MARKETING & MEDIA
Neupositionierung © Österreichische Post

Walter Oblin, Generaldirektor-Stellvertreter und Vorstand Brief & Finanzen der Österreichischen Post AG.

© Österreichische Post

Walter Oblin, Generaldirektor-Stellvertreter und Vorstand Brief & Finanzen der Österreichischen Post AG.

Redaktion 03.12.2021

Neupositionierung

Die Post-Tochter adverserve übernimmt nach digitalem auch klassischen Mediaetat der Österreichischen Post AG.

••• Von Josephine Wolfram

WIEN. Ab 1. Jänner 2022 übernimmt die adverserve den klassischen Werbeetat für die Bereiche B2B und B2C der Österreichischen Post AG. Auch Google Analytics, Google AdWords und Social Media sollen langfristig mit den eigenen Kapazitäten der Post-Tochter abgedeckt werden.

Markus Plank, Managing Director adverserve, und Walter Oblin, Generaldirektor-Stellvertreter und Vorstand Brief & Finanzen der Post, sprechen im Interview mit medianet über Details zu den Hintergründen, künftigen Marketingstrategien und neuen Werbelösungen.

medianet: Die Österreichische Post und adverserve haben angekündigt, ihre Zusammenarbeit im Bereich der klassischen und programmatischen Onlinewerbung zu intensivieren. Wie wird diese Intensivierung aussehen?
Walter Oblin: Die Post und adverserve verbindet die Vision, den zunehmend digitalisierten Werbemarkt aktiv mitzugestalten und die Stellung der Post als kundenorientiertes und progressives Werbeunternehmen auf dem Markt weiter auszubauen. adverserve wird die Post dabei unterstützen, bestehende Produkte in die digitale Welt zu transformieren, aber auch neue digitale Business-Lösungen zu entwickeln.
Markus Plank: Digitalisierung ist ein elementarer Bestandteil unseres Unternehmens – sie steckt in unserer DNA. Sie schafft auch neue Möglichkeiten, Klassik und Digital noch besser aufeinander abzustimmen. Der Fokus liegt darauf, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen und dessen Customer Experience zu optimieren. Das zahlt darauf ein, Markenwerte effizienter zu kommunizieren, die Performance zu steigern und am Ende des Tages mehr Umsatz zu generieren. Mit unserem Know-how unterstützen wir unsere Muttergesellschaft in der Eigenvermarktung und sorgen für maximale Markensichtbarkeit der Post-Geschäftslösungen.

medianet:
Mit der Übernahme ab 2022 wird auch der klassische Mediaeinkauf von adverserve übernommen. Wie kam es zu dieser Entscheidung und was ändert sich dadurch?
Oblin: Die Übernahme des Mediaetats war ein logischer Schritt, denn die Post steht im Naheverhältnis zu ihrer Tochter adverserve mit ihrem umfassenden Know-how, auf das wir vertrauen. Wir führen die Mediaplanung unter einem Dach zusammen und setzen unsere Budgets effizienter ein, um bessere Ergebnisse zu erzielen. So rücken wir näher zusammen, wodurch auch zahlreiche Vorteile bei übergreifender Planung, Einkauf und Aussteuerung entstehen.
Plank: Wir sehen uns als strategischer Wachstumspartner. Die Übernahme des klassischen Mediaetats für Print, Out-of-Home, Radio und TV gibt uns die Möglichkeit, eine ganzheitliche Mediaplanung umzusetzen. So können wir den Dialog entlang des gesamten Kundenlebenszyklus entwickeln und auch die Werbewirkung weiter maximieren.

medianet:
Welche Werbestrategien werden angestrebt, um möglichst viel Publikum – auch langfristig – zu erreichen?
Plank: adverserve stärkt ihre Rolle als Full-Service-Agentur weiter. Einerseits werden wir unseren 360-Grad-Digitalansatz auf die Services in den Bereichen Search Engine Advertising (SEA) und Social Paid Advertising erweitern. Andererseits ermöglichen wir eine integrative, transparente und datengetriebene Mediaplanung für die Post und weitere Kunden. Dazu treiben wir die Entwicklung des technologischen Produktportfolios laufend voran.

medianet:
Welche Vorteile bieten sich durch den Umstand, dass nun quasi alles aus einer Hand angeboten werden kann?
Oblin: Mit adverserve hat sich die Post einen kompetenten Sparringspartner an Bord geholt, welcher die Eigenvermarktung unseres Produkt- und Serviceportfolios durch innovative Technologien und ausgesprochene Fachexpertise umsetzt. So können wir unsere Potenziale auf dem klassischen und digitalen Werbemarkt integriert erfassen, um langfristige Werbeerfolge zu erzielen.

medianet:
Die Customized Hub Agency 'Violet' ist auch weiterhin für die Kommunikations- und Contentstrategie verantwortlich. Inwieweit wird es hier eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Agenturen geben? Oder werden beide Agenturen getrennt voneinander arbeiten?
Oblin: Violet – bestehend aus Aandrs, dialogic, papabogner und Virtual Identity – wird sich weiterhin auf Konzeption, Umsetzung und Optimierung der werblichen Kommunikationsmaßnahmen konzentrieren. Die Vernetzung beider Agenturen erfolgt zukünftig über das Mediahouse der Post, dort werden gemeinsam alle Maßnahmen für die Kampagnen- und Kanalsteuerung geplant und umgesetzt. adverserve bildet den letzten integralen Bestandteil für eine ganzheitliche und integrierte Aussteuerung aller Maßnahmen entlang der ganzen Customer Journey. So können wir den zukünftigen Herausforderungen im Bereich Marketing und Werbung optimal begegnen.

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