MARKETING & MEDIA
Shiny happy people © APA/AFP/Piero Cruciatti
© APA/AFP/Piero Cruciatti

sabine bretschneider 07.09.2018

Shiny happy people

KTHE und Marketagent.com haben die nächste Generation ­unter die demoskopische Lupe genommen. Ein Fazit: Video, ergo sum.

••• Von Sabine Bretschneider

Plumpe Verallgemeinerungen und das simple Zusammenfassen verschiedener Altersgruppen haben sich bis dato als wenig zielführend herausgestellt. Gibt es ­diese prototypischen Millennials überhaupt, die jedes gängige Klischee erfüllen? Der Austrian Millennial Report 2018, erstellt vom digitalen Markt- und Meinungs­forschungsinstitut Market­agent.com und der Kreativagentur Kobza And The Hungry Eyes, beantwortet diese Frage – und ­medianet beleuchtet die Ergebnisse hinsichtlich der Bereiche Medien und Social Media.

Nicht ohne mein Handy

Österreichische Millennials unterscheiden sich in einem Punkt jedenfalls nicht von ihren Altersgenossen im Rest der Welt: Sie sehen das Internet und ihr Handy als Überlebenswerkzeug, nehmen es buchstäblich überallhin mit und könnten keine Woche ohne überleben. Auf Freunde, Familie und Sex zu verzichten, fiele ihnen leichter.

Das Mediennutzungsverhalten verschiebt sich von klassischen Medien zu internetbasierten Services wie YouTube, Netflix und Amazon Prime. Mil­lennials haben nicht viel Geld zur Verfügung, sind aber eher bereit, dieses für kostenpflichtige Abos auszugeben als die älteren Generationen.
Ohne Social Media können und wollen Millennials nicht mehr leben. Aber wie überall auf der Welt sinken auch in Österreich vor allem die Nutzungszahlen von Facebook langsam, aber kontinuierlich. Millennials nutzen Facebook zwar noch, allerdings zu über 60% lediglich passiv. Und wenn es darum geht, welches Netzwerk die Millennials glücklich macht, erreicht Facebook nicht einmal mehr die Top 10.

Mach mich glücklich!

„Visual Social Media” sind auf dem Vormarsch, Plattformen wie Instagram werden von den Millennials zu 70% aktiv genutzt. Die Top 5-Social Media-Plattformen, die als „Glücklichmacher” gerated wurden, sind – außer WhatsApp – allesamt bildbasierte Services, wie YouTube, Pinterest, Tumblr und Instagram. Fotos, Memes, GIFs, Videos und Services, die es einfach machen, visuellen Content zu konsumieren, sind die neuen Social Media-Lieblinge. „Millennials geben an, dass sie durch Soziale Medien mehr Aufmerksamkeit bekommen, aber auch eifersüchtig werden”, so ein Fazit der Studienautoren. „Trotz allem macht Social Media das Leben leichter.”

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