Lieblingssender der Österreicher ins nächste Programmjahr zu führen.”
Und last but not least erwähnt Hofer auch die Zusammenarbeit mit den Landesstudios, die er „verlässlich und kollegial” nennt und die man intensivieren ­werde.
Channelkollegin Groiss-Horowitz, seit ihrem Antritt nicht nur als Fernsehdirektorin, sondern auch verantwortliche ORF eins-Channelmanagerin, umreißt ihre Arbeit für ORF eins mit drei Leitthemen: Erstens: „Alle Kraft in die Kernzone”: Hier wolle man von Vorabend, über die Primetime und die Late Prime verlässliches Programm anbieten und dafür investiere man, zweitens, genau hier: „Wir investieren spürbar in Content und bauen aus.” Zusätzlich möchte man, drittens, auch dem jüngeren Publikum Orientierung, Service und Reportagen liefern. „Wir helfen, die Dinge einzuordnen und da kann es nicht genug Angebot geben”, so Groiss-Horowitz.

Viel Lob für das Programm

Und damit diese Orientierung insgesamt noch besser funktioniert, schärfe man die Profile der einzelnen Tage auf ORF eins noch mehr. So sei der Montag der Tag der österreichischen Serien, am Dienstag gäbe es eigenproduzierte Crime-Serien „in hoher Stückzahl”, der Mittwoch sei ein journalistischer Tag mit Serien und Dokus, wobei die Mitte der Woche künftig durchgängig mit einem Fokus auf Reportagen programmiert werden soll.

Donnerstag ist Sport angesagt, durchbrochen von amerikanischer, hochwertiger Fiktion, internationalen Serien und einer Eventprogrammierung.
Freitag gibt es Unterhaltung für das ganze Land, ob „Fakt oder Fake” oder auch die „Comedychallenge”, und ab 2023 werde man hier verstärkt in die Innovationsleiste investieren, denn bei allem Erfolg mit Primetime-Formaten dürfe man neue, spitze Formate nicht aus den Augen verlieren.
Samstag bliebt weiter der FamilyShow-Tag mit vielen Kooperationen, und Sonntag gibt es auf ORF eins auch weiterhin Blockbuster mit großen US-Premieren.

„Die Kraft des ORF”

Voll des Lobes für das Programm war auch ORF-Generaldirektor Roland Weißmann: „Der ORF bietet seinem Publikum in den kommenden Monaten das Beste aus Information, Kultur, Sport und Unterhaltung und dazu ein so umfassendes Angebot an österreichischen Filmen und Serien wie schon lange nicht: Von der Fußball-WM, dem Alpinen und Nordischen Skiweltcup, über Signature-Serien wie u.a. ‚Biester' oder ‚Schnell ermittelt' und Mehrteilern wie ‚Totenfrau' und ‚Tage, die es nie gab', bis hin zum Kultursommer, großartigen ‚Universum'-Dokus und hochkarätiger Unterhaltung von der Comedy bis zur ‚Starnacht' u.v.m. Und dazu unser umfassendes Info- und Service-Angebot, besonders zu den aktuell für die Menschen in Österreich wichtigen Themen rund um Energie und Teuerung. Volles Programm für unser Publikum also.”

Und ORF-Enterprise-CEO Oliver Böhm hob vor allem die Kraft des ORF als wesentlicher Player in der heimischen Medienlandschaft hervor: „Die ORF-Awards und die Programmpräsentation zeigen eindrucksvoll, was der österreichische Medienstandort braucht, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen: Einen starken ORF als Partner und Leistungsträger für die Werbewirtschaft – linear und selbstverständlich digital.”

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