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„Kunden wollen Partner und keine Spindoktoren” © GPK/Andreas Scheiblecker
© GPK/Andreas Scheiblecker

Redaktion 28.06.2019

„Kunden wollen Partner und keine Spindoktoren”

Der vielschichtig positionierte Kommunikationsspezialist GPK stellt sich neu auf – zum 30jährigen Jubiläum wurde das Profil der Agentur neu geschärft.

Wer in den letzten Wochen auf der Website der GPK war, dem ist aufgefallen, dass sich GPK in einem neuen Kleid präsentiert. Rechtzeitig vor dem 30-jährigen Jubiläum hat sich das renommierte Kommunikationshaus herausgeputzt. Im medianet-Interview spricht Markus Gruber, Gründer und Geschäftsführer, über Beweggründe, Werte und Menschen.


medianet:
Herr Gruber, was hat Sie zur Neuausrichtung der GPK bewogen?
Markus Gruber: Es gibt im Wesentlichen zwei Treiber: Der eine kommt aus meiner persönlichen Erfahrung als Unternehmer – Innovation war dabei immer ein Haupttreiber unseres Erfolgs. Mit der Neuausrichtung können wir uns in Zukunft noch stärker auf Innovation und Wachstum konzentrieren. Der zweite Treiber ist der Marktentwicklung und ist den sich laufend verändernden Anforderungen unserer Kunden an sich geschuldet. Unser Know-how und die Kräfte unserer Geschäftsunits noch stärker zu bündeln, das ist uns jedenfalls gelungen. Uns ist wichtig, klar aufzuzeigen, wer wir sind und was wir zu bieten haben. Unsere neue Markenarchitektur vermittelt Klarheit, Kraft und Authentizität zugleich. GPK pur eben.

medianet:
Die Entwicklung des neuen Markenauftritts hat neun Monate gedauert. Warum so intensiv?
Gruber: Gestaltet wurde die Neuausrichtung in einem professionellen Prozess unter Einbindung aller: Mitarbeiter, Kunden und Partner. Und genau das war der Punkt bei unserer gestärkten Neuausrichtung: Unter dem Motto ‚Eine GPK, drei, die viel bewegen' haben wir gemeinsam die Vielfältigkeit und Einzigartigkeit unserer drei Geschäftseinheiten in den Mittelpunkt gestellt – uns gemeinsam die Frage gestellt, wofür stehen wir, wofür steht jede einzelne Einheit? Und was können wir Besonderes mit unseren Kunden erreichen? Das Ergebnis ist eine geschärfte Marke, die vor allem unserer Fokussierung auf den Menschen gerecht wird.

medianet:
Wie sieht die GPK-Gruppe jetzt aus?
Gruber: Alles ist neu und bleibt doch eins: GPK. Wir verstehen uns weiterhin als ein integriertes Kommunikationsnetzwerk unter der Flaggschiff-Marke und Dachgesellschaft GPK. In ihrem Verantwortungsbereich liegt das strategische und organisatorische Management der GPK-Gruppe. Unsere Kompetenzbereiche gliedern wir ab sofort in drei eigenständige Tochtergesellschaften: GPK public, GPK live und career Institut & Verlag. GPK public ist die Kommunikationsagentur für Menschen, Marken und Organisationen; ihre Stärke liegt in der institutionellen Kommunikation. career Institut & Verlag vereint wissenschaftliche HR-Expertise mit intelligenten Netzwerken im deutschsprachigen Raum und schafft so erfolgreiche Entscheidungen für Arbeitgeber und Bewerber. Mit unserer Eventagentur GPK live bleiben wir leidenschaftlich am ‚point of live', sorgen für Begeisterung und nachhaltige Wirkung.

medianet:
Begeisterung und nachhaltige Wirkung schaffen – wie gehen Sie das an?
Gruber: Indem wir multisensuale Erlebnisse schaffen, die den Punkt erreichen, an dem Erfahrungen Menschen bewegen – den point of live eben. Mit Interaktion, Inspiration und Identifikation. Live-Kommunikation verlangt zunehmend auch mehr virtuelle Angebote, den vermehrten Einsatz von technischen und digitalen Tools. Allerdings verliert die persönliche Präsentation dadurch nicht an Bedeutung – im Gegenteil. Kunden erwarten sich zum Beispiel zunehmend eine stärkere Wirkung von Keynote-Speakern und Fachexperten.

medianet:
Was erwartet sich die Kunden konkret von den Speakern?
Gruber: Sie sollen bereits im Vorfeld als Magnet wirken, dann das Publikum live fesseln und einfach elektrisieren. Diese Anforderungen werden durch fachlichen Mehrwert und aktive Beteiligung des Speakers bereits im Vorfeld, aber auch im Nachgang zu einer Veranstaltung erweitert. Und genau darauf setzen wir: Egal ob bei eigenen Netzwerkveranstaltungen wie den Millstätter Wirtschaftsgesprächen, nationalen oder internationalen Kongressen – wir arbeiten durchwegs mit hochkarätigen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen, heuer u.a. mit Karl-Theodor zu Guttenberg, Yuval Noah Harari und Friedrich Merz.

medianet:
Sie wollen sich verstärkt auf Innovation und Wachstum konzentrieren. Wo orten Sie die größten Chancen?
Gruber: Wir wollen insbesondere mit unserem Angebot des ‚career Institut & Verlag' international weiterwachsen. Seit 30 Jahren initiiert career Institut & Verlag erfolgreiche Entscheidungen bei der Bildungs- und Berufswahl von Akademikern und Maturanten und definiert jährlich die Recruiting-Qualität für die größten Arbeitgeber. Die Wachstumsschritte nach Deutschland und in die Schweiz waren wichtig und erfolgreich. Jetzt gehen wir mit ‚best recruiters' weiter. Und wir entwickeln gerade mit ‚best career' die erste echte Brücke zwischen Kandidaten und Arbeitgebern.

medianet:
‚best career' – wie können wir uns diese Brücke vorstellen?
Gruber: Job-Entscheidung auf der einen und effiziente Personalfindung und -entwicklung sowie nachhaltige Sicherung von Fachkräften auf der anderen Seite werden mit innovativen Features zusammengeführt. ‚best career' schafft so Karriereperspektiven, ermöglicht ein frühzeitiges Erkennen von Talenten und trägt nachhaltig zur Fachkräftesicherung in Österreich bei.

medianet:
In den 30 Jahren, die GPK nun besteht – wie einfach oder schwierig war es, die neuen digitalen Kompetenzen in den einzelnen Geschäftsfeldern aufzubauen?
Gruber: Diese Herausforderungen kennen wir schon lange. Das liegt daran, dass unser langjähriger Kunde Apple uns bereits in den frühen 90ern gefordert, geprägt und getrieben hat. Klar sind die aktuellen Herausforderungen noch komplexer. Deshalb wissen wir auch: Wir bestimmen die digitale Revolution nicht allein. Es wundert mich, wie viele Player am Markt sich als der Pionier der Digitalisierung darstellen. Natürlich nutzen auch wir die Möglichkeiten der Digitalisierung bestmöglich – von Online-Marketing bis hin zu Mega-Data-Tools. Dabei haben wir einen differenzierten Zugang, stellen in den Fokus, was wirklich zählt: der Mensch. Wir reden über Menschen und Chancen. Und wie wir diese zwei am besten zusammenbringen.

medianet:
Sie messen der Digitalisierung einen geringeren Stellenwert bei als Ihre Mitbewerber ... ?
Gruber: Wir sind uns der Bedeutung technologischer Kompetenzen sehr wohl bewusst, nicht zuletzt aufgrund unseres stark digital geprägten Teamnachwuchses. Doch Technologie allein gewinnt nie den Wettbewerb, weil auch Innovationen immer wieder zu austauschbaren Massengütern werden. Ohne den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, wird die Einbettung der Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft nicht gelingen. Betrachten wir die Digitalisierung aus der Sicht unserer GPK public, also durch die Augen der Spezialistin für institutionelle Kommunikation, geht es uns vor allem um eines: Wie schaffen wir es, Menschen zu erreichen und deren Werte und Gefühle zu treffen? Wie können wir Beziehungen und Vertrauen zu Menschen aufbauen, um sie für wichtige Anliegen zu gewinnen? Und nicht nur Bürgerinnen und Bürger, sondern gleichermaßen unser Team, unsere Kunden und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

medianet:
Sie stellen also die Menschen, egal in welcher Rolle, in den Mittelpunkt?
Gruber: Natürlich. Kunden wollen keine Spindoktoren, sondern echte Partner. Unsere Kunden leisten Hervorragendes und wünschen sich vor allem einen Partner, der sie zu 100 Prozent versteht, mit 100 Prozent maßgeschneiderten Lösungen unterstützt und natürlich auch die richtigen Kontakte hat. So sehen das auch unsere Kunden: Es sind die Menschen der GPK, die mit ihrem Einsatz und ihren Kompetenzen den Unterschied ausmachen. Es ist auch unser Anspruch, als Partner langfristige Beziehungen zu leben. Dann profitieren alle – wirtschaftlich, beruflich und persönlich. (red)

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