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„Night of Light” für die Eventbranche © Rainer Knäpper/Free Art License1.2/commons.wikimedia

Deutsches VorbildIn Deutschland fand bereits im Juni letzten Jahres die sogenannte Night of Light statt. Nun folgt am 22. Juni ein österreichisches Pendant.

© Rainer Knäpper/Free Art License1.2/commons.wikimedia

Deutsches VorbildIn Deutschland fand bereits im Juni letzten Jahres die sogenannte Night of Light statt. Nun folgt am 22. Juni ein österreichisches Pendant.

Redaktion 11.06.2021

„Night of Light” für die Eventbranche

Protestaktion soll als Zeichen der Solidarität für Veranstalter in der Corona-Pandemie am 22. Juni stattfinden.

WIEN. Dass die Pandemie die gesamte Event- und Veranstaltungsbranche auf den Kopf gestellt hat, ist kein Geheimnis. Livecom, die Vereinigung der österreichischen Veranstaltungsdienstleister, will nun mit der Aktion „Night of Light” ein „flammendes Signal für das Überleben der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft setzen”, heißt es in einer Aussendung.

„Zeichen der Solidarität”

Bereits letztes Jahr hätten „deutsche Kollegen mit #AlarmstufeRot und der Night of Light eine der größten Protestaktion unserer Branche initiiert”, heißt seitens der Livecom. 40.000 Mitwirkende aus mehr als 8.000 Unternehmen hätten mehr als 9.000 Bauwerke in rotes Licht getaucht. In Österreich wolle man nun auch zum Ausdruck bringen, wie heikel die Lage ist, indem dazu aufgerufen wird, dass Betroffene am 22. Juni ihre Gebäude rot beleuchten. Seit knapp 15 Monaten sei man „nahezu ununterbrochen im Lockdown” und trotz einiger Öffnungsschritte sei „klar”, dass große Privat-, Wirtschafts- und Kulturveranstaltungen noch länger nicht stattfinden können. Zudem sei die Eventbranche von monatelangen Vorlaufzeiten geprägt, die wirtschaftlich fordernd sind. „Die Verlängerung der aktuellen Wirtschaftshilfen sowie der Kurzarbeit sind dabei für uns existenziell”, heißt es.

Licht soll aufmerksam machen

Ziel sei daher, für die Beschäftigten der Branche „eine planbare Perspektive und die noch notwendigen wirtschaftlichen Maßnahmen einzufordern”, heißt es in der Aussendung weiter.

„Wir machen Licht für die Kunst, Licht für die Kultur, Licht für Messen und Kongresse, Licht für Unternehmen und Einzelunternehmer, Licht für alle Menschen in der Veranstaltungswirtschaft. Licht für mehr Wertschätzung, für eine öffentliche Wahrnehmung unserer gesamten Branche”, so Livecom.
Es wird aufgefordert, dass „Theater, Clubs, Denkmäler, Stadthallen, Firmengebäude, Restaurants, Eventlocations, Messehallen, Brücken, Wahrzeichen, Gebäude, Landmarken” rot beleuchtet werden. Zudem könnten auch Menschen, „die Veranstaltungen vermissen” ihre Balkone, Terrassen oder Gärten ebenfalls in rot erstrahlen lassen.

Offener Brief an Blümel

Da der „Wiederhochfahr-Prozess” der Eventbranche noch „aufgrund ihrer Beschaffenheit und Vielschichtigkeit noch weit in das Jahr 2022” reichen werde, habe man sich seitens der Livecom zudem entschlossen, offene Briefe an Finanzminister Blümel, Arbeitsminister Kocher und AMS-Leiter Kopf zu senden. Im Brief an Blümel heißt es, die ersten Öffnungsschritte würden für „Teilbereiche der Gastronomie und Hotellerie die ersten wirtschaftlichen Impulse” setzen, jedoch für Veranstaltungsdienstleister „in den nächsten Monaten noch wenig Auswirkung haben”.

Das Bundesministerium für Finanzen sei „gefordert, endlich für entsprechende tragfähige Rahmenbedingungen zu sorgen, um Veranstaltungen unter wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen durchführen zu können”. Für „klärende und konstruktive Gespräche im Sinne einer lösungsorientierten Herangehensweise” stehe die Livecom zur Verfügung, heißt es im Brief. (red)

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