MARKETING & MEDIA
Vangardist ist jetzt auch eine Agentur © Julian Behrenbeck

Julian Wiehl erzählt, wie aus dem bekannten Magazin eine Agentur wurde, die die bekannte Ästhetik anbieten möchte.

© Julian Behrenbeck

Julian Wiehl erzählt, wie aus dem bekannten Magazin eine Agentur wurde, die die bekannte Ästhetik anbieten möchte.

Redaktion 25.09.2020

Vangardist ist jetzt auch eine Agentur

Julian Wiehl, Gründer des Magazins Vangardist, launcht nun auch eine Agentur gleichen Namens.

WIEN. Es war quasi aufgelegt, dass die Macher des Magazins Vangardist irgendwann Agenturleistungen anbieten würde. Julian Wiehl, CEO & Founder, der auch an der Filmakademie studierte, erklärt, wie es nun zur Gründung der gleichnamigen Agentur kam: „Das Magazin ist ja nicht nur ein Blog. Wir hatten immer auch Videoproduktionen, aufwendige Fotoshootings und gut besuchte Events.”

Eines ergibt das andere

Neben klassischem Journalismus gab es eine Reihe an Produktionen; auf dieser Erfahrung baut man auf. Hinzu kommen noch Kampagnen, wie die Implementierung der HIV+ Ausgabe 2015 von Saatchi&Saatchi Geneva: „Wir verstehen Publishing in weiterem Sinne, machen auch viel Social Media, 35.000 Follower auf Facebook sind für Österreich sehr viel.” Kurz: Alle Disziplinen, die für das Gründen einer Agentur vonnöten sind, wurden schon erprobt und perfektioniert. Dann kam die Frage auf, wie das angewandt werden kann. Die letzten Monate zeigten auch, dass viele Marken ihre Mediabudgets für Österreich reduziert haben, so Wiehl. Die Expertise bliebe schon gefragt.

Die Gründung der Agentur war lange auf der Liste, aber nie ganz oben. Dann kamen in den letzten Jahren durch verschiedene Projekte ganze Themenfelder dazu. Etwa der „Future Ball”, eine Veranstaltung für Innovation, Art & Technology – Kunst, digitale Installationen, Avantgarde-Dresscode. „Aufbauend auf diesem Konzept, bat uns die Wirtschaftskammer im Jänner, Ideen für einen Event zu liefern”, führt er aus. On top kam dazu, dass es ein Logo und eine CI brauchte. Das gibt es bei einem Magazin inhouse. Es wurde mitgepitcht, Vangardist sicherte sich den Auftrag: „So kam das Anfang des Jahres ins Rollen.” Es folgten weitere Aufträge, es kamen viele Projekte im Bereich Webdevelopment dazu. In weiser Voraussicht wurde das Gewerbe bereits 2019 angemeldet, Anfang des Jahres folgten die ersten Leistungen, im September trat man an die Öffentlichkeit: Wir sind nun auch eine Agentur. Ein „organischer Prozess”, so Wiehl. Zielgruppe seien Marken, Unternehmen und Start-ups, die innovativ und zeitgeistig im Design sein wollen. „Die Ästhetik ist sehr wichtig, das zieht sich bei uns auch durch. Wir stülpen unsere Ästhetik nicht über, lassen sie aber in jedem Schritt einfließen.”
Vangardist bietet einen „one-stop-Shop” an und für Themen, die inhouse nicht erledigt werden können, hat man ein gutes Netzwerk. „Unser Vorteil ist: Wir wissen, welche Experten es für ein Projekt braucht”, und er weiß auch, wie man auf sich aufmerksam machen will: „Wir sind dankbar, dass bisher alle Kunden auf uns zugekommen sind. Qualität und Mund-zu-Mund-Propaganda sind die beste Werbung.” (gs)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL