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Rebranding: Wien im Herzen und im Namen © Michael Inmann

Führungstrio mit zwei Agenturen Jana David-Wiede­mann (CEO), ­Andreas Spielvogel und Thomas Tatzl (beide CCO).

© Michael Inmann

Führungstrio mit zwei Agenturen Jana David-Wiede­mann (CEO), ­Andreas Spielvogel und Thomas Tatzl (beide CCO).

Redaktion 15.10.2021

Rebranding: Wien im Herzen und im Namen

Zwei Agenturen: Aus PKP BBDO und DDB wird künftig, auch als Statement, BBDO Wien und DDB Wien.

••• Von Dinko Fejzuli

 

WIEN. In der heimischen Kreativbranche gibt es mit dieser Woche Neuigkeiten zu vermelden: Die beiden etablierten Wiener Werbe- und Kreativagenturen BBDO und DDB stellen sich ganz neu auf. Als zwei Agentur-Marken unter einem gemeinsamen Dach widmen sich die beiden als BDO Wien und DDB Wien mit neuer Positionierung der strategischen Beratung und kreativen Konzeption für ihre Kunden. Der Neupositionierung selbst ist ein mehrmonatiger Brandingprozess vorangegangen.

Künftig heißt es also – nachdem die PKP nicht mehr Teil der Marke, der Agentur und des Unternehmens ist – nun ab sofort BBDO Wien und DDB Wien, eingehängt unter dem neuen Dach der BBDO Group Kreativagenturen GmbH.
Und dieser Plural soll eben hervorheben, dass es mit BBDO Wien und DDB Wien zwei Agenturen gibt, die eigenständig arbeiten und sich individuell weiterentwickeln – so die drei Geschäftsführer Jana David-Wiedemann, Thomas Tatzl und Endy Spielvogel im Gespräch mit medianet, und dass es durchaus Fantasien für Neues gibt.

Digitales Brandbook

Interessant, so die drei unisono, war, dass man jetzt selbst einen Brandingprozess, den man sonst mit und für Kunden entwickelt hatte, nun für sich selbst umgesetzt hat – mit vor allem viel Innenwirkung, was dem Unternehmen, aber vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, gutgetan habe.

Es gibt auch statt einem gedruckten nun ein digitales Brandbook, welches jederzeit adaptiert, an die Mitarbeiter angepasst und von diesen mobil am Handy genutzt werden kann.
„Wir wollten Klarheit in den Strukturen schaffen, nach innen und außen. Wir haben festgestellt, dass es eine starke Kultur im Haus gibt, aber das remote Arbeiten hat hier einiges in Bewegung gebracht und darauf haben wir reagiert”, so David-Wiedemann.

Emotion meets Empathie

Und was ist jetzt das Neue an den beiden Agenturen? Die beste Antwort darauf seien jeweils die neuen Leitmotive der beiden Agenturen. Bei der DDB Wien heißt es da: „Wir glauben an die Kraft der Emotion – unsere Kommunikation ist dann gelungen, wenn sie auf unerwartete Weise berührt.” Und das bedeutet, dass es oft einen viel direkteren Zugang zum kreativen Produkt gibt, „manchmal unerwarteter, intuitiver, mutiger, viel mehr front-end getrieben”, so Endy Spielvogel.

Und bei der BBDO Wien lautet das Credo „Wir glauben an die Kraft der Empathie – unsere Kommunikation ist gelungen, wenn Herz und Hirn einander ein High Five geben.”
Wobei, das betonen alle drei, es nicht ein „entweder, oder” gäbe. Es ginge oft mehr um Nuancen und die Frage, bei welcher der beiden Agenturen potenzielle Kunden das stimmigere Gefühl haben.

Quo vadis

„Wir haben viele Anfragen auf der BBDO-Seite für Brandingprozesse von Unternehmen, die sich die Fragen stellen: ‚Wo stehe ich jetzt und wo möchte ich eigentlich hin?'. Und das ist etwas, was von der BBDO-Seite mitgegeben wird, dieser starke strategische Drang und dieser holistische Markenansatz.

Bei der BBDO haben wir Kunden wie Billa oder Wiener Zucker, die wir auch in diesen Fragen der Markenführung erfolgreich begleiten”, so Jana David-Wiedemann.
Auf der anderen Seite nennen Tatzl und Spielvogel mit Brau Union Österreich einen Kunden, der „irrsinnig starke Tools hat. Und die musst du kreativ bespielen können; weil die selbst schon so geladen sind mit strategischen Gedanken, brauchen sie jemanden, der das mutig übersetzt, umsetzt und pusht und es hat sich über die Jahre gezeigt, dass wir hier der richtige Ansprechpartner sind.”

New Work in neuen Zeiten

Die jetzige Struktur sei auch durchaus das Ergebnis des gelebten letzten Pandemie-Jahres.

So wie alle anderen habe man reagiert und nun ein sogenanntes Fix & Float-Arbeitsmodell eingeführt, wo sich Mitarbeiter für Präsenz oder eben ein flexibles Kommen und Gehen entscheiden können. Das habe sich bestens bewährt, so Spielvogel.

Upside down als Modell

Gefragt danach, was denn bei ihnen anders als bei den anderen sei, sagen Spielvogel und Tatzl Folgendes: „Es ist nicht wie in anderen Häusern, die sagen, sie haben mehrere Marken, aber darunter ist alles gleich. Bei uns ist es eigentlich genau andersrum. Wir haben zwar ein gleiches Fundament mit der Group, aber haben inhaltlich zwei Biotope, die eigenständig agieren”, so das Trio.

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