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Internet von morgen © ITU/Zsigmond Laszlo

Am gläsernen Pult Houlin Zhao ist seit 2015 ­Generalsekretär der International Telecommunication Union (ITU).

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Am gläsernen Pult Houlin Zhao ist seit 2015 ­Generalsekretär der International Telecommunication Union (ITU).

Redaktion 20.09.2019

Internet von morgen

„Better Sooner” war das Motto der diesjährigen ITU Telecom World in Budapest – diskutiert wurde vor allem über 5G.

••• Von Nadja Riahi

BUDAPEST. Die ITU Telecom World bringt Jahr für Jahr Staatsoberhäupter, Minister, wichtige Akteure aus großen Unternehmen im ICT (Information and Communications Technology)-Bereich sowie aus Tech-KMUs zusammen.

Dieses Jahr hat sich der Event in Budapest abgespielt – von 9. bis 12. September konnten die 4.000 Teilnehmer aus 125 Ländern an Round Tables, Networking-Events, einer großen Ausstellung und an Diskussionen teilnehmen. medianet war ebenfalls vor Ort und gibt hier einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen.

The Fifth Generation

Eines der Hauptthemen war 5G (‚die fünfte Generation'). Dieser neue Standard für mobiles Internet und Mobiltelefonie wird zunehmend eingeführt und soll nicht nur Menschen miteinander verbinden, sondern auch eine große Anzahl von Gegenständen wie Autos, Heizungen oder Straßenlampen. Dadurch wird das „Internet der Dinge” möglich. Diese Technologie soll das Leben der Nutzer komfortabler gestalten. Bei einer für Journalisten exklusiv zugänglichen Pressekonferenz beantworteten Vertreter von Huawei Fragen und gingen auf Unklarheiten der Entwicklungen der letzten Monate ein.

Huawei und die Welt

„Amerika braucht Huawei mehr als Huawei Amerika braucht”, beantwortet Andy Purdy, der Chief Security Officer bei Huawei, einem der Hauptsponsoren der Veranstaltung, die Frage nach den kürzlich aufgetretenen Problemen zwischen dem Tech-Giganten und Android.

Das Verbot der Produkte des chinesischen Telekommunikationsunternehmens wird „Amerika sehr schaden”. Denn: Ohne Huawei am Markt wären in den USA rund 40.000 Arbeitsplätze beeinträchtigt. Purdy ist für die 5G-Systeme verantwortlich.
Darüber hinaus könne er noch sagen: „Eines unserer Prinzipien ist, dass wir uns nicht auf nur einen Lieferanten aus einem Land verlassen werden – egal, um was es sich handelt.” Bei dem Round Table zum Thema Data Security mit dem Titel „What’s happening without data? Securing trust in digital publics” sprachen Minister aus verschiedenen Ländern, darunter Azerbaijan, Südafrika, Irak und das Vereinigte Königreich unter der Moderation von Malcolm Johnson, dem Generalsekretär der International Telecommunication Union (ITU). Die Teilnehmer des Round Tables waren sich einig: „Datenschutz liegt in jedermanns Verantwortung.”

Collaboration & Coordination

Nur wenn alle Länder zusammenarbeiten würden, um für dieses Thema Bewusstsein zu schaffen, könne man Erfolg haben. „Es gibt nicht die eine Lösung aus dem einen Land”, sagt Gisa Futai Purcell, amtierende Generalsekretärin bei der Commonwealth Telecommunications Organisation.

Am Dienstag ­veröffentlichte Huawei auf der ITU Telecom World 2019 in Budapest das „5G Applications Position Paper”. Dieses beschäftigt sich mit den 5G-Anwendungsgebieten in Breitbandempfang, Medien und Unterhaltung, industrieller ­Fertigung und intelligentem Verkehr.
Yang Chaobin, Präsident der 5G-Produktlinie, betonte, dass der breite kommerzielle Einsatz der 5G-Technologie in vollem Gange sei. Weltweit bieten 35 Netzbetreiber in 20 Ländern 5G-Dienste an.
Zudem haben 33 Länder bereits 5G-Frequenzen verteilt. Huawei prognostiziert, dass diese neue Mobilfunkgeneration 5G in Zukunft Billionen von Markt- und Investitionsmöglichkeiten eröffnen wird.

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