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Online verändert die Druckbranche © onlineprinters

Online-Printing Für Kunden bringt die neue Form der Konkurrenz jedenfalls Vorteile: Das Serviceniveau steigt, für jedes Druckprojekt gibt es passende Anbieter.

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Online-Printing Für Kunden bringt die neue Form der Konkurrenz jedenfalls Vorteile: Das Serviceniveau steigt, für jedes Druckprojekt gibt es passende Anbieter.

Redaktion 15.03.2019

Online verändert die Druckbranche

Auch Druckereien vor Ort können funktionieren – aber wohl nur mit cleverem Marketing und Spezialisierung.

WIEN. Schon mehrmals wurde ihr der Untergang prophezeit, doch die europäische Druckbranche ist mit rund 80 Mrd. € Jahresumsatz weiterhin ein enormer Wirtschaftsfaktor. „Wer sich dem Transformationsprozess stellt, kann kräftig wachsen”, deklamiert beispielsweise Michael Fries, CEO von Onlineprinters; die international tätige Unternehmensgruppe gehört zu den Top Drei der Online­druckereien in Europa.

Dass sich die Druckbranche schon seit Jahren im Wandlungsprozess befindet, bestätigt z.B. Intergraf, die europäische Interessenvertretung der Druck- und Grafischen Industrie. Demnach ging die Zahl der Druckbetriebe im Zeitraum von zehn Jahren (2005–15) um 14% zurück und lag zuletzt bei etwas mehr als 110.000 Firmen. Die Beschäftigtenzahlen sanken im gleichen Zeitraum um etwa ein Drittel auf 622.000 Angestellte.
„Dennoch: Die Branche durchlebt aktuell einen fulminanten, disruptiven Wandel, der keinen Stein auf dem anderen lässt”, konstatiert Fries. Jeder Betrieb müsse sein Geschäftsmodell hinterfragen und auf die neuen Anforderungen im Markt ausrichten – Produkte wie Visitenkarten und Flyer würden in Zukunft nahezu ausschließlich online bestellt und von großen Onlinedruckereien hergestellt.

Aktuelle Markttrends

Der Trend geht zur Zusammenarbeit: „Spezialdrucke, lokale Beratungsleistungen und individuelle Services sind die Stärke von klassischen Druckbetrieben”, sagt Fries. „Viele davon beziehen Briefpapier, Plakate und Broschüren von Onlinedruckereien wie unserer und arbeiten als Reseller. Gleichzeitig kaufen auch wir bei Spezialanbietern, z.B. Letterpress-Visitenkarten- und Werbeartikel-Herstellern – diesen bietet Onlineprinters dann eine Vertriebsplattform. Wer sein Geschäftsmodell aus­differenziert, wird erfolgreich sein.”

Fries geht davon aus, dass der Umsatz der Onlinedruckereien in Westeuropa innerhalb der nächsten Jahre weiterhin zweistellig wachsen wird.
„Aktuell beliefern wir eine Million Kunden überwiegend aus dem Businessbereich in mehr als 30 Ländern Europas.” Die größtenteils standardisierten Produkte werden im Sammeldruckverfahren verarbeitet, was ein niedriges und ­transparentes Preisniveau garantiert.
Statt einen Auftrag einzeln herzustellen, kombiniert das E-Commerce-Unternehmen mittels komplexer Algorithmen bis zu 50 Aufträge auf einem Druckbogen; dadurch wird das Papier optimal genutzt und es werden Kosten gespart, was auch der Umwelt zugutekommt. (pj)

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