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Punktgenau: Radio ist "Medium der Stunde" © Martina Berger

Ingrid Thurnher.

© Martina Berger

Ingrid Thurnher.

Redaktion 22.04.2022

Punktgenau: Radio ist "Medium der Stunde"

In den vergangenen Jahren entwickelte sich Radio gut. Gerade in den aktuellen turbulenten Zeiten weiß das Medium zu überzeugen.

••• Von Georg Sander

WIEN. Das Medium Radio besticht durch vielerlei Vorteile. Einer davon ist: Es kann eigentlich bei jeder nur denkbaren Aktivität gehört werden. In Zeiten des Smartphones und flächendeckenden Internets kann zwar auch immer und überall ferngesehen werden – allerdings gibt es sowohl beruflich als auch in der Freizeit Einschränkungen. Nicht immer kann auf den Screen geschaut werden. Hinhören kann man aber eigentlich (fast) immer, auch wenn ansonsten nichts mehr geht.

Focus sieht Radio im Plus

Nachdem es letztes Jahr mit über neun Prozent ein sattes Plus gegeben hatte, konnte diese Entwicklung mit 5,4 Prozent plus 2021 gewissermaßen bestätigt werden. Einen kleinen Vorteil hat dabei der ORF mit seinem öffentlich-rechtlichen Auftrag: Die Hörfunkprogramme des ORF konnten um sieben Prozent zulegen, die Privatradios insgesamt um „nur” 3,6 Prozent. Grund zur Freude gibt es indes überall.

ORF nimmt den Auftrag wahr

„Radio ist erstens ein schnelles Medium und kann in Echtzeit Informationen übermitteln”, hält Ingrid Thurnher, ORF-Radiodirektorin, gegenüber medianet fest. Weiters ermöglichen die diversen Radioformate, mit „unterschiedlichen Wissenstiefen eine Sachlage auszuleuchten”.

Gerade in krisenhaften Zeiten, so die Direktorin, ermögliche Radio deswegen schnelle, umfassende und erklärende Information. Es bietet Orientierung in schwierigen Zeiten. Krisen, wie der Angriffskrieg auf die Ukraine, zeigen, wie wichtig die klassische Ultrakurzwelle sei.
„Es ist eine großartige Sache, dass Radio verschiedene Ausspielwege nutzen kann, um die Information, die Menschen benötigen, auch in schwierigen Situationen anbieten zu können”, erklärt Thurnher.
In der Pandemie schließlich habe sich gezeigt, dass „für uns der öffentlich-rechtliche Auftrag an erster Stelle steht und dazu gehört umfassende Information, ­Unterhaltung im besten Sinne des Wortes und natürlich Service”.

Freude auch bei Privaten

Das öffentlich-rechtliche Radio ist die eine Sache, das private die andere. Nach dem großen Zuwachs im letzten Jahr stellt sich nun die Frage, wie es punkto Radio dort aussieht. „Radio hat die Umsätze in den letzten beiden Jahren sehr stabil auf hohem Niveau gehalten bzw. gesteigert, auch jetzt ist die Nachfrage ungebrochen hoch”, meint dazu Mario Frühauf, Geschäftsführer von Kronehit, auf Anfrage.

„Radio ist als Tagesbegleiter immer und überall mit dabei”, bestätigt er die eingangs erwähnte Annahme. Zudem würde Radio auch „die Menschen herausholen aus den vielen negativen Nachrichten in eine Wohlfühlumgebung”. Radiowerbung sei sehr kosteneffizient und erreiche täglich rund 75% der Bevölkerung.

Wichtige Informationsrolle

Die Privatradios hätten auch hinsichtlich Information eine enorm wichtige Rolle, wie sein Kollege Philipp König festhält: „Gerade in Krisensituationen, sei es durch Krieg oder Naturkatastrophen, spielt objektive Information durch private, unabhängige Rundfunkunternehmen eine wichtige Rolle.” Internetbasierte Informationsquellen wären einerseits anfällig für Falschinformation und durch gezielte Eingriffe einfach zu unterbinden. Im Gegensatz dazu sind Informationen über UKW leichter zu transportieren und auch in absoluten Krisen aufrechtzuerhalten.

In ein ähnliches Horn stoßen Joachim Feher, CEO von RMS Austria, und Corinna Drumm, Geschäftsführerin des Verbands österreichischer Privatsender (VÖP). Privatradios müssen aber klarerweise auch finanziert werden. „Radiowerbung kann Personen hervorragend aktivieren. Sie ist außerdem sehr flexibel und kosteneffizient, was viele Werbetreibende gerade in schwierigen Situationen mit geringer Visibilität besonders schätzen”, erklärt etwa die Geschäftsführerin.

Werbung ist punktgenau

Feher meint: „Alle Merkmale von Radiowerbung treffen punktgenau die aktuellen Marketinganforderungen. In einer Zeit, in der Kurzfristigkeit und Flexibilität unabdingbar sind, punktet Radio mit Schnelligkeit in der Produktion, extrem kurzen Buchungszyklen, schneller Durchdringung der Zielgruppen, der höchsten Effizienz aller Mediengattungen, genau steuerbaren Einsatzpunkten und einer immensen Aktivierungskraft.”

Das führe dazu, dass die Konsumenten die Kaufimpulse in Handlungen übersetzen. Feher meint abschließend mit Stolz: „Radio ist aus vielerlei Gründen das Medium der Stunde.” Service, Information, Werbung – Radio ist ein gutes Umfeld.

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