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Sichtbarkeit schaffen © APA/Rastegar

Julia ­WippersbergSeit Jänner 2019 ist Julia Wippersberg die neue APA-OTS- Geschäftsführerin. Zuletzt verantwortete sie den Bereich Research und Consulting der APA-DeFacto.

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Julia ­WippersbergSeit Jänner 2019 ist Julia Wippersberg die neue APA-OTS- Geschäftsführerin. Zuletzt verantwortete sie den Bereich Research und Consulting der APA-DeFacto.

Redaktion 03.05.2019

Sichtbarkeit schaffen

Seit Jänner hat APA-OTS mit Julia Wippersberg eine neue Geschäftsführerin. Im Fokus steht die Arbeit an bestehenden und neuen Produkten.

WIEN. Seit Jänner hat APA-OTS mit Julia Wippersberg eine neue Geschäftsführerin. Im Fokus steht die Arbeit an bestehenden und neuen Produkten.

In den letzten acht Jahren konnte Julia Wippersberg die APA – Austria Presse Agentur bereits kennenlernen. Sie war  innerhalb der APA in verschiedenen Funktionen tätig und zuletzt bei APA-DeFacto für den Bereich Research und Consulting verantwortlich.

Lange Historie

Davor hatte sie als Leiterin des ebenfalls der APA zugehörigen MediaWatch-Instituts für Medienanalysen bereits eine Leitungsfunktion in der APA Gruppe inne. In ihrer jetzigen Tätigkeit rückt die habilitierte Kommunikationswissenschafterin wieder näher an die PR heran. „In den letzten Jahren hatte ich vor allem mit Analysen und Beobachtung zu tun und finde es spannend, jetzt etwas Neues zu machen”, so Wippersberg. 

Mit dem APA-OTS Originaltext-Service bietet die APA-Gruppe ein Produkt, dass eine lange Geschichte hat und dabei auf einer simplen Idee beruht, nämlich der Verbreitung von Inhalten, sprich Presseaussendungen, an relevante Zielgruppen. „Es geht grundsätzlich darum, Öffentlichkeit herzustellen. Wenn ich verlässlich eine bestimmte Menge an Personen erreichen möchte, ist es gut, mich auf eine Infrastruktur zu verlassen, die das zur Verfügung stellt”, führt Wippersberg aus. Während die Idee immer dieselbe bleibe, versuche man, das Produkt weiterzuentwickeln, so Wippersberg: „OTS ist nach wie vor ein gern und häufig genutztes Portal, die Kanäle der PR sind aber breiter geworden, und wir untersuchen, wie wir auch dort Sichtbarkeit für unsere Kunden schaffen können.”

Videos und Influencer

Ein Thema, das derzeit stark im Kommen ist und deshalb verstärkte Aufmerksamkeit genießt, ist der Video-Bereich. Für APA-OTS geht es dabei einerseits um die Produktion, stärker noch um die Verbreitung. „Das Thema der visuellen Kommunikation beschäftigt uns im ganzen Konzern. Video erweitert die Kommunikation immer stärker – derzeit aber noch als Ergänzung zur textlichen Berichterstattung”, erläutert Wippersberg. Die Einschränkung auf eine jüngere Zielgruppe sieht sie dabei nicht, der Trend zu Video ist in allen Altersschichten unübersehbar.  Durch die Erweiterung der APA-OTS-Produkte um neue Komponenten erhofft man sich einerseits Verbesserungen für bestehende Kunden und andererseits die Ansprache neuer Kundensegmente.

Ein Blick über die Grenzen

Im Analysestadium befindet man sich bei APA-OTS derzeit auch, wenn es um die Ansprache von Bloggern und Influencern geht, die oft nicht über die selben Kanäle wie klassische Medien erreichbar sind. „Wir wissen, dass die PR mit Bloggern und Influencern zusammenarbeitet; nun gilt es, herauszufinden, über welche Kanäle wir sie erreichen können”, so die neue APA-OTS- Geschäftsführerin. Die Zukunft liege jedenfalls, so Wippersberg weiter, in der Individualisierung und Personalisierung – auch im Kontakt mit Journalisten. 

Um an Ideen für neue Produkte und Innovationen zu kommen, hilft oft ein Blick über die Landesgrenzen hinaus – dabei ist allerdings auch Vorsicht geboten. „Man muss beim Blick außerhalb des Landes das Maß behalten – in Deutschland gibt es etwa viele große Unternehmen. Bei neuen Produkten geht es darum, zu schauen, welche Teile für Österreich umgesetzt werden können”, erklärt Wippersberg. Ein Beispiel sei die Einrichtung von sog. Corporate Newsrooms, wie es sie in einigen großen US-Unternehmen gibt. Um so ein Konzept umzusetzen, brauche es eine gewisse Unternehmensgröße, die in Österreich oft fehle. Das ist eine Frage des Marktpotenzials.  

Zukunftsworkshop

Der Frühling hat bei APA-OTS mit einem Zukunftsworkshop begonnen; im Fokus stand dabei naturgemäß der laufende Wandel der Medien- und Kommunikationsbranche, der eine ständige Herausforderung ist, die es zu bewältigen gilt. „Unsere Aufgabe ist es, Sichtbarkeit herzustellen; dabei stellt sich die Frage, wie man an die Öffentlichkeiten herankommt”, führt Wippersberg aus. „Wir haben uns intensiv mit der Frage nach der Weiterentwicklung bestehender und die Einführung neuer Produkte beschäftigt.” Mögliche Produktneuerungen wurden dabei im Detail durchgedacht und auf die notwendigen Anforderungen untersucht. Bei Videoprodukten müsse etwa sichergestellt sein, dass Videos zu jedem Zeitpunkt hochgeladen werden können, und dass außerdem entsprechende Reporting-Funktionen verfügbar sind.

Eingespieltes Team

Während Trends zwar grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen sind, dürften sich einige Entwicklungen im Medien- und Kommunikationsmarkt aber als permanent erweisen. Wippersberg: „Beim Medienkonsum wird die einstmalige Linearität wohl nicht wiederkehren – wieso sollte jemand die gewonnene Freiheit aufgeben wollen?” Dieser Wandel erfordert von Kommunikation und Information ständige Anpassungen.

Die ersten 100 Tage waren für die neue APA-OTS-Geschäftsführerin einerseits von der Einarbeitung in bestehende Prozesse geprägt, andererseits hat Wippersberg bereits erste Richtungsvorgaben vorgenommen. „Ich kann bei meinem Team auf viel Know-how bauen, das Team weiß wahnsinnig gut, was es tut. Es macht Spaß, jetzt neue Dinge anzugreifen und wieder zu den Kunden zu gehen”, so Wippersberg. Gerade das disperse Kundenportfolio von APA-OTS bietet großes Potenzial. „Wir haben viele Kunden, die unterschiedliche Professionalisierungsgrade haben – manche wollen begleitet und beraten werden, während andere gern selbst arbeiten”, erläutert Wippersberg. 

Persönlicher Kontakt zählt

Denn was bei allen Neuerungen in jedem Fall erhalten bleiben soll, ist der persönliche Kontakt. Von vollständiger Automatisierung hält Wippersberg nicht viel: „Ich bin kein Freund davon, alles zu automatisieren; viele Kunden schätzen den persönlichen Support – der menschliche Aspekt ist dort unumgänglich.” (fej/shr)

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