MARKETING & MEDIA
Martschin & Partner goes international © Horst Dockal

Geschäftsführer Johannes Martschin blickt im Gespräch mit Zuversicht in die Zukunft seiner Wiener PR-Agentur Martschin & Partner.

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Geschäftsführer Johannes Martschin blickt im Gespräch mit Zuversicht in die Zukunft seiner Wiener PR-Agentur Martschin & Partner.

Redaktion 19.11.2021

Martschin & Partner goes international

Für die Wiener PR-Agentur bot die Coronapandemie die Gelegenheit, verstärkt auf digitale Abläufe zu setzen – das macht sich jetzt bezahlt.

••• Von Sascha Harold

WIEN. Für die PR-Branche war die Pandemie im letzten Jahr auch eine Gelegenheit, sich auf den Ausbau von digitalen Kompetenzen zu konzentrieren. Software-Tools und Datenbanken ermöglichen mittlerweile, auch international PR-Maßnahmen umzusetzen.

Wo früher noch persönliche Kontakte zu Journalisten notwendig waren, kommen heute vielfach persönliche digitale Ansprachen zum Zug. Auch bei der Wiener PR-Agentur Martschin & Partner ist dieser Zug zu Digitalisierung und Internationalisierung bemerkbar. Geschäftsführer Johannes Martschin erläutert den neuen Fokus: „Wir machen mittlerweile von Wien aus PR für den gesamten D-A-CH-Raum, was früher nur sehr schwer möglich war. Durch Softwarelösungen und wahrscheinlich auch den verstärkten Einsatz von virtuellen Meetings ist der Raum noch einmal zusammengerückt.” Sowohl was die Medienbeobachtung als auch die Ansprache von Journalisten angehe, sei hier inzwischen länderübergreifend viel möglich, so der Geschäftsführer.
In der Praxis setzen Martschin & Partner das beispielsweise für das weltweit führende Medizin-Unternehmen Anatomage um. Die Agentur managt für das Unternehmen die PR- und Medienarbeit im gesamten deutschsprachigen Raum.

Neugeschäft

Auch für die Diskontkette ­Pepco verantwortet die Agentur die Ankündigungs-PR zum Markteintritt in Deutschland von Wien aus – mit hervorragenden Ergebnissen. Der verstärkte internationale Fokus hat zudem zu einem Pitch als Lead-Agentur, gemeinsam mit europäischen Partneragenturen, für eine in sechs Ländern vertretenden Organisation geführt. Die Zusammenarbeit funktioniere auch hier wegen der immer besseren digitalen Datenaufbereitung sehr gut, so Martschin.

Tools & Co

Neben den richtigen Tools ist auch weiterhin der Inhalt entscheidend dafür, wie PR-Inhalte medial aufgegriffen werden. „Wenn ein Journalist die richtige Info in guter Aufbereitung und persönlicher Ansprache auf seinen Schreibtisch bekommt, wird das dankbar angenommen und verwendet”, führt Martschin aus.

Neben der internationaleren Ausrichtung der Agentur ist auch die verstärkte Zusammenarbeit mit Werbe- und Mediaagenturen in den Fokus gerückt. Martschin: „Wir liefern digitalen Content für 360-Grad-Kampagnen. Das klingt zunächst abstrakt, deshalb ganz konkret: Wir übersetzen unsere Kommunikationsarbeit in Digitalkampagnen und liefern für diese aus der PR generierten Content, der stark story-basiert ist. Dafür arbeiten wir mit großen Agenturen zusammen, die unter anderem Software für genaues Re-Tracking einsetzen.”
Die bisherigen Projekte, etwa für die Österreichischen Gesundheitsbetriebe, waren durchwegs erfolgreich. Die Nachfrage, so Martschin, sei jedenfalls gegeben.

Zeichen auf Wachstum

Die Krise scheint die PR-Branche zu einem Teil bereits hinter sich gelassen zu haben. Anfragen kommen inzwischen weniger zu Krisenkommunikation, sondern betreffen wieder das volle Angebotsspektrum. Die Zeichen stehen also auf Wachstum.
Für Martschin & Partner gilt das nicht nur für das Geschäft, sondern auch für das eigene Agenturteam. Nach einer personaltechnisch angespannten Situation vergrößert sich die Agentur: „Wir haben gerade das Team um eine neue Junior-Beraterin aus dem Digitalbereich erweitert. Wir setzen damit wieder auf langsames Wachstum”, erläutert Martschin.
Für ihn persönlich sei die „kontaktlose” Coronazeit auch eine Zeit der neuen Erfahrungen gewesen. Kontakte konnten nicht wie üblich geknüpft werden, viele Veranstaltungen, die sonst auch zur Akquise von neuem Geschäft genutzt werden, fanden nicht statt. Umso stärker konzentrierte sich Martschin auf die digitalen Kanäle.
„Ich habe in der Pandemiezeit begonnen, die gängigen Social Media-Plattformen etwas professioneller zu betreiben als davor – mit guten Resultaten und einigen New Business-Anfragen. Im Grunde haben wir also einfach konsequent angewandt, was wir unseren Kunden immer raten”, schmunzelt Martschin.

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