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Nimmt das denn nie ein Ende?
Redaktion 10.09.2021

Nimmt das denn nie ein Ende?

Wer sich gern auf anderes konzentrieren würde, wird bitter enttäuscht. Die unendliche Geschichte.

Leitartikel ••• Von Sabine Bretschneider

DACAPO. Corona again: Am Mittwoch wurde der „neue Stufenplan” präsentiert. Fazit: Masken für alle, die müssen, für jene, die sollten und für alle, die wollen – oder nicht. Entweder die einen, sommerlicher MNS, oder die anderen, Modell FFP2 – und 3G mit Antigen-Test oder ohne … Im Grunde ist es egal.

In der Gastronomie wurde nie auch nur annähernd durchgehend kontrolliert, am Arbeitsplatz sind die Regeln – sofern irgendjemand noch weiß, was jetzt wo gilt – in vielen Fällen ein Papiertiger im Käfig der Hausordnung, an den Grenzen wird kaum kontrolliert – und die meisten Ansteckungen passieren, so heißt es, ja ohnehin zu Hause (bzw. im Handel, könnte man angesichts der neuen Regeln meinen).
Die einzigen, die sich mit den ständig wechselnden Maßnahmen tatsächlich herumschlagen, sind die Schulen. Und dieses Prozedere läuft, so hört man, schon aus logistischen Gründen nicht ganz friktionsfrei. Die Impfgegner werden zunehmend aggressiver – und die wenigen vernünftigen Stimmen flüstern ihre Ideen pianissimo in ein Sackerl.
Einige Reaktionen: Handelsvertreter Rainer Trefelik freut sich, dass „mit Ausnahme des Lebensmittelhandels die FFP2-Maskenpflicht im Handel österreichweit nur für Ungeimpfte eingeführt wird”. Handelsverbandsvorsitzender Rainer Will ergänzt, dass die Kontrolle der Maskenpflicht nicht vom Handel übernommen werden könne. Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck kontert, der Handelsverband möge „die Verunsicherung abstellen”. Die Polizei hat nach eigenen Angaben anderes zu tun, als Einkäufer zu kontrollieren – und die oberste Gesundheitsbeamtin im Gesundheitsministerium, Katharina Reich, tritt jedenfalls für eine FFP2-Maskenpflicht für alle im kompletten Handel ein. Bundeskanzler und Gesundheitsminister wirken recht zufrieden. Die Impfstraßen sind leer. Tu felix Austria lässt alle Hoffnung fahren, dass die elende Pandemie irgendwann in naher Zukunft zu Ende geht. Das „neue Normal” hatten sich viele wohl anders vorgestellt.

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