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Staatspreis Marketing: Einreichen zahlt sich aus © Opinion Leaders Network
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Redaktion 08.04.2022

Staatspreis Marketing: Einreichen zahlt sich aus

Bis zum 22. April kann man noch für den Staatspreis Marketing einreichen. Der Event am 20. Juni bietet aber viel mehr als nur Preise.

••• Von Georg Sander

WIEN. Im Juni 2022 trifft sich die Marketingbranche nach drei Jahren Pause endlich wieder im Rahmen des Staatspreis Marketing. „Wir freuen uns, dass wir die Branche wieder auf die Bühne holen können”, erklärt Niko Pabst vom mitveranstaltenden Marketing Club Österreich (MCÖ) im Gespräch mit ­medianet. Und er verrät Neuerungen: „Es gibt eine Marketing-Expo, und das vorgelagerte Fachprogramm wird auf vier Stunden und zwei thematische Räume ausgeweitet; es wird somit zu einem ganztägigen Marketing-Happening, das mit der Preisverleihung gekrönt wird.”

Wer noch immer nicht genug hat, kann am nächsten Tag noch den Vamp-Award, der vom Marketing Club Österreich verliehen wird, besuchen. Auch hier kann unter vamp-award.at noch eingereicht werden. Vom Ablauf her orientiert man sich an den Bedürfnissen der Branche.

Neu: „Industrie Lounge”

„Neben dem Award und der Expo finden am Nachmittag die Fachkonferenz ‚Marketing Impulse' sowie ein neues Format, die ‚Industrie Lounge', statt”, erklärt Georg Wiedenhofer, Präsident der Austrian Marketing Confederation (AMC) und Veranstalter des Events. „In der Industrie Lounge bereiten wir das Thema ‚Marke' in Kombination mit Employer Branding im Industriebereich auf und fokussieren uns auch auf das Thema Leadgenerierung, wo aufgrund wegfallender Messen in der Pandemie alternative Wege gesucht werden und wurden.” Darüber hinaus wird man sich auch dem Thema Digitalisierung in genau diesem Bereich widmen.

Aber wie geht es der Branche aktuell überhaupt? „Der Fokus hat sich vor allem zu Beginn der Pandemie verschoben”, meint Pabst, „hin zum effizienteren Mitteleinsatz, dem Return on Marketing Investment, und der Dauerbrenner ‚Digitalmarketing' hat zusätzlich Aufwind erhalten.” Sprich: Die Unternehmen wollen Effizienz und messbare Ergebnisse haben. Der MCÖ kann das auch mit Studien belegen: „Zumindest zu Beginn der Krise wurde weniger auf Markenaufbau und Image geachtet, mehr auf den Verkauf. Man will ja nicht in Schönheit sterben, sondern Erfolge sehen.”

Sustainability Marketing

Laut dem MCÖ-Geschäftsführer würde nun auch nicht mehr alles wieder zurückkommen. Die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung hätten die Entwicklung noch befeuert, dass alte Wege verlassen würden, neue kommen. Damit soll der Blick nach hinten abgeschlossen sein, beim Staatspreis am 20. Juni geht es um die Zukunft.

Es wird ein großes Get-together der Branche, man freut sich einfach darauf, dass man sich wieder persönlich treffen kann. „Das hat den Leuten gefehlt, das hören wir auch, wenn wir uns im MCÖ umhören”, meint er. Insofern soll diese Zeit in der Vergangenheit bleiben.
Neben dem Dauerbrenner Digitalmarketing wird auch das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger. Es wird, um dem Rechnung zu tragen, auch eine neue Sonderkategorie „Sustainability Marketing” geben: „Wir wollen Kampagnen auszeichnen, in welchen Marketing die Zukunft mitgestaltet und nicht das Greenwashing im Vordergrund steht.” Die Veranstalter hoffen auf viele Einreichungen aus diesem Bereich, um zu zeigen, dass Marketing auch ein Gamechanger ist und Gutes bewirken kann.

Digital, Marke, Branding

Anfang des Jahres wurde in sieben Ländern in Europa erhoben, welche Themen das Marketing bewegen und welche Herausforderungen die Branche meistern muss.

Die Studie wird in Kürze von der Austrian Marketing Confederation (AMC) in Österreich veröffentlicht, und die Ergebnisse sollen auch thematisch im Vorprogramm des Staatspreis Marketing einfließen. Für die gesamte Branche in Österreich, so Wiedenhofer, steht wie auch schon 2021 das Thema Digitalisierung stark im Fokus.
Weitere Themen sind Brand Strategy- und Management, Employer Branding, Lead Generation und Content Marketing Optimization. Bemerkenswert ist: „In Österreich ist Employer Branding viel stärker ausgeprägt als im Rest von Europa. Das beruht sicher auch darauf, dass als größtes Hindernis im Erreichen von Zielen, laut Studie, das Recruiting von erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht.” Weitere Hindernisse, ergänzt Wiedenhofer, werden laut Ergebnissen in einer konsistenten Customer Experience über alle Touchpoints hinweg gesehen, und drittens wird die Herausforderung gesehen, „die Datenmengen, die es gibt, in praktische Aktionen umzumünzen”. Wer all das und noch mehr am besten umsetzen konnte, wird im Juni ausgezeichnet, beziehungsweise man erfährt von Expertinnen und Experten am Nachmittag vor der Awardshow Tipps und Anregungen.
Die Veranstalter freuen sich nun auf zahlreiche Einreichungen und einen spannenden Marketing-Event von der Fachkonferenz bis zur Aftershow-Party.

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