WIEN. Eine breit aufgestellte Branchen-Kampagne macht nun Stimmung für strengere Steuerregeln für internationale Online-Konzerne. Unter dem Motto "Stoppen wir das Absaugen unserer Wirtschaft" werden unter anderem die Einführung der "digitalen Betriebsstätte" und die Abschaffung der Werbeabgabe gefordert. Untermauert wird das mit mehreren Print-Sujets, die das "Absaugen" von Wertschöpfung illustrieren.
An der vom Branchenportal Opinion Leaders Network mit "steuerfairness.info" angestoßenen Initiative sind unter anderem der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ), der ORF, der Verband Österreichischer Privatsender und die Wirtschaftskammer Wien beteiligt. Die Kampagne (Print, Online und Radio) wurde von der Agentur Kobza and the hungry eyes (KTHE) konzipiert und umgesetzt.
In einer Aussendung am Montag forderte VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger gesetzliche Anpassungen "sowohl auf europäischer wie auch auf nationaler Ebene", um "endlich faire Bedingungen im digitalen Wettbewerb sicherzustellen". Sollte es auf EU-Ebene Blockaden einzelner Staaten geben, "muss Österreich auch nationale Maßnahmen in Betracht ziehen", so Grünberger, der zugleich die aktuellen Regierungspläne begrüßte. (APA)
Wiener Startup eustella entwickelt KI-App für Europa
Das Wiener Startup eustella plant den Aufbau einer europäischen Alternative zu bestehenden KI-Anwendungen wie ChatGPT. Laut einer aktuellen Analyse nutzen rund 133 Millionen Menschen
