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Zwischenbilanz © Bernhard Eder

TeamarbeitCorinna Milborn, eines der Gesichter des neuen Nachrichtensenders Puls 24, im media­net-Interview mit einer ersten Zwischenbilanz zum Start des Senders.

© Bernhard Eder

TeamarbeitCorinna Milborn, eines der Gesichter des neuen Nachrichtensenders Puls 24, im media­net-Interview mit einer ersten Zwischenbilanz zum Start des Senders.

Redaktion 06.09.2019

Zwischenbilanz

Am 1.9. ging der neue News-Sender Puls 24 on air – ­Corinna Milborn zieht eine erste, sehr positive, Bilanz.

••• Von Dinko Fejzuli

WIEN. Mit 1. September wurde die österreichische Medienlandschaft um einen Sender reicher. Puls 24 ist das 360-Grad-Projekt der ProSiebenSat.1 Puls 4-Gruppe und umfasst alle Bereiche im TV- und Digital-Sektor. Bereits am Starttag knackte Puls 24 die 100.000 Videoviews auf den Digitalplattformen. Somit erreichte Puls 24 am ersten Sendetag 0,5% Marktanteil (E12–49) beziehungsweise 0,34% in der Gesamtbevölkerung.

Wir haben mit dem Gesicht des neuen Senders, Corinna Milborn, über den gelungenen Sendestart gesprochen und baten sie um eine erste Bilanz knapp vor Ende der ersten Sendewoche.


medianet:
Frau Milborn, die erste Woche nach dem Sendestart ist vorbei. Hat alles so geklappt, wie Sie es sich erhofft haben?
Corinna Milborn: Wir sind auf den letzten Metern fertig geworden und trotzdem hat alles großartig geklappt. Ich bin sehr glücklich mit den Inhalten, den Moderatoren und Moderatorinnen und mit den Gästen, die wir bekommen haben.

medianet:
Aufgrund der vorgezogenen Nationalratswahl wurde der Sendestart vorverlegt. Konnte das Konzept trotzdem vollständig umgesetzt werden?
Milborn: Wir sind mit einem Studio nicht ganz fertig, das heißt, wir können Talks nicht parallel aufnehmen. Ein paar Kleinigkeiten fehlen noch, aber wir sind trotzdem zufrieden, wie alles gelaufen ist.

medianet:
Welche Rolle nimmt Puls 24 strategisch innerhalb der Gruppe ein, aber auch als österreichischer News-Sender, als auch als Sendegruppe sowie gesellschaftspolitisch?
Milborn: Es genügt für Fernsehen nicht mehr, nur am Abend da zu sein. Wir halten es für wichtig, dass wir den ganzen Tag da sind und geprüft journalistische Informationen bringen. Wir versuchen zu allem, was passiert, auch die Gegenseite zu zeigen.

medianet:
Auf Twitter sind die Reaktionen verschieden. Einerseits wirken Sie auf User zu regierungsfreundlich, andererseits werden Sie als zu links bezeichnet. Ist es eine Auszeichnung, wenn man von beiden Seiten kritisiert wird?
Milborn: Das gehört dazu. Wir machen Fernsehen für die Gesamtbevölkerung, nicht nur für eine kleine Gruppe von politischen Entscheidern.

medianet:
Die Mitarbeiter wurden aus den Nachrichtenredaktionen zusammengezogen. Wie viele Mitarbeiter hat der Newspool momentan?
Milborn: Wir haben mittlerweile über hundert Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei uns in der Redaktion.

medianet: Ein ­Tagesmarktanteil von 0,5% zum Sendestart ist sehr beachtlich. Wie zufriedenstellend ist dieser Wert?
Milborn: Wir sind sehr zufrieden. Nachrichtensender haben ein Potenzial von 1% ­Marktanteil. Das zeigt, es ist Potenzial da.

medianet:
Wie herausfordernd ist die Doppelbelastung durch die Wahlkampfberichterstattung und den Sendestart?
Milborn: Die Kombination aus Wahlkampf und die Möglichkeiten, die wir mit dem Sender haben, sind ein Geschenk. Ich freue mich jede Minute darüber.

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