MARKETING & MEDIA
Spielfeld für Brands © PantherMedia/AlessandroBiascioli

Die heimischen Gaming-Fans sind weder Nerds noch Stubenhocker, sondern gesellig, aufgeschlossen und sportlich.

© PantherMedia/AlessandroBiascioli

Die heimischen Gaming-Fans sind weder Nerds noch Stubenhocker, sondern gesellig, aufgeschlossen und sportlich.

Redaktion 02.07.2021

Spielfeld für Brands

Gaming ist längst im Massenmarkt angekommen, wird von heimischen Marken aber immer noch als Nische gesehen.

WIEN. Das Bild vom nerdigen Gamer, dessen sozial isoliertes Leben sich praktisch nur online abspielt, hält sich hartnäckig, hat mit der Realität aber nichts mehr zu tun, wie schon verschiedene Studien in den letzten Jahren gezeigt haben. Auch der kürzlich erschienene Gaming Atlas 2021 von Jung von Matt und dem internationalen Meinungsforschungsinstitut Insightful, für den mehr als 40.000 Personen in über 20 Ländern befragt wurden, widerlegt etliche Klischees und liefert Markenverantworlichen spannende Insights.

Vielseitige Interessen

Gaming ist auch in Österreich längst keine Nische mehr, sondern ein beliebter Freizeitspaß für viele: 44% der 2.000 österreichischen Studienteilnehmer im Alter ab 16 Jahren gaben an, mindestens fünf Stunden pro Woche zu spielen, jeder Fünfte bezeichnet sich als kompetitiven Spieler, wobei der Spaß an der Sache in beiden Gruppen die Hauptmotivation für das Gamen ist.

Aber die Gamer beschäftigen sich nicht ausschließlich mit Online-Spielen, sondern sind vielseitig interessiert. Die Quote jener, die sich für Sportübertragungen – von Fußball, über Skifahren und Tennis bis Motorsport – begeistern, ist unter den Gamern deutlich höher als in der Gesamtbevölkerung. Auch das Vorurteil, Gamer seien faule Couch Potatoes, widerlegt die Umfrage und zeigt stattdessen, dass sie sogar mehr Sport betreiben als Herr und Frau Österreicher im Durchschnitt.

Attraktives Werbefeld

Sponsorship sowie die Integration von Marken in die gesamte Gaming-Experience wird von den heimischen Gaming-Fans überwiegend als positiv wahrgenommen.

„Wer eine Community anspricht, die aktiv über mehrere Stunden pro Woche mit Spaß und Leidenschaft dabeibleibt, wird einen neuen Anknüpfungspunkt zur Marke herstellen, der sich um ein Vielfaches bezahlt machen kann”, erklärt Florian Rock, Geschäftsführer Strategie bei Jung von Matt Donau, und weist auf die vielen Möglichkeiten hin, die sich in diesem Umfeld hin bieten – von Product Placement bis hin zu getargeten Kampagnen über Branded Content. (red)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL