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Litfaßsäulen-Kunst © Martina Berger

Kunst im öffentlichen Raum: Die ­Künstlerin Barbara Ungepflegt, die auch Leiterin des Universitätslehrgangs für angewandte Dramaturgie (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) ist, vor ihrem ­Ministerium.

© Martina Berger

Kunst im öffentlichen Raum: Die ­Künstlerin Barbara Ungepflegt, die auch Leiterin des Universitätslehrgangs für angewandte Dramaturgie (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) ist, vor ihrem ­Ministerium.

Redaktion 06.12.2019

Litfaßsäulen-Kunst

Die Künstlerin Barbara Ungepflegt nutzte eine Litfaßsäule als „Heimatschmutzministerium”.

WIEN. Nachdem sie bereits schon einmal einen Wiener U-Bahn-Waggon zu einem Speisewagen umfunktioniert hatte und auch schon in einer Bushaltestelle wohnte, eröffnete die Künstlerin Barbara Ungepflegt in einer extra dafür gebauten Litfaßsäule in den letzten Wochen direkt am Keplerplatz im zehnten Wiener Gemeindebezirk das „Ministerium für Heimatschmutz und internationale Affären” und funktionierte so kurzerhand den beliebten Werbeträger zu einer Kunstinstallation um.

Auf das Warum lautet die Antwort der Künstlerin: „Als Sebastian Kurz und Heinz Christian Strache damals in die Regierung kamen, habe ich mich selbst zur Heimatschmutzministerin ernannt. Jetzt habe ich es endlich geschafft, ein eigenes Ministerialgebäude zu bekommen und dafür eine Litfaßsäule gewählt. Es ist ein transparentes Gebäude und auch bekannt dafür, dass es Werbung oder Propaganda transportiert”, so die Künstlerin gegenüber medianet, der es vor allem darum ging, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen; dann sei schon viel geschafft, so Ungepflegt.

Dass ihre Aktion mit den Neuwahlen zusammenfiel, war eher ein Zufall, aber wie Ungepflegt gegenüber medianet meinte ein „natürlich glücklicher”. (red)

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