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Weil jede Veranstaltung etwas Besonderes ist © Katharina Schiffl
© Katharina Schiffl

Dinko Fejzuli 07.09.2018

Weil jede Veranstaltung etwas Besonderes ist

Magdalena Hankus gewährt zum 60jährigen Jubiläum einen Blick hinter die Kulissen der Wiener Stadthalle.

••• Von Dinko Fejzuli

Wer Magdalena Hankus, Prokuristin und Stellvertreterin des operativen Geschäftsführers der Wiener Stadthalle, fragt, was für sie in ihrer bisherigen Tätigkeit für die Wiener Stadthalle das absolute Job-Highlight war, braucht nicht lange auf die Antwort warten. „Ganz eindeutig der Eurovision Song Contest”, so Hankus.

„Für uns war von Anfang an klar, dass es die Wiener Stadthalle werden muss, aber es musste natürlich ein Auswahlverfahren stattfinden, an dessen Ende wir uns dann durchgesetzt haben.”
Gründe für die Wiener Stadthalle als Austragungsort waren auf jeden Fall die langjährige Erfahrung mit der Organisation von Großveranstaltungen, aber auch die gute öffentliche Verkehrsanbindung und viele andere Parameter.
„Wir sind Profis, wir haben pro Jahr über 300 Veranstaltungen mit insgesamt über einer Million Besuchern. In den letzten 60 Saisonen hatten wir gut 65 Millionen Menschen bei uns zu Gast. Zudem verfügt die Wiener Stadthalle über das größte Kulturdach Österreichs. Wir können bis zu 100 Tonnen an der Decke befestigen. Das war ebenfalls ausschlaggebend für die ESC-Entscheidung.”

Die Kultur-Verbinderin

Mit ihrem ganz persönlichen Hintergrund – Hankus wurde in Polen geboren und kam mit elf Jahren nach Österreich – hat sie sicherlich auch das besondere Gespür für die unterschiedlichen Kulturen, die es zusammenzubringen galt; von den internationalen Gästen bis zum Wiener Magistrat oder dem beteiligten ORF – Flexibilität, Organisationstalent und eine große Portion Empathie sind dafür unerlässlich.

So divers und bunt die Beteiligten beim ESC waren, so vielseitig ist auch das Programm der Wiener Stadthalle. Man verfügt über insgesamt sechs Hallen und einen Premium-Bereich, die alle bespielt werden können.
So reicht die Event-Palette von der intimen Firmen-Weihnachtsfeier im Premium-Sektor bis zum Konzert mit Weltstars in der Halle D.

Weltstars zu Gast

Und sie waren alle schon da – allen voran natürlich Österreichs erster ESC-Gewinner Udo Jürgens, der gewaltige 33 Mal über die Jahre in der Wiener Stadthalle gastierte, über Wolfgang Ambros, Louis Armstrong, die Rolling Stones, Robbie Williams, Katy Perry, Helene Fischer – sie allein hat die Halle drei Mal gefüllt – die Toten Hosen bis hin zu Event-Highlights wie „Holiday On Ice” , „Erste Bank Open 500”, „Masters of Dirt”, aber auch ein spezielles Familienprogramm wie „Die Schöne und das Biest”, dem „Feuerwehrmann Sam” oder dem „Kiddy Contest”.

Auf all diese Dinge hat Hankus ein Auge. Wer sie im Büro besucht, sieht auf ihrem Schreibtisch nicht nur einen, sondern gleich mehrere hohe Akten-Stapel, die es abzuarbeiten gilt.
Hankus über ihr Tätigkeitsfeld: „Ich bin bei allen Projekten, die bereichsübergreifend sind, mitverantwortlich. Darum stand der ESC 2015 auch unter meiner Leitung, obwohl ich da noch nicht so lange in meiner damaligen Position hier im Haus tätig war.”
Darüber hinaus ist Hankus als Head of Corporate Communications für die gesamte Kommunikation mit den Medien und den Kunden, also den gesamten Auftritt nach außen, verantwortlich. „Für alle Sujets, die man sieht, trage ich die Verantwortung”, so Hankus.
Im operativen Bereich, zu dem unter anderem das gesamte Veranstaltungsmanagement gehört, unterstützt sie maßgeblich Geschäftsführer Wolfgang Fischer.
„Aufgrund meiner Position als Prokuristin und Stellvertreterin des operativen Geschäftsführers werde ich in alle Bereiche involviert.”
Und auch Stadthallen-Geschäftsführer Fischer streut Hankus Rosen: „Unglaublich engagiert, kompetent und genau. Sie brennt für die Halle!”

Ein tolles Team schafft alles

Fragt man Magdalena Hankus nach ihrer eigenen Motivation für den Job in der Wiener Stadthalle, nennt sie als erstes jene Menschen, von denen sie tagtäglich umgeben ist: „In erster Linie haben wir ein tolles Team. Es geht aber nicht um uns, sondern um die Sache. Das motiviert uns. Es geht um jede einzelne Veranstaltung und wenn die nicht stattfinden kann, dann sind die Besucher nicht glücklich. Darum hält das Team zusammen. Wir haben teilweise Mitarbeiter, die seit über 30 Jahren hier arbeiten. Wir lieben die Stadthalle! Mein Job ist zudem sehr abwechslungsreich, es gibt kaum Routine, jede Veranstaltung ist anders, es gibt ständig neue Herausforderungen.”

„Und”, so Hankus, „wir alle hier verspüren auch diese besondere Verantwortung, für so eine großartige und wichtige Institution wie die Wiener Stadthalle arbeiten zu können.”
Damit meint Hankus die Stellung, die die Wiener Stadthalle auch als Arbeitgeber bzw. wichtiger Impulsgeber für Wertschöpfung in Wien ausübt.
„Wir haben 2015 eine Wertschöpfungsstudie durchführen lassen, gemäß der die Wiener Stadthalle jährlich über 100 Millionen Euro für die Bundeshauptstadt erbringt. Insgesamt sichert die Stadthalle direkt und indirekt 1.700 Arbeitsplätze”, so Hankus gegenüber medianet.
Aber manchmal ist man sogar ein Scout für neue österreichische Talente. So hatte man ein Mal für die eigene Programmpräsentation die damals noch nicht sehr bekannte Band Wanda eingebunden und war von den Jungs so beeindruckt, dass man sie fragte, ob sie nicht mal selbst in der Wiener Stadthalle spielen wollten.
„Selbst hätten sie sich das damals in dieser Größe noch nicht zugetraut, aber sie meinten, wenn schon die Stadthalle selbst fragt, dann machen wir es auch”, so Hankus.

Finanzexpertin „Plus”

Und warum hat sie selbst bei der Stadthalle vor mittlerweile sechs Jahren angedockt?

„In all meinen Jobs und Konzernen davor war ich überwiegend in den Bereichen Finanzen und Controlling tätig und da hat es mich gereizt, mal etwas anderes zu machen”, so Hankus abschließend.

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