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ÖAK-Jahreszahlen 2019: Wechselbad der Gefühle © medianet
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Redaktion 28.02.2020

ÖAK-Jahreszahlen 2019: Wechselbad der Gefühle

Für manche ePaper-Ausgabe der Tageszeitungen gab es erfreuliche Nachrichten – für die Gattung „Magazine” waren die aktuellen Zahlen eher unerfreulich.

Die aktuellen ÖAK-Zahlen für das Jahr 2019 sind da und wenig überraschend führt auch dieses Mal die Kronen Zeitung den Reigen der heimischen Tageszeitungen als größtes Medium an.

Exakt 716.212 Exemplare (davon 33.399 ePaper) der Krone wurden wochentags (Mo–Sa) 2019 verbreitet, 672.779 (davon 32.915 ePaper) wurden verkauft; die Druckauflage liegt bei über 750.000 Exemplaren.

1,1 Millionen am Sonntag

Über der Millionengrenze sind die Sonntags-Auflagen der Kronen Zeitung: Mit einer Verbreitung von 1.121.730 Exemplaren (davon 33.464 ePaper) ist sie das mit Abstand größte Printmedium am Sonntag. Allein von der Krone-Stammausgabe – sie erscheint in Wien, Niederösterreich und Burgenland – wurden sonntags im Jahr 2019 mehr als eine halbe Mio. Exemplare (506.000 davon 11.703 ePaper) verkauft. In allen drei Bundesländern der Stammausgabe und in Oberösterreich ist die Kronen Zeitung – sonntags wie wochentags – erneut die auflagenstärkste Kauf-Tageszeitung.

Rund 582.000 ‚Krone'-Abos

Unverändert wird die Kronen Zeitung überwiegend im Abonnement bezogen. So wurden 2019 wochentags (Mo–Sa) 581.972 Krone-Abos verkauft, über 23.000 davon als ePaper. Die Steigerungsrate beim ePaper-Abo liegt bei 12,3% im Vergleich zum Vorjahr. Der Aboanteil am Verkauf beträgt satte 86,5% .

Horst Pensold, Leiter Sales & Services bei MediaPrint: „Gerade für Leser, die kuratierte Inhalte schätzen und trotzdem die digitalen Vorzüge nutzen wollen, ist das ‚Krone ePaper' eine ansprechende Alternative zur gedruckten Zeitung. Das anhaltende Interesse an unseren digitalen Produkten bestätigt unseren eingeschlagenen Weg, die Services und Produkte digital weiterzuentwickeln.”

Ein Auf und Ab in der Branche

Generell betrachtet, weist die aktuelle ÖAK für das zweite Halbjahr teils starke Verkaufsrückgänge vor allem für den Magazinsektor aus. News etwa liegt bei einer Verkaufsauflage von 64.651 Stück, das sind im Vergleich zum 2. Halbjahr 2018 um über 16.000 weniger. Auch das profil, mittlerweile zur Gänze zum Kurier gehörig, verlor deutlich.

Generell stabil bis rückläufig stellen sich die meisten Tageszeitungen dar.
Hinter der Krone auf Platz zwei liegt bei den Kauf-Tagestiteln die Kleine Zeitung (278.947, plus 976), gefolgt vom Kurier (114.359, um 3.988 weniger). Für die Oberösterreichischen Nachrichten wird eine verkaufte Auflage von 98.537 Exemplaren ausgewiesen, das ist um 2.882 weniger als im Vergleichszeitraum; für die Tiroler Tageszeitung 75.087 (minus 2.708). Die Salzburger Nachrichten setzten 68.397 Stück ab (minus 1.591), „Die Presse” 68.283 (plus 63), die Vorarlberger Nachrichten 55.916 (ein Rückgang von 1.317) und der Standard 55.452 (um 627 mehr). Die Neue Vorarlberger Tageszeitung schließlich hatte eine verkaufte Auflage von 6.672 (minus 298).

Gratis: ‚Heute' vor ‚Österreich'

Bei den Gratiszeitungen meldet die ÖAK für Heute eine verbreitete Auflage von 537.354, ein Minus von 3.864. Die Gratistitel der Mediengruppe Österreich, ausgewiesen als „Österreich & oe24 Kombi”, kamen auf 531.050 verbreitete Exemplare, ein Zuwachs um 573.

Der Auflagenrückgang der Ganzen Woche setzt sich weiter fort, mit 275.593 Stück setzte sie um 13.834 weniger ab als im ersten Halbjahr 2018. Zugelegt haben dagegen die Titel der Regionalmedien Austria (RMA), 3,345 Mio. stark ist deren Auflage und damit um 3.677 höher. Die NÖN erzielten 94.049 (minus 3.078).
tv-media ist mit 143.983 weiterhin stärkster Titel der VGN, büßte aber 21.425 Stück verkaufte Auflage ein; bei Woman betrug der Rückgang 14.630 auf 106.104, auch die VGN-Magazine trend (36.190, minus 4.622) und e-media (27.094, minus 8.532) verloren.
Beim profil, das nicht mehr in der VGN beheimatet ist, beträgt die verkaufte Auflage 50.914 Stück, das ist ein deutliches Minus von 9.442.

Ein Gewinn für den ‚Gewinn'

Ein Ausreißer nach oben am Magazinsektor gelang dagegen dem Gewinn, der sich um 5.837 auf 48.115 verkaufte Exemplare steigerte.

Servus in Stadt & Land aus dem Hause Red Bull dagegen verlor um 4.181 auf 106.306.

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