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ESC 2019: Die heiße Woche beginnt © APA/AFP/Thomas Coex
© APA/AFP/Thomas Coex

Redaktion 13.05.2019

ESC 2019: Die heiße Woche beginnt

Morgen, Dienstag, geht es mit dem ersten Halbfinale los. Unsere Hoffnung, Paenda, hat ihren Auftritt im Halbfinale zwei Donnerstag dieser Woche.

TEL AVIV. Mit dem Titel „Toy“ holte die israelische Sängerin Netta Barzilai den Eurovision Cong Contest, das größte TV-Live- Ereignis außerhalb des Sports, vergangenes Jahr nach Israel. Und so heißt es heuer ab Dienstag, wo das erste von zwei Halbfinale über die Bühne geht, „Shalom aus Tel Aviv“. 

Dass es Tel Aviv wird, stand aber nicht von Anfang an fest. Noch am Finalabend 2018 entstand bereits eine Kontroverse darüber, ob das heurige Finale nicht in Jerusalem stattfinden soll. Doch auch abseits der politischen Probleme gab es auch mit dem so genannten Host Broadcaster, also dem nationalen TV-Partner der EBU Probleme. Kurz davor war der alte öffentliche rechtliche Sender ja von der Regierung abgedreht worden und mit KAN ein Nachfolger installiert, der aber mit massiven Finanzierungsproblemen zu kämpfen hatte und erst nach einer Boykottdrohung durch KAN, den ESC nicht auszutragen, wurden Mitteln durch die Regierung freigegeben.

Und kurz vor dem ESC gab es durch den Konflikt mit den Palästinensern, die ihre Drohung, den ESC mit Raketenangriffen zu stören, wahrmachten ein weiters, ernsthaftes Problem. Erst vergangene Woche wurde von beiden Seiten eine Waffenruhe vereinbart, die zumindest bisher auch tatsächlich hält.

Medie-Event der Extraklasse
Ärger in Bezug auf den ESC gab es aber auch ob der Ticketpreise. Mit bis zu 490 Euro für die besten Plätze, sind die Tickets heuer so teuer wie nie. Zudem ist die Halle, die am Expo-Gelände von Tel Aviv liegt mit nur knapp 4.000 Zuschauern auch nicht gerade groß. Fassen würde die Halle gut 7.000 Zuschauer, aber durch die Bühnenaufbauten geht viel Fläche verloren, womit heuer nach vielen Jahren auch der so genannten Green Room, also jener, Bereich, in dem die Künstler die Punktevergabe abwarten, nicht mehr in der Halle, sondern in einem Nebengebäude untergebracht werden musste. 

Blogger & Co
Um so beachtlicher ist die Zahl der angereisten Journalisten. Laut EBU erwartet man bis zu 1.500 Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt, die über das Event berichten werden. Aus Österreich sind inklusive Fanmedien und Blogger insgesamt 30 Medienarbeiter angereist. 

Was auffällt, ist die große Zahl von Bloggern und Video-Journalisten, die sich in den letzen Jahren peu a peu zum Tross der Kollegen dazugesellt haben und mittlerweile auf hohem Niveau und mit voller Professionalität vor allem im Bereich Bewegtbild-Conten über das Event in die ganze Welt berichten. Um so erstaunlicher, als im Gegensatz zu den klassischen Journalisten, die meisten von ihnen den ESC aus reiner Liebhaberei Covern und sich für den Songcontest jedes Jahr extra Urlaub nehmen und dabei sei zu können.

Wer letztendlich eine der heiß begehrten Akkreditierungen, die einem auch Zugang zum den Proben in der Halle und auch zum berühmten Euroclub, der Event/Partylocation für Journalisten, Delegationen und Künstler erhält, entscheidet jeweils der nationale EBU-Partner, im Falle Österreichs also der ORF.

Österreichs Chancen in 2019
Für Österreich tritt heuer mit Paenda eine talentierte und vielseitig begabte Künstlerin an, um uns möglichst gut in Tel Aviv zu vertreten. Ihren Song „Limits“ hat Panda übrigens auch selbst komponiert und getextet. Eine für den Song Contest mittlerweile rare Kombination, lassen doch viele Länder speziell für den Song Contest Lieder extra in Auftrag geben. Oftmals in Schweden, der Hit-Schmiede Europas.

Im Vergleich zu vielen anderen ESC-Titeln sticht die Ballade "Limits" durch seine sehr spezielle und sehr puristische Art heraus. Wie ihre Chancen tatsächlich stehen, werden wir erst am Donnerstag wissen, denn da rittert sie im zweiten Halbfinale um einen Platz für das große Finale am Samstag. (fej)

 

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