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Optimierter Schutz © Panthermedia.net/Bastian Weltjen

Frage der ZeitIst der Einsatz aktueller Techniken mit Datenschutzstandards vereinbar?

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Frage der ZeitIst der Einsatz aktueller Techniken mit Datenschutzstandards vereinbar?

Thomas N. C. Mach 11.01.2019

Optimierter Schutz

Im Forschungsprojekt „Safe-DEED” wird mit Hochdruck an der Zukunft der Datenökonomie gearbeitet.

••• Von Thomas N. C. Mach

WIEN. Das Studio Data Science der RSA FG gab kürzlich bekannt, ein auf drei Jahre anberaumtes und vom „EU-Horizon 2020”-Programm gefördertes Verbundprojekt „Safe-DEED” zu starten.

Dies stehe für „Safe Data Enabled Economic Development”, also sichere datengetriebene wirtschaftliche Entwicklung. Im Rahmen des Projekts arbeite RSA FG mit hochkarätigen europäischen Partnern zusammen.

Anonymisierte Datensätze

Ziel des Forschungsprojekts sei es, die Vereinbarkeit von datengetriebenen Geschäftsmodellen und modernen Begleittechniken der Datenanalyse (wie beispielsweise Multi-Party Computation oder auch die De-Anonymisierung mittels europäischer Gesetze) zu überprüfen und zu bewerten.

Dabei arbeitet die RSA FG mit verschiedensten Partnern wie etwa dem Know-Center, der TU Delft, der Katholischen Universität Leuven, dem Infineon-Konzern, forthnet, LS Tech und eurecat zusammen.
Multi-Party Computation ist ein aktuelles Teilgebiet der Kryptografie, welches die Anwendung von Algorithmen auf Datensätze erlaubt, ohne dabei jemals die Originaldaten zu enthüllen.

Geschäftsmodelle prüfen

De-Anonymisierung wiederum bezeichnet eine Technik des Data Minings, im Rahmen derer zuvor anonymisierte Daten wieder re-identifiziert werden.

„Das Projekt ‚Safe-DEED' wird sich ganz genau ansehen, inwieweit der Einsatz dieser Techniken mit den Datenschutzstandards in der EU vereinbar ist”, betont der Leiter des RSA FG-Studios Data Science, Mihai Lupu. „Aber es geht uns auch um ethische Fragen, um Datensicherheit beim Austausch von persönlichen und von Industriedaten und um die Frage der möglichen Limits von Geschäftsmodellen.”

Kick-off in Wien

Die acht Partner aus sechs EU-Staaten werden dazu bis zum 30. November 2021 forschen. Ein Ende des vergangenen Jahres stattgefundenes Kick-off-Meeting in Wien mit mehr als 20 Wissenschaftler und Industriepartnern machte dabei den Anfang.

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