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Kein „Schema F” © FEO/www.feoofficial.com

Im Mai war Cateringkultur für den Event „Duftstars – österreichischer Parfümpreis” verantwortlich.

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Im Mai war Cateringkultur für den Event „Duftstars – österreichischer Parfümpreis” verantwortlich.

Michael Fiala 15.09.2017

Kein „Schema F”

Thomas Gailer von Cateringkultur im medianet-Interview über die Herausforderungen der Event-Branche.

••• Von Michael Fiala

WIEN. Der Trend bei Events ist für Thomas Gailer von Cateringkultur eindeutig: Die Qualität muss steigen. Die Rede ist aber nicht nur von der Qualität des Events an sich, sondern auch beim Transport der Message des Unternehmens. Dazu braucht es mehr Qualität bei der Location, beim Catering und nicht zuletzt auch bei den Möbeln. Die Branche hat sich auch neu einstellen müssen: Den Big Player in Sachen Budget gibt es eigentlich nicht mehr. medianet hat mit Gailer über die Herausforderungen gesprochen

medianet:
Welcher Trend ist bei Events aktuell zu bemerken?
Thomas Gailer: Eines lässt sich feststellen: Es gibt sicher mehr Awards als noch vor ein paar Jahren, auch mehr Gala-Abende sind zu erkennen. Die klassische Weihnachtsfeier erlebt auch einen leichten Aufwind, auch wenn Sie oft als ‚Jahresschlussfeier' bezeichnet wird. Generell ist der Eventbereich aber eher mit angezogener Handbremse unterwegs. So richtig ‚volle Fahrt' ist im Moment nicht zu erkennen.

medianet:
Wie haben sich die Budgets bei den Events in den vergangenen Jahren verändert? Kann man sagen: mehr Events, dafür weniger Budget pro Event?
Gailer: Hier kann man sagen: weniger Events mit weniger Budget. Die Events, die es jedes Jahr gibt, werden dann oft nach dem Motto ‚Gleiche oder bessere Leistung mit weniger oder dem gleichen Budget' kreiert; hier gibt es natürlich in den Branchen Unterschiede – und Unternehmen, die gut unterwegs sind, haben natürlich mehr Geld für Events als andere.

medianet:
Unternehmen wollen mit Events natürlich auffallen, innovative Konzepte sind daher gefragt. Wie kann man als Agentur darauf reagieren?
Gailer: Das hängt natürlich von der Branche ab, aber ‚Schema F'-Events kommen bei Kunden natürlich nicht so gut an, wie ein gut durchdachtes Event-Konzept, das beim Kunden genau ins Schwarze trifft. Das ist klar. Die Agentur, die beim Pitch überzeugt, hat den Job. Wobei hier nicht nur das geschriebene Wort wichtig ist, sondern auch die Art der Präsentation, die Moderation und die Unternehmenskultur der Agentur selbst. Auch die Chemie muss stimmen und zum Kunden passen.

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