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Weiter Richtung Zukunft © elements

Roland Dessovic, Patrick Edelmayr und Dietmar Rietsch bilden das Executive Board bei elements.

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Roland Dessovic, Patrick Edelmayr und Dietmar Rietsch bilden das Executive Board bei elements.

Redaktion 10.01.2020

Weiter Richtung Zukunft

Hinter der Salzburger Digitalagentur elements liegt ein bewegtes Jahr. Nach dem Zusammenschluss mit valantic setzt man Kurs auf ein erfolgreiches Jahr 2020.

SALZBURG. Beständiges Wachstum – unter diesem Credo lässt sich die Entwicklung der Salzburger Digitalagentur elements in den vergangenen Jahren zusammenfassen. Nach dem Zusammenschluss mit dem deutschen Digitalisierungsspezialisten valantic im vergangenen Jahr ist auch das Team weiter angewachsen – ein rasanter Anstieg, wenn man den Beginn mit nur sechs Partnern 2002 hernimmt.

„Wir haben elements 2002 zu sechst gegründet und sind dann über die Zeit auf 120 Mitarbeiter angewachsen. Parallel dazu hat sich – quasi als Spin-off – die Software Pimcore entwickelt, mit der wir mittlerweile weltweit aktiv sind”, erläutert ­Patrick Edelmayr, Co-Gründer und -Geschäftsführer bei elements.
Die ersten Kunden der Agentur kamen vor allem aus dem Tourismusbereich, auch, weil die Branche als eine der ersten in Österreich die Wichtigkeit der Digitalisierung erkannt hat. „Der Tourismus war schon immer sehr internetaffin, man hat in dem Bereich in Österreich schnell kapiert, dass sich damit gute Vertriebs- und Marketingmodelle aufbauen lassen”, so Edelmayr. Begonnen hat man damals mit Kunden wie Ski Amadé, Panorama Tours, aber auch mit der Wiener Börse.

Status quo

Heute steht man bei etwa 300 Kunden, die aktiv betreut werden. „Das Gute an elements ist, dass wir nicht ein, zwei große Key-Accounts haben von denen wir abhängig sind, sondern ein breites Kundenportfolio mit solidem Wachstum”, erzählt Edelmayr. Auch beim stark gewachsenen Kundenstamm blitzen die Wurzeln von elements durch. „Knapp die Hälfte unserer Kunden ist nach wie vor aus dem Tourismus – wir sind hier unseren Wurzeln treu geblieben und betreuen verschiedene Destinationen und Regionen, etwa Paznaun-Ischgl, Serfaus-Fiss-Ladis oder St. Moritz”, führt Roland Dessovic, ebenfalls Co-Gründer und -Geschäftsführer, aus.

Ein zweiter Schwerpunkt von elements liegt im E-Commerce Bereich, was auch der weiten Verbreitung von Pimcore geschuldet ist. Das Open-Source Content Management Framework ermöglicht die Verwaltung von Daten im Internet und ist damit eine Alternative zu den oft kostspieligen Lizenzprodukten.
Die größte Veränderung bei elements gab es im letzten Jahr durch den Zusammenschluss mit dem international erfolgreichen Digitalisierungsspezialisten valantic. Auf die damaligen Gründe angesprochen, erzählt Edelmayr: „Wir haben überlegt, wie wir uns langfristig für den internationalen Wettbewerb aufstellen können. Wir hatten dazu aus monetärer Sicht keine Notwendigkeit und konnten deshalb unverbindlich in Gespräche gehen.” Mit valantic erhält elements Marktzugang zu mehr als 800 Kunden, darunter auch zahlreiche DAX-Konzerne, die von valantic betreut werden; das Netzwerk setzt dabei auf Partnerschaften von Unternehmen, die eigenständig weiterexistieren.

Weiter wachsen

Auch nach dem Zusammenschluss will die Agentur weiterhin ihre spezifische Kultur bewahren – ein Aspekt, der besonders wichtig wird, wenn es um die Employer Brand geht. „Wir haben seit unserer Gründung keinen einzigen Partner verloren, alle arbeiten noch aktiv in der Firma mit”, führt Edelmayr aus, und Dessovic ergänzt: „Wichtig ist uns, dass sich die Kultur entwickeln kann. Wir werden auch im kommenden Jahr stark wachsen, allerdings muss das Wachstum immer Sinn machen.”

Dass es weiteres Wachstum geben wird, steht indes außer Frage. Das ist vor allem der Digitalisierungswelle geschuldet, die in Österreich auch weiterhin in den Kinderschuhen steckt. „Wir haben Kunden, die früh begriffen haben, dass sie auf Digital setzen müssen; auf der anderen Seite gibt es Unternehmen mit klingenden Namen, wo es langsam eng wird”, so Edelmayr. Gerade große Konzerne können auf Veränderungen aufgrund gewachsener Hierarchien oft nur langsam reagieren.

Tourismus vorn dabei

Eine Branche, die im Digitalisierungsprozess bereits weiter vorn dabei ist, ist der Tourismus. Gerade weil der österreichische Tourismus international exponiert ist und es große, internationale Portale gibt, gegen die man sich lokal behaupten muss, setzten die heimischen Player früh auf das digitale Pferd. „Es geht bei diesen Kunden dann primär nicht mehr um Digitalisierung – die ist vor 15 Jahren passiert –, sondern um laufende Optimierung”, erläutert Dessovic. Als Agentur kann elements so auch von vielen Kunden aus diesem Bereich lernen.

Für das rasante Wachstum und das gute Standing der Salzburger Digitalagenturen haben Dessovic und Edelmayr eine Erklärung: „Salzburg hat vielleicht ein bisschen den Vorteil, dass wir mit München stark an Deutschland angebunden sind. Es ist aber nicht so, dass Talente vom Himmel fallen, wir haben schon sehr früh damit begonnen, in das Thema Employer Branding zu investieren”, so die beiden Geschäftsführer. Die Arbeit zahlt sich, mit Blick auf Auszeichnungen wie den Office of the Year Award 2019 oder den vierten Platz unter den Digitalagenturen beim medianet xpert.award 2019 aus. (har).

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