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Von Wut und Hass im Netz © Verlag Kremayr & Scheriau (2)

Buchpräsentation: Klaus Oppitz und Katharina Straßer.

© Verlag Kremayr & Scheriau (2)

Buchpräsentation: Klaus Oppitz und Katharina Straßer.

Redaktion 20.09.2019

Von Wut und Hass im Netz

WIEN. Am Dienstag wurde im Rabenhof im dritten Bezirk der neue Roman „Die Hinrichtung des Martin P.” von Klaus Oppitz präsentiert. Der Autor präsentierte sein neuestes Werk gemeinsam mit Schauspielerin Katharina Straßer. Das Thema des Buchs ist aktuell: Hass im Netz. Zum Inhalt: Martin Pietsch ist 43 Jahre alt, hoffnungslos arbeitslos und gerade dabei, seine Beziehung gegen die Wand zu fahren. Als in einer großen Wohnanlage ein 17-jähriger Tschetschene ein kleines Mädchen tötet, brennen Pietsch mit einer gehörigen Dosis Frustration (und einer ebenso gehörigen Dosis Alkohol im Blut) die Sicherungen durch – er reagiert sich in einem Hassposting gegen den Kindsmörder ab.

Man wird beim Wort genommen

Pietsch brüstet sich damit, ihn eigenhändig umbringen zu wollen – und erhält dafür euphorischen Zuspruch aus dem Netz. Womit er jedoch nicht rechnet: Er wird beim Wort genommen. Er soll den Täter hinrichten. Und bekommt dafür auch noch eine Menge Geld geboten. Und einen festen Job. Es wäre die Lösung all seiner Probleme. Aber natürlich wird Pietsch niemanden töten. Das kann er doch nicht! Oder? Kann er? Autor Klaus Oppitz gelingt mit seinem neuen Roman eine düstere Erzählung über allgegenwärtige Hasspostings und darüber, was passieren könnte, wenn ihre Verfasser tun dürften, was sie schreiben. (red)

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