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Mazel tov in Tel Aviv © medianet
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Dinko Fejzuli 01.02.2019

Mazel tov in Tel Aviv

Nun steht es fest: Die steirische Elektropop-Sängerin Paenda vertritt Österreich beim heurigen Eurovision Song Contest.

••• Von Dinko Fejzuli

WIEN. Vorn ein vergilbter klassischer Wiener Altbau mit Graffiti an der Fassade und im Innenhof ein schickes, loftartiges Hinterhaus. Das ist der Ort für unser erstes Interview mit der Elektropop-Sängerin Paenda (31, bürgerlicher Name Gabriela Horn aus dem steirischen Deutschlandsberg), unserer Künstlerin für den diesjährigen Eurovision Song Contest.

Wie das Lied klingt, geschrieben von Paenda selbst, ist noch ein Geheimnis, welches im März gelüftet wird. Der Titel steht aber schon fest und lautet „Limits”.

Vision, Haltung & Pop-Appeal

Paenda quasi „gefunden” hat auch heuer wieder der ORF-ESC-Scout Eberhard Forcher.

Gegenüber medianet meint er über seine Wahl: „Paenda hat uns zuerst einmal als ‚Gesamtpaket' überzeugt. Sie ist eine Künstlerin mit Vision, mit Haltung und mit reichlich Pop-Appeal. Ich bin schon seit ihrem Album ‚Evolution' ein großer Fan und war hoch erfreut darüber, dass sie von Anfang an mit großer Euphorie und Leidenschaft das Thema ESC umarmt hat. Und dann hat sie uns schlussendlich mit ihrem Song ‚Limits' überzeugt. Der wird noch einige Leute überraschen.”


medianet:
Paenda, beim ESC gibt es nur glühende Fans und einen Rest an Uninteressierten. Wo würdest du dich bei der sogenannten Schwulen-Olympiade einordnen?
Paenda: (lacht herzhaft) Ich wusste gar nicht, dass der Song Contest ein für die LGBT-Community so wichtiger Event ist!

Einordnen würde ich mich irgendwo in der Mitte. Den Song Contest geschaut habe ich, seit ich denken kann.


medianet:
Den Song, den du performen wirst, hast du ja nicht extra für den Song Contest geschrieben.
Paenda: Genau. Der Song ist Teil meines zweiten Albums ‚Evolution II', das am 26. April erscheinen wird. Es wird für den Song Contest gar nicht adaptiert, es bleibt mein Song. Das ist das Schöne an der ganzen Sache.

medianet:
Kannst du uns etwas über das Lied erzählen?
Paenda: Der Song heißt ‚Limits'. Es geht um Grenzen, die man sich selbst setzt und setzen sollte – und was passiert, wenn man sie nicht einhält. Der Song ist auf Englisch – wenn ich auf Deutsch Texte schreibe, klingt das wie ein Musical ...

medianet:
Gibt es schon Pläne bezüglich der Inszenierung auf der Bühne?
Paenda: Nein, das ist gerade alles im Entstehen. Ich bringe mich aber aktiv ein, denn mein Song hat eine starke Message und die soll transportiert werden. Auch wenn ich mich auf der Bühne gern bewege – bei diesem speziellen Song wäre ich auch damit zufrieden, nur zu stehen und die Message für sich sprechen zu lassen.

medianet:
Apropos Message: Das Motto des diesjährigen Song Contests ist ‚Dare to Dream'. Der ESC hat schon vielen Künstlern ihre Träume erfüllt. Nun kann der Traum bei der Wertung aber schnell zum Albtraum werden. Hast du die Angst vor einer ‚Null-Punkte-Wertung' irgendwo im Hinterkopf?
Paenda: Ja, natürlich. Als Musikerin hab ich oft die Angst, zu versagen – sei es bei einem Album-Release oder dem Auftritt beim ESC 2019 in Tel Aviv. Für mich persönlich ist es wichtig, dass ich bei einem Auftritt mein Bestes gebe.

medianet:
Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem ORF?
Paenda: Die Unterstützung seitens des ORF ist großartig. Auch wenn ich für manchen außerhalb eventuell nicht die zu erwartende Künstlerin bin, mit deren Musik viele nichts anfangen können, steht jeder einzelne hinter mir, meinen Entscheidungen und Vorstellungen.

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