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„Werbung muss auch Haltung zeigen dürfen” © Konstantin Reyer
© Konstantin Reyer

Redaktion 25.10.2019

„Werbung muss auch Haltung zeigen dürfen”

Obscura-Geschäftsführer Christian Gstöttner im medianet-Talk über seine Agentur, einen neuen Standort und den Sinn von Werbung.

••• Von Georg Sander

WIEN. Obscura gibt es bald seit sechs Jahren, seit rund drei Jahren ist man eine Full-Service-Agentur mit einem ganz speziellen Asset: Von der Strategie, über die Konzeption zur Produktion und Post-Produktion wird alles in-house abgewickelt. Die Kunden profitieren davon enorm, und das zeigt sich auch am ersten Halbjahr 2019, wie Christian Gstöttner, Geschäftsführer der Agentur, gegenüber medianet erzählt: „Mit Sprite, KSW und NÖ-Werbung konnten wir zu den bestehenden Kunden im ersten Halbjahr drei neue dazugewinnen.”

Für die Gesellschaft relevant

Man könne sich nicht beklagen, meint er weiters. Gesehen wurden die Arbeiten mit Sicherheit. Gstöttner ist da auch durchaus stolz darauf, was, von Obscura ausgehend, im öffentlichen Raum wahrnehmbar war im Jahr 2019: „Eines der spannendsten war bestimmt die ‚Coca-Cola Pride-Kampagne', die mit außergewöhnlichen Umsetzungen Awareness für ein sehr wichtiges Thema geschaffen hat. Auch mit Sprite wurde ein gesellschaftskritischer Approach verfolgt, der auf Hass im Netz aufmerksam macht. Dies geschah mit einer 360°- Kampagne, gespickt mit spannenden Testimonials.”

Mit Blick auf die Welt

Für Obscura sind diese Dinge wichtig, denn „in Zeiten von Dauerwahlkampf und permanentem Populismus bedarf es als Unternehmen sicher des Muts, Haltung zu zeigen.” Das ist ein weiteres Asset. Die Agentur scheut sich nicht davor, spannende Projekte umzusetzen, die den einen oder anderen auch in seiner Weltsicht treffen könnten.

Diese Haltung wird gelebt und von den Kunden gern angenommen. Das stößt freilich bei der Agentur auf offene Ohren. Christian Gstöttner meint: „Generell ist es schön zu sehen, wenn Werbung Haltung zeigt und eine gesellschaftliche Message verfolgt.”



Entwicklung

Der Erfolg gibt der Full-Service-Agentur recht, die Entwicklung ist positiv. „Obscura hat sich in den letzten Jahren so sehr weiterentwickelt, dass es an der Zeit war, unseren USP – Werbeagentur mit in-house-Filmproduktion – noch mehr herauszuarbeiten. Wir sind die Einzigen in Österreich, die ganze TV-Kampagnen vollständig in-house umsetzen können. Von der Strategie und Konzept, über Produktion bis hin zur Postproduktion erfolgen alle Schritte aus einer Hand. Und unser Können wollen wir natürlich auch mit einem standesgemäßen Webauftritt in Szene setzen”, meint Gstöttner.

Hinzu kommt eben der Umzug an die linke Wienzeile, in ein größeres Büro, das noch mehr Möglichkeiten bietet, aber auch durchaus eine Herausforderung war: „Der Umzug an sich war natürlich anstrengend – aber da haben wir mittlerweile eine gewisse Routine. Wir haben nun mehr Platz und ein offenes Büro, in welchem sich die einzelnen Teams ideal abstimmen können. Ein Highlight sind natürlich die beiden Terrassen, die wir oft als Rückzugsraum nutzen.”

Noch mehr?

Ob die Agentur noch weiter wachsen möchte? Schließlich befindet sich die eine oder andere Kampagne gerade in der Umsetzung – unter anderem ein neuer Auftritt für eine große österreichische Bank. Insgesamt ist man aber zufrieden, was die Größe betrifft; man sei mit dem, was 2019 alles räumlich und personell passiert ist, bestens aufgestellt.

Darum fällt das Zwischen­fazit des Jahres auch positiv aus: „Wir bekommen im Kalenderjahr 2019 insgesamt sechs neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Danach haben wir mit 26 Mitarbeitern die ideale Größe erreicht, um sowohl große Etats betreuen zu können und doch flexible Arbeitsweisen und kurze Entscheidungswege zu behalten.” Denn das ist, was den Erfolg von Obscura ausmacht: Eine gute Größe, eine einzigartige in-house-Produktion und ein Team, das sich auch nicht davor scheut, gesellschaftliche Verantwortung in der Werbung zu transportieren.

www.obscura.at

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