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AusbauThomas Prantner über den Erfolg der ORF-Videoplattform: „Innerhalb von zehn Jahren ist es uns gelungen, die ORF-TVthek zur größten österreichischen Videoplattform zu entwickeln.” Monatlich nutzen 1,5 Millionen Userinnen und User die Plattform.

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AusbauThomas Prantner über den Erfolg der ORF-Videoplattform: „Innerhalb von zehn Jahren ist es uns gelungen, die ORF-TVthek zur größten österreichischen Videoplattform zu entwickeln.” Monatlich nutzen 1,5 Millionen Userinnen und User die Plattform.

Dinko Fejzuli 22.03.2019

Poleposition sichern

Neuer Look, mehr Personalisierung, neue Themen-Lanes – Rollout für Web und mobile Apps, weitere Plattformen folgen bis Herbst.

••• Von Dinko Fejzuli

WIEN. Die TVthek des ORF ist runderneuert worden und seit Dienstag dieser Woche im neuen Design verfügbar. Nicht nur optisch wurde die Videoplattform modernisiert, etliche Neuerungen sollen eine bessere Usability bieten. So wurden die Navigation neu organisiert, das Fenster des Web-Players vergrößert und zusätzliche Personalisierungsoptionen geschaffen.

Noch mehr Österreich

Inhaltlich neu ist unter anderem, dass unter dem Motto „Noch mehr Österreich” das Programm der Landesstudios gebündelt wird; damit erhalte die regionale Berichterstattung „einen noch höheren Stellenwert direkt auf der Startseite”. Auch der Live-Bereich wurde überarbeitet, ausgebaut werden soll das „Live Spezial”-Angebot (zusätzliche bzw. die TV-Berichterstattung ergänzende Streams).

Neue Rubriken sind zum einen die Themenseite „Im Fokus” zu großen aktuellen Themen, zum anderen die „Letzte Chance” – hier werden die User auf Content hingewiesen, der aufgrund der Sieben-Tage-Regel in Kürze aus der TVthek genommen werden muss. Hinweise auf das kommende Programm mit Trailern, etc. gibt es künftig auch.

Personalisierte Konfiguration

Gänzlich neu ist die Möglichkeit, sich persönliche Wunschthemen zu konfigurieren; derzeit zur Wahl stehen die Themengruppen Filme & Serien, News, Dokus & Magazine, Leben & Lifestyle, Kultur, Sport-Highlights, Wirtschaft sowie Shows & Stars.

Die barrierefreien Angebote werden nun „deutlicher und an mehreren Stellen präsentiert”, ein weiterer Ausbau sei geplant, so der ORF.
Der ORF setze damit „einen weiteren entscheidenden Schritt in seiner Digitalisierungsoffensive”, erklärte ORF-Online-Chef und stellvertretender Technikdirektor Thomas Prantner, den medianet über den Relaunch zu einem Interview bat.


medianet:
Die neue TVthek bringt viele Neuerungen für die User. Welche positiven Auswirkungen erwarten Sie sich für die Vermarktung der Site?
Thomas Prantner: Durch das umfassende Redesign kommen Werbeflächen nun noch besser zur Geltung, und die neue ORF-TVthek ist ein wirkliches Hochglanz-Umfeld, um Marken wirksam zu positionieren. Im Mobilbereich und bei den Apps wurden sämtliche Werbe-Integrationen überarbeitet und ermöglichen nun die Schaltung von großflächigen Werbeformen in der ORF-TVthek. Durch den deutlich größeren Video-Player erhalten die Pre-Roll-Spots der Werbekunden eine noch höhere Werbewirkung.

medianet:
Ein weiteres neues Feature ist die Lane ‚Letzte Chance', die im Zusammenhang mit der Sieben-Tage-Regel eingeführt wurde. Aktuell ist ein neues ORF-Gesetz in Arbeit. Wie hoch schätzten Sie die Chance, dass diese Regel fällt und warum wäre dies aus Ihrer Sicht wichtig?
Prantner: Es gibt breiten Konsens, dass die anachronistische und userfeindliche Sieben-Tage-Regel bei der ORF-TVthek abgeschafft werden sollte. Ich bin daher sehr optimistisch, dass dies auch gesetzlich geändert und etwa auf 30 Tage verlängert wird. Aber auch in diesem Fall würde die Lane ‚Letzte Chance' bestehen bleiben.

medianet:
Gab es beim Relaunch weitere Dinge, die Sie gern gemacht hätten, die aber durch gesetzliche Regelungen nicht möglich waren?
Prantner: Ja, sicherlich gibt es Wünsche für Zusatzfeatures, die derzeit gesetzlich noch nicht erlaubt sind, wie zum Beispiel ‚Online first', ‚Online only' oder die Regelung, dass wir Videobeiträge nach Ablauf der sieben Tage-Frist nicht unmittelbar ins Videoarchiv ‚History' stellen dürfen, sondern zwei Monate warten müssen. Viele User sind verärgert über solche weltfremden Regelungen.

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