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Senat der Wirtschaft: Zwischenbilanz der Klima-Allianz © Senat der Wirtschaft

Verleihung der CO2-Neutralitätsurkunden (re: SdW-Vorstand Hans Harrer).

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Verleihung der CO2-Neutralitätsurkunden (re: SdW-Vorstand Hans Harrer).

Redaktion 18.01.2016

Senat der Wirtschaft: Zwischenbilanz der Klima-Allianz

Initiative des ökosozialen Thinktanks Senat der Wirtschaft: Die ersten Klima-Allianz Partner reduzierten per CO2-Neutralität schon 70.000 Tonnen CO2. Bis Ende 2016 soll eine Reduktion von rd. 500.000 Tonnen erzielt werden.

Salzburg. "Geredet wurde und wird genug, wir müssen in den Unternehmen handeln, wenn wir den CO2 Ausstoß verringern wollen. Denn auch der kleinste Beitrag auf lokaler Ebene ist ein wichtiger Puzzlestein für das große Ganze auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Energienutzung und dadurch zu einem nachhaltigen Klimaschutz“, deponiert Hans Harrer, Vorstand des Senat der Wirtschaft. Der Senat der Wirtschaft ist ein ökosozial ausgerichteter Thinktank sowie eine international agierende Wirtschaftsplattform, die als Netzwerk für mittelständische Unternehmen dient. „Es ist nicht mehr ausschlaggebend, ob jemand daran glaubt oder nicht, denn jetzt werden wir vom Faktischen überholt. Nicht nur, dass es spürbar wärmer wird, der Markt wird in Zukunft jene Unternehmen bevorzugen, die ‚Nachhaltigkeit‘ nicht nur in schöne Prospekte schreiben, sondern das auch glaubwürdig manifestieren, sagt Harrer. Die Klimakonferenz in Paris sei wichtig gewesen, "aber wenn auf lokaler Basis, also in den Unternehmen nichts ‚passiert‘, ist es wieder nur viel Gerede. Und es ist besser die Unternehmen tun selbst etwas, als die Politik schreibt es - wie gewohnt- mit vielen administrativen Hürden vor. Dort wo Treibhausgas-Emissionen nicht weiter reduziert werden können, bietet der Senat über sein Experten-Netzwerk die Kompensation durch den Kauf von CO2-Emissionsrechten an.

Die Allianz

Mit dem Projekt „Klima-Allianz“ wurde eine Unterstützungsinitiative für jene Unternehmer gestartet, die sich dem Nachhaltigkeitsgedanken verschreiben. Bei den über 600 Mitgliedern, die rd. 250.000 Mitarbeiter repräsentieren, wird Überzeugungsarbeit geleistet, aktiv bei der Klima-Allianz mitzuwirken. Ein Experten-Pool steht zur Verfügung, um in den Unternehmen bei wesentlichen Weichenstellungen unterstützend zu wirken.
Schon Ende August des Vorjahres erfolgte in Alpbach der Startschuss zur Klima-Allianz. Bis jetzt konnten über 20 Klima-Allianz Partner gewonnen werden, die sich CO2-neutral stellen ließen und damit eine Reduktion von rd. 70.000 Tonnen CO2 ermöglichten. Ihnen wurde als Anerkennung eine CO2-Neutralitätsurkunde überreicht. Harrer: "Unser Ziel ist es, bis Ende 2016, über 100 Unternehmen dafür zu begeistern und rd. 500.000 Tonnen CO2 eingespart zu haben“. Er sieht im Senat als ökosozialem Thinktank den geeigneten Promoter für die CO2-Reduktion, um damit ein Umdenken im Ressourcenverbrauch zu bewirken. Dabei soll eine sinnvolle Verbindung zwischen Ökologie und Ökonomie geschaffen werden.

Startschuss in Alpbach

Die slowenische Klimatologin Lucka Kajfež Bogataj aus dem Nobelpreisteam von Al Gore, war beim Startschuss in  Alpbach dabei. "Für mich", wird Bogataj in der Aussendung des Senat der Wirtschaft zitiert, "sind das Klima und der Klimawandel die größten globalen Probleme, daher ist dise Klima-Allianz besonders zu begrüßen, da nicht nur geredet sondern gehandelt und nachweislich in den Unternehmen CO2 reduziert wird." (red)

http://www.senat-oesterreich.at/

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