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Razzien bei Sportrechte-Firmen in mehreren EU-Staaten © APA/Herbert Neubauer

Ermittler führten Razzien bei Sportrechte-Firmen durch.

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Ermittler führten Razzien bei Sportrechte-Firmen durch.

Redaktion 11.04.2018

Razzien bei Sportrechte-Firmen in mehreren EU-Staaten

Verdacht auf Verstoß gegen Wettbewerbsrecht.

BRÜSSEL/SALZBURG. Ermittler der Europäischen Union haben am Dienstag unangekündigte Razzien bei Firmen durchgeführt, die mit den Rechten zur Übertragung von Sportveranstaltungen zu tun haben. Das teilte die EU-Kommission mit. Demnach besteht der Verdacht, dass gegen das Kartellrecht verstoßen wurde.

Den Informationen zufolge wurden die EU-Ermittler von Kollegen einschlägiger nationaler Untersuchungsbehörden begleitet. "Beamte haben unangekündigte Inspektionen in mehreren Mitgliedsstaaten bei Firmen durchgeführt, die im Handel von Sportrechten und/oder der Übertragung von Sportveranstaltungen tätig sind", hieß es in der Mitteilung der Kommission. Man sei besorgt, dass die Firmen Anti-Kartellbestimmungen der EU verletzt hätten. Namen von Ländern und Firmen wurden nicht genannt.

Zuvor, am Dienstag, hatte die zu Rupert Murdochs s 21st Century Fox gehörende Fox Networks Group (FNG) mitgeteilt, man kooperiere bei einer Inspektionen, nachdem zuvor die britische Zeitung "Telegraph" gemeldet hatte, Beamte hätten ihre Büros in London durchsucht.

In Salzburg führte das Bundeskriminalamt nach einem Bericht der ZiB2 des ORF-Fernsehens am Dienstag in den Räumlichkeiten der Internationalen Biathlon Union (IBU) eine Hausdurchsuchung durch. Beamte sollen mehrere Zimmer durchsucht haben. Die Ermittlungen sollen demnach in Zusammenhang mit Doping-Vorwürfen stehen. BKA-Pressesprecher Vincenz Kriegs-Au verwies die APA allerdings auf die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien, die zuständig sei. Ob hier also vielmehr ein Zusammenhang mit den von Brüssel ausgehenden Wettbewerbs-Ermittlungen besteht, blieb am späten Dienstagabend offen, zumal für die APA vorerst keine zuständige Auskunftsperson erreichbar war. (APA/Reuters/dpa)

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