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Zuwachs für die Digitalradiofamilie © Lea Fabienne (2)

Digitale Köpfe: Matthias Gerwinat, Digitalradio Österreich, Robert Lüneberger, TechniSat, Hubert Eiter, Aqipa, und Wolfgang Struber, Digitalradio Österreich, freuen sich über den Ausbau.

© Lea Fabienne (2)

Digitale Köpfe: Matthias Gerwinat, Digitalradio Österreich, Robert Lüneberger, TechniSat, Hubert Eiter, Aqipa, und Wolfgang Struber, Digitalradio Österreich, freuen sich über den Ausbau.

Redaktion 06.12.2019

Zuwachs für die Digitalradiofamilie

Mit rahmenpolitischen Wünschen zur Empfangspflicht startet DAB+ in die nächste Phase des Ausbaus.

••• Von Christiane Körner

WIEN. Wohin geht die Reise des digitalen Radios?, fragte Wolfgang Struber, Vorsitzender von Digitalradio Österreich. Von der Lang- und Mittelwelle hin zur Ultrakurzwelle und jetzt zu DAB+, war die Antwort. Im Rahmen eines Pressefrühstücks am Donnerstag wurde eine erste Bilanz über die ersten sechs Monate seit der Einführung in Österreich gezogen.

Größere Vielfalt, mehr Spaß

Im Mai diesen Jahres wurde das digitale Zeitalter des Hörfunks in Österreich eingeläutet; neun nationale und acht regionale Digitalradios waren beim Start dabei, mittlerweile sind bereits 22 Sender digital empfangbar. „Digitalradio bedeutet, einen europäischen Standard zu schaffen”, meint Struber und verweist auf die hohen Vertrauenswerte, die Radio mit sich bringt. In Zeiten von Fake News und Abhörgeräten seien das Werte, auf die gebaut werden müsse. Matthias Gerwinat, Geschäftsführer von Digitalradio, freut sich, dass der Lückenschluss von Digitalradio in Österreich weiterhin gut voranschreitet: „Österreich ist trotz aller Widerstände kein weißer Fleck geblieben, was Digitalradio im europäischen Markt betrifft.”

Empfangspflicht

„DAB+ hat sich in Europa nachhaltig etabliert. Ab 21. Dezember 2020 gilt die neue EU-Vorgabe, Neuwagen nur noch mit DAB+ tauglichen Radios auszustatten”, bestätigt auch Robert Lüneberger, Vertriebsleiter des Endgerätherstellers TechniSat.

Damit Österreich auch weiterhin im digitalen Radiomarkt mitmischen könne, verfassten der Verband Österreichischer Privatsender, der Fachverband der Telekommunikations- und Rundfunkunternehmen, der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie in der WKO, der Verein Digitalradio und andere Mitstreiter einen Brief an Verkehrsminister Andreas Reichhardt und Medienminister Alexander Schallenberg, in dem sie sich dafür aussprachen, auch in Österreich eine DAB+, aber auch UKW-Empfangspflicht für alle Radiogeräte einzuführen. Smartphones fallen übrigens nicht unter die Bezeichnung Radio, auch wenn man damit die entsprechenden Programme empfangen kann.

Große Kampagne für DAB+

Wie sehr DAB+ in Europa und in Österreich bereits an Relevanz gewonnen hat, sieht man auch am Werbemarkt: Am 7. Dezember startet die bisher größte Werbekampagne der privaten Radiosender in Österreich. Die Botschaft „Mehr Radio. Mehr Spaß.” soll in der österreichischen Bevölkerung verbreitet werden, um die Bekanntheit von DAB+ maßgeblich zu erhöhen. „Es ist von großer demokratiepolitischer Bedeutung, die zusätzliche Programmvielfalt an die Bevölkerung zu bringen”, erläutert Struber die Hintergründe. Ausgestrahlt wird ein TV-, sowie ein Radiospot.

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